Tödlicher Lkw-Unfall in Schramberg: Stadt lädt zu Gedenken für Mutter und Kind ein

Bei paralleler Spendensammlung kommen rund 110.000 Euro zusammen / Die Stadt bittet darum, die Würde der Trauerveranstaltung zu respektieren.

Am Tag nach dem schrecklichen Unfall liegen an der Stelle, an der in Schramberg eine 29-jährige Frau und ihr dreijähriger Sohn ums Leben kamen, zahlreiche Blumen, Kerzen und Kuscheltiere. Foto: Roland Sprich
Lesezeit 3 Min.

Nach dem tragischen Unfall in der Oberndorfer Straße, bei dem eine Mutter und ihr Kind ums Leben kamen, lädt die Stadt Schramberg zu einer öffentlichen Gedenkstunde ein. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, gemeinsam innezuhalten und Anteil zu nehmen.

Schramberg. Eine Woche nach dem schweren Verkehrsunfall vom 25. März in der Oberndorfer Straße erinnert Schramberg an die Opfer: Eine Mutter und ihr Kind waren ums Leben gekommen, nachdem ein Lastwagen aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen war und die beiden erfasst hatte. Trotz schneller Hilfe kam für die Opfer jede Rettung zu spät. Der Unfall hatte in der Stadt und der gesamten Region große Betroffenheit ausgelöst.

Die Stadt Schramberg lädt nun gemeinsam mit den Kirchengemeinden und weiteren Akteuren aus der Zivilgesellschaft zu einer öffentlichen Gedenkstunde ein. Diese findet am Mittwoch, 1. April, um 18.30 Uhr auf dem hinteren Rathausplatz statt und soll Raum für gemeinsames Innehalten, Trauern und Erinnern bieten.

Das Gedenken wird ökumenisch von Dekan Rüdiger Kocholl und Pfarrer Markus Krimmer gestaltet. Neben Fürbitten sind auch kurze Ansprachen vorgesehen, unter anderem durch Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr.

Im Anschluss an die Gedenkstunde besteht die Möglichkeit, gemeinsam zur Unfallstelle in der Oberndorfer Straße zu gehen und dort Kerzen aufzustellen. Während der Veranstaltung reduziert die Stadt im betroffenen Bereich die Geschwindigkeit des Verkehrs.

Mit der Einladung richtet sich die Stadt an alle Bürgerinnen und Bürger, die ihre Anteilnahme ausdrücken und ein Zeichen der Solidarität setzen möchten. Zugleich bittet die Stadt darum, die Würde der Veranstaltung zu respektieren.

Parallel zur Trauer in der Stadt hält die große Welle der Solidarität weiter an: Der Spendenaufruf „In stillem Gedenken an Miri und Ron“ hat inzwischen eine sechsstellige Summe erreicht. Nach aktuellem Stand wurden bereits über 110.000 Euro gesammelt, das Spendenziel liegt bei 120.000 Euro. Tausende Menschen beteiligten sich bislang an der Aktion. Mit den Mitteln sollen unter anderem die Beerdigungskosten gedeckt und die beiden hinterbliebenen Kinder unterstützt werden, die nun ohne ihre Mutter und ihren Bruder aufwachsen müssen. Mehr unter gofundme.com

Unter dem Label NRWZ-Redaktion beziehungsweise NRWZ-Redaktion Schramberg veröffentlichen wir Beiträge aus der Feder eines der Redakteure der NRWZ. Sie sind von allgemeiner, nachrichtlicher Natur und keine Autorenbeiträge im eigentlichen Sinne. Die Redaktion erreichen Sie unter redaktion@NRWZ.de beziehungsweise schramberg@NRWZ.de
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