Benachrichtigung

Bauprojekt an der Rochus-Merz-Straße?

Zwischen dem Burgweg und der Rochus-Merz-Straße möchte ein Investor Wohnhäuser errichten. Archiv-Foto: him
Autor / Quelle:
Lesezeit 2 Min.

Schramberg (him) – Auf einer freien Fläche an der Rochus-Merz-Straße möchte eine Immobilienfirma ein großes Wohnbauprojekt verwirklichen. Das Grundstück liegt seit Jahrzehnten brach. Zwei frühere Projekte dort waren gescheitert.

Nun liegt eine Bauvoranfrage im Rathaus. Demnach will der Investor acht Doppelhäuser und 13 Reihenhäuser errichten. Dagegen laufen die Anwohner Sturm. „Mit großem Entsetzen“ hätten sie Kenntnis von dem Bauvorhaben erhalten. Sie befürchten mehr Verkehr in der Rochus-Merz-Straße und im Burgweg, Die Straße sei „bereits jetzt verkehrstechnisch an ihrer Grenze“.

Außerdem sei der Hang unsicher. Es liege in einer geologischen Gefahrenzone. In einem Schreiben, das der NRWZ vorliegt, verweisen zwei Anlieger auf ein geologisches Gutachten des Regierungspräsidiums Freiburg. Demnach bilde Rotliegendes den tieferen Untergrund des Grundstückes, das von Lockergesteinen überdeckt werde. Sie fragen: „Soll mit der Bebauung ein neues Ahrtal provoziert werden?“

Sie erinnern an mehrere Erdrutsche in den vergangenen Jahren und warnen, dass wegen des Klimawandels die Gefahr weiterer Erdrutsche „keineswegs geringer“ werde.

Für das Gebiet zwischen der Rochus-Merz-Straße und dem Burgweg gibt es einen Bebauungsplan. Archiv-Foto: him

Außerdem habe sich das Gebiet in den letzten Jahrzehnten zu einem Biotop entwickelt. Dort lebten einige Pflanzen und Tiere, die „gefährdet oder vom Aussterben bedroht“ seien, heißt es in dem Schreiben an die Stadt.

Widerstand angekündigt

Ein Plan, auf dem Gelände Terrassenhäuser zu errichten, war in den 90er Jahren gescheitert. Als 2012 ein anderer Investor dort eine Pflegeeinrichtung bauen wollte, liefen die Anwohner ebenfalls Sturm dagegen. Auch nun drohen die beiden Anlieger, sie würden „alle möglichen rechtlichen Schritte ausschöpfen“, um das Vorhaben zu verhindern.

 

 

... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. 2026 hat er die NRWZ auf eigenen Antrieb verlassen, auch, um sich einem eigenen journalistischen Projekt zu widmen. Mehr über ihn hier.

Danke, dass Sie die NRWZ lesen.

NRWZ.de ist kostenlos. Damit das so bleibt, brauchen wir Werbeeinnahmen — die funktionieren besser mit Ihrer Einwilligung. Nutzen Sie NRWZ kostenlos mit Werbung oder unterstützen Sie unsere Redaktion mit einer Steady-Mitgliedschaft und lesen dafür werbefrei.

Kostenlos mit Werbung

Der kostenlose Zugang wird durch Werbung finanziert. Dafür bitten wir um Ihre Einwilligung in die dafür notwendigen Cookies und Dienste.

Bereits Mitglied? Dann können Sie sich direkt einloggen:

Werbefrei mit Steady

Mit Steady unterstützen Sie unabhängigen Lokaljournalismus aus der Region und lesen NRWZ ohne Werbung*.

*Frei von Werbung über die externen Anbieter Google und Taboola. Lokale Werbung zeigen wir im Interesse unserer Direktkunden weiterhin an.

Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und im Impressum.