SCHRAMBERG – Auf dem Parkplatz des „Thomas-Philipps-Markts“ an der Schiltach wird gebaggert. Nachdem die Stadt Schramberg bereits Anfang August das Betretungsverbot für das Gelände teilweise aufgehoben hatte, können jetzt Bauarbeiter beginnen, die Überreste des Erdrutschs von Mitte Januar zu beseitigen.
Am Morgen des 14. Januar waren nach starken Regenfällen mehrere tausend Kubikmeter Schlamm, Geröll, Bäume und Abbruchmaterial zu Tal gegangen. Nur durch großes Glück und die Geistesgegenwart des Marktleiters, der sofort die Zufahrt zum Markt abgesperrt hatte, war bei dem Erdrutsch niemand zu Schaden gekommen. Doch der Markt ist seither nicht mehr nutzbar. Seit dem Frühjahr befindet sich der Schnäppchenmarkt in Ausweichräumen im Majolika-Gewerbepark.
Murensperre aus Stahlmaschenzaun
Am 2. August hatte die Stadt das Betretungsverbot teilweise aufgehoben, so Fachbereichsleiter Matthias Rehfuß. Jetzt wird eine Murensperre im Tälchen zwischen dem ehemaligen Gasthaus „Schilteck“ und dem Parkplatz des Thomas-Philips-Marktes errichtet. Dazu räumt eine Baufirma einen Bereich frei, von dem aus eine andere Spezialfirma in der kommenden Woche Löcher in die Felswände links und rechts im Tal bohrt. „In diese Löcher betoniert eine weitere Firma dann Stahlanker“, erläutert Marktbetreiber Christoph Moosmann.
Zwischen diesen Ankern wird dann ein großes Stahldrahtnetz gespannt, das einen weiteren Abrutsch abbremsen würde. „ Wie ein großer Wassersack.“ Nach Berechnungen eines Geologen würde dieser Schutz ausreichen, so Moosmann. „Käme es zu einem weiteren Erdrutsch, würde sich das gesamte Material hinter dem Netz aufstauen.“
Langwierige Arbeiten
Weil für diese Arbeiten Spezialfirmen von weit her anfahren müssen, dauern die Arbeiten länger als erhofft. Erst in der zweiten Oktoberwoche, so schätzt Moosmann, werde das Stahlnetz gespannt. Dann könnten die Bauarbeiter beginnen, den bis heute zugeschütteten Parkplatz frei zu räumen. Einen Zeitplan für die weiteren Arbeiten und eine mögliche Wiedereröffnung des Marktes wollen die beteiligten Firmen und Grundeigentümer in der letzten Septemberwoche aufstellen. Das sei „zumindest ein Silberstreifen am Horizont“, meint Moosmann, aber „es geht alles sehr langsam.“
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