Mit einer feierlichen Zeremonie in der Stadthalle Rottweil endete für 174 Lehramtsanwärterinnen und -anwärter am Montag ihre Ausbildung – ein bewegender Moment für alle Beteiligten.
Rottweil – Die Absolventinnen und Absolventen, die in den vergangenen 18 Monaten ihre Ausbildung am Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Rottweil (GWHRS) absolviert haben, werden künftig vor allem in den Landkreisen Rottweil, Schwarzwald-Baar, Tuttlingen und Konstanz wirken. Mit dabei sind 82 Lehrkräfte für die Grundschule, 82 für die Sekundarstufe I und zehn für das Lehramt Sonderpädagogik – ein bedeutender Zuwachs für die Schulen der Region.
In ihrer Eröffnungsrede begrüßte Seminardirektorin Eva Rucktäschel herzlich alle Anwesenden – darunter Eltern, Familienangehörige, Freundinnen und Freunde sowie Ausbildungskräfte – und würdigte das Engagement aller Beteiligten. Mit großer Wertschätzung richtete sie ihre Worte an die Absolventinnen und Absolventen: „Sie haben sich auf einen Beruf eingelassen, in dem man selten das Gefühl hat, fertig zu sein, aber oft das Gefühl, wichtig zu sein.“ Symbolisch erhielten alle jungen Lehrkräfte einen Schlüsselanhänger mit der Aufschrift „Lährerin made in The Länd“. Der Spruch spielt mit einem Augenzwinkern auf das Motto Baden-Württembergs „The Länd“ an – und steht als Zeichen für das, was die jungen Lehrkräfte künftig öffnen werden: Lernräume, Herzen, Zukunft.
Das stimmungsvolle Rahmenprogramm wurde musikalisch von der Fachdidaktik Musik der Grundschule und Sekundarstufe I begleitet. Unter der Leitung von Rahel Moullion und Svenja Stritt präsentierten die Musikgruppen beeindruckende A-Capella- und Instrumentalstücke, mit dem Höhepunkt der Inszenierung des „Baroque Flamenco“, gespielt auf Harfe, Tuba und mit Kastagnetten – ein musikalisches Symbol für Kreativität und Vielfalt.
Eva Rucktäschel nutzte die Bühne auch, um sich bei den Seminarsprecherinnen und -sprechern für ihr herausragendes Engagement zu bedanken. Sophia Koberski, Daniel Ruggaber, Dorothea Kraft und Carina Schönberg erhielten als Anerkennung den symbolischen „Stofftierrottweiler“ – ein Maskottchen des Seminars, das für Wachsamkeit, Stärke und Verlässlichkeit steht.
In ihren Abschlussworten blickten Koberski und Ruggaber auf eine intensive und bewegte Ausbildungszeit zurück: „Das Referendariat fühlte sich an wie eine Achterbahnfahrt – jetzt ist die Fahrt erstmal vorbei und wir laufen weiter zur nächsten Achterbahn.“ Dank sprachen sie nicht nur dem Seminarteam, sondern vor allem auch den Familien, Mentorinnen und Mentoren sowie Lehrkräften an ihren Ausbildungsschulen aus. Besonders hervorgehoben wurde aber Eines: „Das Wichtigste sind die Kinder. Sie sind der Fokus unserer Leidenschaft – wir verstehen uns als Mutmacher.“ Mit den Worten „Wir können wirklich stolz auf uns sein – lasst uns den Abend genießen und auf uns anstoßen!“ endete der offizielle Teil der Feier.
Beim anschließenden Empfang, organisiert und durchgeführt vom aktuellen Kurs 2025, hatten Gäste und Absolventen Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre auf die gemeinsame Zeit zurückzublicken und zu feiern. Diese Zeugnisfeier war aber mehr als ein Abschluss: Sie war ein Aufbruch. Mit neuen Schlüsseln in der Hand, Mut im Herzen und einer klaren Vision im Blick gehen 174 frisch ausgebildete Lehrkräfte nun in ihren Beruf – bereit, Türen zu öffnen und die Zukunft mitzugestalten.
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