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Fußgänger-Hängebrücke Rottweil: Vertragswerk unterzeichnet

Die Verträge für die Hängebrücke sind unterzeichnet, jetzt kann das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen werden (von links): Notar Stephan Schulze, Günter Eberhardt, Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf und Bürgermeisterin Ines Gaehn (Foto: Stadt Rottweil/Hermann).
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Die Firma Eberhardt und die Stadt Rottweil haben mehrere wichtige Verträge unterzeichnet und so weitere Voraussetzungen für den Bau der „Neckarline“ in Rottweil geschaffen. Der Stadt Rottweil liegen mittlerweile alle Planunterlagen für das private Investitionsprojekt vor, sodass nun das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen werden kann. Der Baubeginn ist im ersten Quartal 2025 geplant. Darüber berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

„Nach den erfolgreich realisierten Brücken in Bad Wildbad und Todtnau wollen wir nun auch zügig die Neckarline in Rottweil bauen. Die Planung für die Hängebrücke ist abgeschlossen, die Finanzierung steht und wichtige Bauteile sind bereits bestellt“, betont Bauherr Günter Eberhardt bei der Unterzeichnung der Verträge in den Räumen des Rottweiler Notars Stephan Schulze.

Auch seitens der Stadt Rottweil ist man zuversichtlich: „Das für unsere Stadt so wichtige Projekt biegt auf die Zielgerade ein. Gemeinsam mit unserem Partner, der Firma Eberhardt aus Riedlingen, verfolgen wir das Ziel, zwei Top-Sehenswürdigkeiten – den hochmodernen TK Elevator Testturm für Aufzugsinnovationen und die historische Innenstadt von Rottweil – mit einer weiteren Attraktion zu verbinden“, unterstreicht Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf. „Uns war wichtig, dass die Brücke bereits vor der Landesgartenschau 2028 fertig sein wird, um bereits vorher ein weiteres Zugpferd für die touristische Entwicklung der Stadt ins Rennen zu schicken. 2028 können die Besucher dann neben der Landesgartenschau auch die Hängebrücke, die historische Innenstadt und die Aussicht vom Testturm genießen“, ergänzt Bürgermeisterin Ines Gaehn. 

Beim Bürgerentscheid über die Hängebrücke hatten sich seinerzeit rund 72 Prozent der Bürgerinnen und Bürger für den Bau der Hängebrücke ausgesprochen. Die Stadt Rottweil hatte in der Folge ein Bebauungsplanverfahren gestartet, um die rechtlichen Voraussetzungen zur Realisierung der Hängebrücke zu schaffen. Ergänzend sind verschiedene vertragliche Regelungen notwendig, um die Brücke rechtlich abzusichern. Zum Vertragswerk gehört zum einen ein städtebaulicher Vertrag, der insbesondere die Gestaltung der Brücke im Sinne der Stadt regelt.

Außerdem gewährt die Stadt Rottweil dem Bauherrn über einen sogenannten Dienstbarkeits-Vertrag Wegerechte über städtische Grundstücke, über die die Hängebrücke verläuft, sowie über Grundstücke auf beiden Seiten der Brücke. Ein weiterer Bestandteil ist ein Kaufvertrag zum Bau eines Parkplatzes im Industriegebiet Berner Feld für die Besucherinnen und Besucher der Hängebrücke. 

Nachdem die vertraglichen Grundlagen vorliegen, kann nun auch das Bebauungsplanverfahren fortgesetzt werden, das für die Baugenehmigung die planungsrechtliche Grundlage bildet. Der Gemeinderat hatte das Projekt in der Vergangenheit unter großem Interesse der Öffentlichkeit beraten. Alle Beschlüsse wurden bisher entsprechend des Votums der Bürgerschaft ebenfalls mit breiter Mehrheit zugunsten des Projekts gefasst.

Informationen zur Fußgänger-Hängebrücke „Neckarline“:

Die Firma Eberhardt hat bereits zwei Hängebrücken im Schwarzwald realisiert, die „WILDLINE“ in Bad Wildbad und die „BLACKFORESTLINE“ in Todtnau. Mit 606 Metern wird die „Neckarline“ die längste dieser drei Brücken sein. Sie ist damit mehr als doppelt so lang wie das bisher größte Rottweiler Wahrzeichen hoch: 246 Meter misst der TK Elevator Testturm mit Deutschlands höchster Aussichtsplattform. Von dort soll die Hängebrücke künftig Fußgänger zu einem Spaziergang über das Neckartal in die älteste Stadt Baden-Württembergs einladen. Die Hängebrücke kommt mit nur einem Pylon auf der östlichen, innenstadtfernen Neckarseite aus, um das historische Ensemble von Rottweils historischer Innenstadt zu schützen. Auch Stützpfeiler im Neckartal sind, anders als in den ersten Plänen gezeigt, nicht mehr geplant.

Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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