Das Wasser am Hirschbrunnen läuft wieder (ziemlich) klar aus den Rohren. Wie berichtet hatten Bohrarbeiten für eine Stromtrasse am Schlossberg zu einer Trübung geführt.

„Wir sind bei der Bohrung 6 auf eine Felsspalte gestoßen. Dort hat sich das Bentonit dann den Weg des geringsten Widerstands gesucht“, schildert Philip Thiemann von RES Deutschland, was passiert ist. „Das war leider die Felsspalte hin zum Quellgebiet der Schramberger Brunnen und nicht das Bohrloch.“ RES Deutschland ist verantwortlich für den Bau des Windparks Falkenhöhe.
Der Strom der dort entstehenden drei Windräder wird über ein unterirdisch verlegtes Kabel von der Falkenhöhe bis zum EnBW-Umspannwerk an der Schiltachstraße geleitet. (Wir haben berichtet.) Auf der gesamten Strecke setzt die Firma an sieben Stellen eine Horizontalbohrmaschine ein. Bis Ende der Woche sollte der sechste Abschnitt, bei dem das Malheur geschah fertig gestellt sein, hoffte Thiemann vor wenigen Tagen.
Bentonit ist ungefährlich
„Die Brunnen zeigen momentan keine Färbung mehr. Wir können aber nicht ausschließen, dass es nochmal zu einer Eintrübung kommt“, erklärte er dazu der NRWZ. Er betonte nochmals ausdrücklich, dass es sich bei dem eingesetzten Bentonit um ein absolut ungefährliches Schmieradditiv handle. Es wird neben Anwendungen auf Baustellen auch beispielsweise in der Getränkeindustrie, in der Kosmetik oder in Gartenteichen eingesetzt.

Nach Abschluss im sechsten Bohrabschnitt folgt am Ende noch die Bohrung 7 von der Rochus-Merz-Straße bergauf bis zur Bohrung, die vom Holzabfuhrweg kommt: „Mitte November wollen wir dann auch mit der letzten Bohrung 7 durch sein. Und dann kehrt Ruhe am Schlossberg ein“, so Thiemann.
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