Bis vor einigen Jahren gab es in Baden-Württemberg drei kommunale Rechenzentren. In diesen Zweckverbänden ließen die Städte und Gemeinden beispielsweise ihre Löhne abrechnen. Aber auch für das Aufstellen ihrer Haushalte und viele andere IT-Aufgaben nutzten sie die Rechenzentren.
Vor drei Jahren schlossen sich die drei Verbände mit der Datenzentrale Baden-Württemberg zu einer neuen Anstalt öffentlichen Rechts, der Komm.ONE zusammen. Ziel sei „der Erhalt einer wettbewerbs- und zukunftsfähigen kommunalen IT in Baden-Württemberg“, heißt es in einer Vorlage für den Gemeinderat. Seit 2018 hab man die verschiedenen Regeln der Vorgängerverbände in ein einheitliches neues Regelwerk umgestalten müssen, so Fachbereichsleiter Uwe Weisser in der Gemeinderatssitzung. „Das ist nachvollziehbar“, so Weisser, “aber für uns auch alternativlos.“
Höhere Kosten nachvollziehbar
Mit den neuen Verträgen seien teilweise auch höhere Kosten für die Kommunen verbunden gewesen. Deshalb habe es in einigen Gemeinden dagegen Kritik gegeben. Er sehe das nicht so, denn ein Kostenvergleich von 2019 zu 2021 hinke. Der neue Dienstleister übernehme weitere Aufgaben. Außerdem habe es seit 2019 Kostensteigerungen gegeben. Schramberg habe 2019 etwa 375.000 Euro für die Dienstleistungen von Komm.ONE gezahlt. Für dieses Jahr erwarte die Stadt etwa 416.000 Euro. Darin seien auch neue Fachverfahren enthalten, die es 2019 noch nicht gegeben habe.
Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr berichtete schließlich, dass die Vorlage zum Thema bereits mit einem neuen Tool der Komm.ONE erstellt worden sei. Dabei steh der beschlussvorschlag nun am Beginn einer Vorlage.
Der Rat stimme bei einer Enthaltung dem Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrags mit KommOne zu, en die Oberbürgermeisterin nun schließen kann.
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