Osterferien im Zirkus, das genießen gerade 23 Kids in Deißlingen. Hier hat der Circus Enrico seine Zelte aufgeschlagen, und nun dürfen die Jungs und Mädels eine Woche lang mit waschechten Zirkusartisten trainieren. Das ist ganz schön anstrengend, und bis Samstag um 15 Uhr muss es sitzen, denn dann findet hier die große Galavorstellung statt.
Prospekt der Woche
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Aber es macht offensichtlich allen riesigen Spaß, und wer gerade nicht dran ist, sich am großen Ring kunstvoll in die Höhe ziehen zu lassen und die anschließende Verneigung vor dem Publikum danach auch nicht vergessen hat, der und die schlägt daneben seine Räder oder versucht sich mit einem Handstand. Für die Zirkusfamilie Bügler ist es eine Premiere, wie Diego Angelito Bügler, Boss des zehnköpfigen Familienunternehmens, betont. Der 23-jährige ist genau wie die anderen im Zirkus aufgewachsen, stand mit fünf Jahren erstmals bei einer Vorstellung in der Manege, mit einer Handstandakrobatik auf einem Pony. Seine einjährige Tochter darf jetzt schon mitmachen, bei Papa auf der Hand stehend.
Nein, etwas anderes als Zirkus, das kann sich „Boss“ Diego Bügler nicht vorstellen, obwohl er in der Zirkusschule Abitur gemacht hat. Lieber steht oder turnt er in der Manege – unter anderem mit bis zu 100 Hula-Hoop-Reifen.
Er ist mit Leidenschaft Akrobat, Moderator und Tierlehrer, und nebenbei gehört die gesamte Organisation dazu, da die Lamas, Alpakas, Kamele, Esel und Ponys versorgt und die Zelte auf- und abgebaut werden müssen. Doch das Leben im Wohnwagen gehört für ihn, seine Frau, die Eltern und Geschwister einfach dazu. Auch wenn es nicht immer einfach ist, nicht immer wie am Mittwoch in Deißlingen die Sonne scheint und der Boden zwischen Zelten und Wohnwagen trocken ist. Und jeder hier einfach alles können muss, für den Fall, dass mal jemand ausfällt. Auch die harte Zeit der Pandemie haben die Büglers überstanden – „das war schlimm, wir bekommen ja keine staatlichen Zuschüsse, wir leben vom Verkauf der Eintrittskarten.“
Die Zirkusschule als eigenen Wagen, in dem die Kinder unterrichtet werden, die gibt es heutzutage nur noch in Nordrhein-Westfalen und nur bei den ganz großen Zirkussen, erzählt Diego Bügler. Er und seine Geschwister sind immer dort zur Schule gegangen, wo der Zirkus gerade gastierte. Spannend sei das gewesen, erzählt der 23-Jährige. Je nachdem, wie weit die Klasse, in die er kam, gerade mit dem Unterrichtsstoff war, „war ich der Dümmste. Oder der Schlauste!“
Heutzutage sind die Büglers im Winter als Weihnachtszirkus in Bad Dürrheim, ansonsten auf Reisen, nächste Woche dann in Spaichingen, und nun gibts das erste Kinderferienprogramm, das hervorragend angekommen ist. Die 23 Kinder kommen schon zum Frühstück, das Mutter Bügler vorbereitet, sie kocht auch das Mittagessen und sorgt für die Obst- und Gemüsesnacks zwischendurch.
Alysha Bügler, die Schwester vom Boss, trainiert im Zelt mit den Kindern, motiviert, leitet an und stützt mit viel Feingefühl, und notfalls schlichtet sie auch mal einen Streit. Wenn dann genug trainiert ist, gibt’s ein Eis oder man geht gemeinsam auf den tollen neuen Spielplatz im Deisslinger Bärengarten. Und natürlich helfen die Kids auch mit, die Tiere zu versorgen, deren Zustand erst gestern vom Rottweiler Veterinäramt für gut befunden wurde. „Es hat nur eine Bürste gefehlt“, erzählt Diego Bügler schmunzelnd. Und nein, Probleme mit Tierschützern hatten sie auch nie.
Info: Die große Premierengala findet am Samstag um 15 Uhr statt, hier kann jeder kommen, der Eintritt kostet für Kinder fünf Euro und für Erwachsene zehn Euro.




















