Rottweil. Nach dem Großbrand einer landwirtschaftlich genutzten Scheune in der Nacht zum Samstag hat die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Verletzt wurde niemand. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 150.000 Euro geschätzt.
Der Brand war gegen 3 Uhr im Margarita-Linder-Weg gemeldet worden. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand die als Lager für Stroh- und Heuballen genutzte Scheune bereits in Vollbrand. Der Schuppen war nach Angaben von Einsatzleiter Stadtbrandmeister Frank Müller nicht mehr zu retten. Neben dem Hauptgebäude brannte auch ein Nebengebäude vollständig nieder.
Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Alarmiert wurde sie zunächst um 3.03 Uhr mit dem Stichwort „Brand unklar“. Bereits sieben Minuten später wurde auf „Brand Schuppen“ erhöht, weitere fünf Minuten danach auf die höchste Alarmstufe „Brand 4“. Im Einsatz waren die Abteilung Rottweil mit den Löschzügen Altstadt und Bühlingen, die Abteilung Göllsdorf sowie die Werkfeuerwehr Rottenmünster. Später wurden außerdem die Abteilung Hausen zur Wachbesetzung und die Feuerwehr Neufra zur Unterstützung der Löschwasserversorgung nachalarmiert.
Insgesamt rückte die Feuerwehr mit 18 Fahrzeugen und 94 Einsatzkräften aus. Unterstützung erhielt sie vom Rettungsdienst mit vier Fahrzeugen sowie vom Technischen Hilfswerk aus Rottweil und Trossingen. Mehrere Streifen der Polizei sicherten die Einsatzstelle. Die DRK-Bereitschaft versorgte die Einsatzkräfte während des stundenlangen Einsatzes mit Getränken und Verpflegung.

Besondere Herausforderungen bereitete die Löschwasserversorgung. Da am abgelegenen Brandort keine ausreichende Wasserversorgung vorhanden war, ließ die Feuerwehr eine Förderleitung vom Löschteich des Vinzenz-von-Paul-Hospitals verlegen. Zusätzlich pendelte das Großtanklöschfahrzeug der Feuerwehr zwischen Wasserentnahmestelle und Brandort.
Zu Beginn des Einsatzes verhinderten die Feuerwehrleute außerdem, dass sich das Feuer weiter auf die umliegenden Wiesen ausbreitete. Mit Feuerpatschen und weiteren Löschmaßnahmen konnten kleinere Flächenbrände eingedämmt werden. Auch ein Hühnerstall auf dem eingezäunten Gelände konnte erfolgreich vor den Flammen geschützt werden.
Das THW unterstützte die Feuerwehr mit schwerem Gerät, darunter einem Radlader. Damit wurden die brennenden Heu- und Strohvorräte auseinandergezogen, um versteckte Glutnester gezielt ablöschen zu können.
Nach Angaben der Polizei befanden sich keine Menschen in der Scheune. Auch verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist weiterhin unklar. Die Ermittlungen des Polizeireviers Rottweil dauern an.
