Ein Missverständnis hat am Sonntagvormittag zu einem umfangreichen Feuerwehreinsatz in Rottweil geführt. Einen möglichen Wohnungsbrand wegen eines brennenden Elektro-Rollos alarmierte die Leitstelle. Tatsächlich war es ein Elektro-Roller, der brannte. Aber immerhin schon der zweite Einsatz deshalb.
DRK, Feuerwehr und Polizei rückten am Sonntag kurz nach halb Elf in die Tannstraße aus. Dort befürchtete die Einsatz-Leitstelle einen Wohnungsbrand, weil ein Elektro-Rollo Feuer gefangen habe. Menschenrettung, Brandbekämpfung, die Einsatzkräfte befürchteten Schlimmes, entsprechend flott rückten sie an. Die Anspannung beim Abrücken im Gerätehaus sei spürbar und sichtbar hoch gewesen, sagte etwa der Rottweiler Feuerwehrsprecher Marius Daute der NRWZ. Nach seinen Angaben rückte auch die Atemschutz-Notfall-Trainierte-Staffel, die in Rottweil-Altstadt angesiedelt ist, an. 26 Kräfte der Rottweiler Wehr insgesamt. Zudem ein Rettungswagen und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst. Und eine Streife der Polizei.
Zuviel des Guten: Vor Ort brannte lediglich der Akku eines vor einem Wohnhaus abgestellten Rollers. Da muss es ein Missverständnis zwischen Anrufer und Leitstelle gegeben haben. Das Feuer war schnell gelöscht, dann der Akku mittels ein wenig Gewalt vom Fahrzeug getrennt und in einer kleineren Kunststofftonne, in einem Wasserbad entsorgt.



Nach Auskunft von Einsatzkräften handelte es sich nicht um den ersten Brand dieser Art in Rottweil. Vor wenigen Wochen habe man dasselbe Szenario in der Kaiserstraße angetroffen, offene Flammenbildung an einem Zeus-Roller, hieß es.
Der Grund: unklar. Auch bei dem Fall am Sonntag in der Tannstraße. Jetzt muss sich nach Angaben des Einsatzleiters Frank Müller der Roller-Verleiher Zeus um die Beseitigung des abgefackelten Rollers samt dem in einem Wasserbad versenkten Akku kümmern. Die Feuerwehr sei für die Brandbekämpfung und die Gefahrenabwehr verantwortlich, nicht für die Entsorgung des Fahrzeugs.
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