Lauterbach. Ministerbesuch hat das „Aladin & Frieda“ in Lauterbach bekommen. Landessozialminister Manne Lucha zeigte sich beeindruckt und sprach von einem „Leuchtturmprojekt“.
Knapp 30 Prozent der Geflüchteten sind mittlerweile in Lohn und Brot, und das schon nach vier Jahren, wurde bei dem Ministerbesuch deutlich. Früher hatte das bis zu zehn Jahre gedauert, bis neu Hinzugezogene sich wirklich akklimatisiert hatten. Das sei auch und vor allem den vielen vielen Ehrenamtlichen zu verdanken, wie der Minister betonte. Baden-Württemberg sei ein Land des bürgerschaftlichen Engagements.

Landrat Wolf-Rüdiger Michel war ebenfalls beeindruckt und wies auf seine Strategie der dezentralen Unterbringung hin, durch die die Integration einfach schneller gegangen sei. Bürgermeister Norbert Swoboda freute sich, dass man in Lauterbach trotz oder gerade wegen der vielen Geflüchteten mit den geringsten AfD-Wähler-Anteil im Landkreis habe. Dies gleich nach Schenkenzell, die übrigens auch überproportional viele Flüchtlinge aufgenommen haben.

Sonja Rajsp stellten den Betrieb vor. Mit sechs Festangestellten, einer Auszubildenden und sehr vielen Ehrenamtlichen wird die Arbeit im Team erledigt. „Wir bringen Menschen in Arbeit, die es woanders nicht so leicht hätten, vor allem wegen der Sprachbarriere und Defizite beim Schreiben. Wir konnten mittlerweile schon drei Mitarbeiter an andere Gastronomiebetriebe ausleihen, die Personalknappheit haben, und haben für alle drei ein sehr positives Feedback erhalten. Darauf sind wir stolz. Ziel ist es, Sprungbrett für viele zu sein, die es dank unserer Ausbildung dann einen Arbeitsplatz finden. Da unterstützt uns auch die Hirschbrauerei, denn das Personalproblem in der Gastronomie kann mittelfristig zum Schließen hunderter von Gaststätten hier in der Gegend führen“, machte Sonja Rajsp deutlich.
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