Der Experimentalarchäologe Markus Klek ermöglichte der Klasse 6 des Albertus-Magnus-Gymnasiums das Erlebnis „Steinzeit hautnah“
Rottweil – Als die Schülerinnen und Schüler das Klassenzimmer betreten, staunen sie nicht schlecht: Im vorderen Bereich des Klassenzimmers befindet sich eine ganze Theke mit spannend anmutenden Gegenständen. An der Tafel hängen an Bügeln Kleidungsstücke, die so ganz anders und doch wieder ähnlich aussehen wie das, was die Schüler kennen.
Markus Klek, eingeladen von den Geschichtslehrerinnen Denise Engeser und Michaela Gerhardt, versteht es, die Kinder in seinen Bann zu ziehen. Mit einfachen Bildern macht er den Sechstklässlern deutlich, wie man eine Zeitspanne von 10 000 Jahren halbwegs erfassen kann.
Im ersten Teil der Veranstaltung geht es um die Entwicklung der Menschheit, das Leben in Alt- und Jungsteinzeit und die natürlichen Gegebenheiten, die die Menschen in ihrem Umfeld vorfanden. Auch der bekannte „Ötzi“ findet hier Erwähnung, „eine Schatztruhe für Forschende“, meint Klek.
Man merkt dem Gast an, mit welcher Hingabe und Neugier er seinen Beruf als Experimentalarchäologe ausübt, als er berichtet, wie man selbst Leder gerbt oder wie er sich den winterlichen Temperaturen in Steinzeitausrüstung stellt, um am eigenen Leib zu erfahren, wie es sich anfühlte, in der Steinzeit zu leben und welcher Ausrüstung es bedurfte.

Dann wird die steinzeitliche Geschichte für die Sechstklässler im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar. Einige dürfen sich einen Gegenstand von der Theke auswählen, diesen in seiner Beschaffenheit beschreiben, Mutmaßungen über die Verwendung anstellen und dann in die Runde geben. Interesse weckte neben Hacken und Äxten eine Puppe, Kleidungsstücke wie Boots oder Tuniken und ein Nähset. Die Nadeln wurden aus Horn gefertigt – und der Faden? Markus Klek zeigte den Kindern, wie man diesen aus einer Sehne herstellt. Zum Abschluss des Vormittags entzündet Klek ein Feuer nach Steinzeitmanier: mit Feuerstein, Zunder und trockenem Gras.
Der Vormittag war im Nu vorbei. „Cool war es“, ist das Fazit der Schülerinnen und Schüler.
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