Zu seinem 30-jährigen Bestehen gönnt der Waldorfkindergarten-Verein sich und den Kindern neue Räume: Der Kindergarten wird vom Schwalbennest in Göllsdorf in die Altstadt, nach „Klein Bethlehem“, verlegt. Nach den Sommerferien soll es dort los gehen.
Rottweil – Dass viele Menschen den Wegzug aus Göllsdorf bedauern, freut die Frauen von Verein und Kindergarten natürlich. Aber der Umzug, so schildert es Claudia Rath, eine von zwei Vorständen des Vereins, war notwendig geworden: Das alte Bauernhaus, in dem der Kiga mit drei Gruppen bislang untergebracht ist, hätte umgebaut werden müssen. Der Verein musste sich also nach einer neuen Örtlichkeit umsehen. Selbst zu bauen war keine Option.
Das repräsentative Haus, links des Neckars und geschickterweise in der Nähe der Waldorfschule gelegen, gehört dem Architekten und Sanierer Alfons Bürk. Seit 25 Jahren ist er dabei, das 1652 erbaute Haus zu restaurieren, berichtet er. Und da seine Enkelinnen ihrerseits den Waldorf-Kindergarten besuchen, gab es bereits eine Verbindung. „So sind wir im Graben gelandet“, sagte Claudia Rath und meinte damit natürlich die Adresse: Graben 18.
Mehr Licht
Vor Weihnachten waren sich Eigentümer und Verein einig. Dass Bürk nun wusste, welche Nutzung sein Haus bekommen würde, hat ihm auch bei den Behörden geholfen. Beispielsweise beim Denkmalschutz – die Fenster waren eher klein. Die Kinder sollten aber natürlich nicht in düsteren Räumen sein. So wurde im Erdgeschoss viel Glas eingebaut. Eine Betriebserlaubnis, ausgesprochen vom zuständigen Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS), liegt auch schon vor.
Er har nachhaltig gebaut, so betont Alfons Bürk: Steine aus den Mauern zum Beispiel wurden nicht entsorgt, sondern sortiert und wieder verwendet. Holzteile kamen wieder an die Wände und geben Zeugnis vom Ehrfurcht einflößenden Alter des Hauses. Dinge wie die sanitären Anlagen für die Kleinen und die Großen beispielsweise müssen aber neu sein. Ein Handwerker ist da am Werk.
Die Kinder sollen mehr an der frischen Luft sein, auch das gehört zum pädagogischen Konzept der Waldorf-Kindergärten. Daher freuen sich die Betreiberinnen auch über den Garten rund ums Haus.
Der Umzug ist für die erste Septemberwoche geplant. Die ebenfalls in Göllsdorf gelegene Kinderkrippe mit zehn Plätzen soll ebenfalls in die Altstadt verlegt werden, berichtete Claudia Roth. Allerdings erst „zu einem späteren Zeitpunkt.“



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