Charmanter Ire mit fantastischen Liedern

Für NRWZ.de+ Abonnenten: 

Bei der „The Yellow Jacket Summer Session“ feiern über 1000 Besucher ausgelassen mit Rea Garvey und seiner Band bei strahlendem Sonnenschein. Ein Höhepunkt des Kultursommers ist damit bereits erreicht, wobei noch einige folgen dürften.

Samstagabend, 18 Uhr, war der Beginn des Einlasses zum Festivalgelände. Es hatte sich bereits eine lange Schlange mit Fans gebildet, welche unbedingt als erstes auf dem Platz sein wollten. Die Einlasskontrolle lief problemlos und organisiert, wenn auch innerhalb kürzester Zeit viel Bürokratie zu verarbeiten war – 3G-Nachweis, Kontaktnachverfolgung, Altersprüfung sowie natürlich die Tickets.

Genug Zeit und Angebote, sich vor Konzertbeginn zu stärken

Vor Beginn des Konzerts hatten die Besucher die Möglichkeit sich kulinarisch zu versorgen. Neben Pommes, Rote Wurst und Schnitzelweckle gab es auch Pizza und Crêpes für die Besucher des Festivals. Auch auf der Getränkekarte wurde einiges angeboten. Dank neuester Corona-Vorgaben des Landes konnte auf Maskentragen und Abstandhalten weitestgehend verzichtet werden, gefühlt ein Novum im kulturellen Bereich seit fast zwei Jahren. Neben einem kleineren Sitzbereich in der Nähe der Essensstände, war der Rest des Platzes unbestuhlt, sodass es sich wirklich einmal wieder um ein Stehkonzert handelte!

Um 20 Uhr betritt Rea Garvey mit seiner Band die Bühne und reißt die Menge mit

Die Besucher des Festivals hielten jedoch überwiegend trotzdem den Abstand zueinander, was zu Beginn des Konzertes, als Rea Garvey um 20 Uhr die Bühne betrat, eindeutig zu sehen war. Die Besucher hatten jedoch richtig gute Laune und feierten zusammen mit der Band das Comeback der Konzertszene. Die Abstände zwischen den Menschen blieben bestehen, waren jedoch kaum mehr wahrnehmbar, da Rea Garvey die Menge vollkommen in seinen Bann zog.

Mit bekannten Songs wie „Is it love?“, „Beautiful Life” oder “Kiss me” heizte er der Menge direkt zu Beginn richtig ein. Er war so energiegeladen und tanzte und sprang auf der ganzen Bühne herum. Auch Coverlieder (bspw. Shawn Mendes – Wonder) und alte Lieder hatte er im Gepäck. Beim Lied „Supergirl“ hörte man die lauten Festivalbesucher bestimmt auch in der Oberstadt und in den angrenzenden Ortschaften. Die Fans haben sich beim Jubel nicht zurückgehalten. 1000 Fans oder 10.000 Fans? Hätte bei der Lautstärke keinen Unterschied gemacht.

Auch Rea Garvey und seine Band hatten richtig Spaß in Oberndorf beim Kultursommer. Nach ein paar heiteren Vergleichen zwischen Oberndorf und seinem Heimatdorf in Irland bedankte er sich bei allen Festivalbesuchern. Normalerweise würde er den Besuchern der Konzerte immer viel Kraft und Durchhaltevermögen wünschen, nicht jedoch in Oberndorf. Hier sind die Leute bereits stark und das freute ihn außerordentlich. Wörtlich sagte Rea: „Es ist tatsächlich das erste normale Konzert seit zwei Jahren“, und bedankte sich bei den Fans.

Rea Garvey geht auf Tuchfühlung mit den Fans und spielt kurzerhand eine neue unveröffentlichte Single

Rea holte während des Konzerts zwei junge Frauen auf die Bühne. Plötzlich standen da jedoch vier Frauen. Und nun? Für Rea Garvey kein Problem. Er setzte kurzerhand alle vier Frauen auf die Bühne. Auch dies zeigt wieder ein Stück Normalität im derzeitigen Corona-Leben, auch wenn die Frauen Masken tragen mussten.

Die Frauen auf der Bühne durften sodann auch gleich mitfilmen, wie Rea Garvey seine neue, noch unveröffentlichte, Single spielte. Das mitreißende Lied mit Trompeten im Hintergrund begeisterte die Menge, macht ihn bereits jetzt zu einem neuen Hit! Die neue Single handelt davon nicht aufzugeben und weiterzumachen, egal was passiert. Auch wenn es vordergründig um die Liebe geht, das Leben hart sein kann, passt es auch zur jetzigen Zeit.

Die Band ist nach dem Konzert wieder aufgeladen

Nach seinem letzten Lied „The One“ – welches natürlich nicht fehlen durfte! – wendete sich Rea Garvey noch einmal an die anwesenden Besucher: „Heute bin ich wieder aufgeladen, heute bin ich wieder stark. Danke dafür, Oberndorf!“ Damit verließ die Band die Bühne, kehrte jedoch bereits kurz darauf zurück und spielte noch einmal zwei Lieder als Zugabe – „Wild Love“ und „Never Giving Up“. Um 21.45 Uhr war dann wirklich Schluss. Die Menge begeistert und verzaubert und auch ein wenig traurig, dass es schon vorbei war.

Auch Andreas Bühnemann, Veranstalter des Kultursommers, zeigte sich zufrieden mit dem Abend. „Wir sind sehr zufrieden. Es kam richtig gut an.“ Alles in allem war der Abend auf dem Kultursommer Oberndorf ein weiterer gelungener Schritt in Richtung Hoffnung und Normalität. Auch wenn der Abend mit Rea Garvey kaum zu übertreffen sein dürfte, bietet der Kultursommer auch in den kommenden Wochen noch weitere Highlights an, für jeden Geschmack etwas dabei.