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Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Mei­nung Leser­brie­fe ”Arbeits­be­din­gun­gen für Arbeit­neh­mer nicht noch mehr ver­schlech­tern”

”Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmer nicht noch mehr verschlechtern”

Leser­brief zu: ”Demo­kra­tie braucht Demo­kra­ten” / Wahl­ver­an­stal­tung des Senio­ren­fo­rums

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Beim The­ma City-Mana­ge­­ment ging es unter ande­rem um ein brei­te­res Gas­­­tro­­no­­mie-Ange­­bot. Zitat Kirs­ten Moos­mann (CDU): „Das Arbeits­zeit­schutz­ge­setz ist die größ­te Hür­de, die nöti­ge Beschäf­ti­gung durch Aus­hil­fen ver­hin­dert. Sol­che Vor­schrif­ten und absur­de Steu­er­re­ge­lun­gen neh­men den Gas­tro­no­men den Spaß an ihrer Arbeit und füh­ren zur Schlie­ßung von Loka­len.“

Dazu möch­te ich Stel­lung neh­men: Mit gro­ßer Ver­wun­de­rung muss­te ich die Aus­sa­gen von Kirs­ten Moos­mann bereits bei der Ver­an­stal­tung zur Kennt­nis neh­men. Ich kann die­sen Aus­füh­run­gen abso­lut nicht zustim­men, was mich zu die­sem Leser­brief ver­an­lass­te.

Unter ande­rem das Arbeits­zeit­ge­setz ist eine gro­ße Errun­gen­schaft nicht nur einer unse­rer Vor­gän­ger­ge­nera­tio­nen, die lan­ge und hart erkämpft wur­de!

Die­se gesetz­li­chen, sowie auch vie­le tarif­li­chen Rege­lun­gen sind zum Schutz der Arbeit­neh­mer geschaf­fen wor­den. Es ist scha­de, wenn sol­che Vor­schrif­ten den Arbeit­ge­bern „den Spaß an ihrer Arbeit neh­men“, es ist aber nicht ziel­füh­rend, des­halb die Arbeits­be­din­gun­gen für Arbeit­neh­mer noch mehr zu ver­schlech­tern!

Das gesamt­ge­sell­schaft­li­che Pro­blem ist nicht durch die­se Rege­lung bedingt, son­dern kommt viel­mehr daher, dass Beschäf­tig­te, nicht nur in der Gas­tro­no­mie, oft nicht mehr von nur einem Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis ihren Lebens­un­ter­halt bestrei­ten kön­nen. Ganz zu schwei­gen davon, dass es nahe­zu nicht mehr mög­lich ist mit einem Gehalt eine Fami­lie zu grün­den bezie­hungs­wei­se die­se auch zu ver­sor­gen. Das nimmt mei­ner Mei­nung nach den Beschäf­tig­ten mehr und mehr „den Spaß an der Arbeit“.

Somit soll­ten die Rah­men­be­din­gun­gen für Arbeit­neh­mer und Arbeit­ge­ber in Schram­berg, sowie bun­des­weit, wie­der so gestal­tet wer­den, dass es nicht not­wen­dig ist, über meist sogar meh­re­re Mini-Jobs das Gehalt auf­zu­sto­cken.

Die von Frau Moos­mann in der Ver­an­stal­tung ange­spro­che­nen steu­er­li­chen Opti­mie­run­gen für Gas­tro­no­men soll­ten sogar wesent­lich aus­ge­wei­tet wer­den! Dies aller­dings mit der Ziel­rich­tung, wie­der mehr Vol­l­­­zeit-Beschäf­­ti­gungs­­­ver­­häl­t­­nis­­se zu schaf­fen.

Auf dass zukünf­tig wie­der alle Spaß an ihrer Arbeit haben und auf eine enkel­taug­li­che Zukunft!

Mar­kus Kret­sch­mann, Schram­berg

 

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