Rottweil – An Christi Himmelfahrt hat die Heilig-Kreuz-Gemeinde den Festtag mit einem gut besuchten Gottesdienst im Rottweiler Münster begangen, musikalisch gestaltet vom Münsterchor und Trompeter Volker Braun. Im Anschluss fand – witterungsbedingt im Kirchenraum – eine Flurprozession im Beisein der 15 Handwerkerzünfte mit ihren jahrhundertealten Laternen statt, bei der Vikar Nico Schmid mit dem Kreuzreliquiar Fürbitten für Arbeit, Flüchtlinge und Frieden in den von Kriegen erschütterten Regionen der Welt vortrug.
Die Apostelgeschichte berichtet, Jesus sei nach seiner Auferstehung von den Toten noch 40 Tage bei seinen Jüngern gewesen und wurde dann „vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.“ Nach biblischer Überlieferung soll Jesus von der höchsten Stelle des Ölbergs aus zum Himmel aufgefahren sein. Dort steht östlich der Altstadt von Jerusalem seit alter Zeit die Himmelfahrtskapelle. Die Kirche feiert das Fest Christi Himmelfahrt schon seit dem Jahre 370.
Die Heilig-Kreuz-Gemeinde hat den Tag mit einem festlichen Gottesdienst begonnen, der gut besucht war und den der Münsterchor musikalisch mitgestaltet hat. Volker Braun brachte mit seiner Trompete einen besonders festlichen Ton in die Kirche. Vikar Nico Schmid sagte in seiner Ansprache, um Christus zu sehen müsse man nicht in den Himmel schauen. Überall begegneten wir Christus. Die Schöpfung sei Gottes Werk und sein Geschenk an uns. Damit der Himmel offen bleibe, hätten wir hier auf der Erde alle Hände voll zu tun. Wir dürften uns nicht heraushalten aus der Diskussion um die Erde.
Nach alter Tradition sind bei uns mit diesem Tag Flurprozessionen verbunden. Weil das Wetter aber unsicher und genau zum Beginn der Prozession regnerisch war, fand diese im Stil einer Monatsprozession in der Kirche statt. Vikar Schmid zog mit dem kostbaren Kreuzreliquiar, begleitet von den Vertretern der 15 Handwerkerzünfte mit ihren 30 jahrhundertealten Laternen durchs Münster. Vom Ambo aus wurden die einzelnen „Stationen“ gehalten und die Fürbitten vorgetragen. Die Bitten der Gläubigen galten dem Anliegen, dass alle Menschen Arbeit finden und mit einem gerechten Lohn für ihre Arbeit ihr tägliches Auskommen haben. Eine andere Bitte galt den vielen Flüchtlingen auf dieser Welt, die nirgendwo willkommen sind. In einer besonderen Fürbitte gedachte man auch der vielen aktuellen Kriege auf dieser Welt und dem damit verbundenen Leid. Am Ende des Gottesdienstes erteilte Vikar Schmid den Segen mit dem Kreuzpartikel, danach sangen alle das Rottweiler Marienlied.
Vikar Nico Schmid trägt bei der Prozession den Kreuzpartikel
Foto: Berthold Hildebrand
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