Im Rahmen des Jubiläumsprogramms „40 Jahre Bürgerinitiative“ fand in Kooperation mit der Energiegenossenschaft KlimaRegionRottweil eine Energiestadtführung mit sieben konkreten Beispielen statt.
Rottweil – Architektin Marianne Wucher stellte ein renoviertes Haus in der Metzgergasse vor, das mit Innendämmung und einer guten Dachdämmung energetisch saniert wurde. Auf dem Dach wurde eine PV-Anlage installiert, die im Innenstadtbereich kaum sichtbar ist. In der Kaiserstraße wird ein Vierfamilienhaus mit einer komplett neuen Infrastruktur und mit einer PV-Anlage nachhaltig kernsaniert. Eine Wärmepumpe versorgt eine Lehmwandheizung.
Auf eine besondere PV-Anlage wies Jutta Gaukler hin. In der Durschstraße wurde nicht nur auf dem Dach sondern auch an der Südwand eine Fassaden-PV-Anlage errichtet. Durch die vertikale Ausrichtung erzeugt diese Anlage auch im Winter viel Strom, wenn die Sonne tief steht.
Die Energiegenossenschaft KlimaRegionRottweil hat schon in mehrere PV-Anlagen investiert. Simon Spreter erläutert den geplanten Bürger-Energiepark Berner Feld. Es ist eine Freiflächenanlage mit 4400 kWp und einem Stromspeicher mit 10.000 kWh geplant. Der Bau soll noch in diesem Jahr erfolgen. Dieses Jahr von der KlimaRegionRottweil schon fertiggestellt ist die PV-Anlage auf dem Schwimmhallendach der Eichendorff-Schule. Sie hat eine Leistung von 30 kWp und einen Stromspeicher zur Optimierung des Anlagenbetriebs. Der Betreiber der Anlage ist die Stadt Rottweil.
Der Arbeitskreis Klimaschutz der Lokalen Agenda 21 Rottweil setzt sich schon seit vielen Jahren für Windräder bei Rottweil ein, berichtete Johannes Haug. Inzwischen ist im Bereich von Neukirch ein großes Vorranggebiet für Windenergie ausgewiesen worden. Im Stadtwald von Rottweil sollen dort zwei oder drei Windräder gebaut werden. Es ist vorgesehen, dass sich daran auch die KlimaRegionRottweil beteiligt. Die Fertigstellung der Windräder ist für 2029 geplant. Ganz neu ist, dass sich die KlimaRegionRottweil auch am Neubau des stillstehenden Windrads an der B 462 in Zimmern beteiligen will.
Daniel Seifried berichtete über Das Terra-Preta-Projekt der KlimaRegionRottweil. „Terra Preta ist ein Bodensystem, bei dem es darum geht, mithilfe einer speziellen Pflanzenkohle Bedingungen zu schaffen, welche dazu führen, dass kontinuierlich Humus aufgebaut wird und die Bodenfruchtbarkeit stetig zunimmt. Durch die langfristige Speicherung von Kohlendioxid kann die CO2-Konzentration gesenkt und der Klimawandel gebremst werden.
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