Das Droste-Hülshoff-Gymnasium in Rottweil weiht am 18. September seinen Neubau ein. Die Sanierung und Erweiterung der Schule haben ein Gesamtvolumen von rund 20 Millionen Euro. Der Anbau bringt einen neuen Eingangsbereich, eine flexibel nutzbare Aula und mehr Möglichkeiten für selbstständiges Lernen. Ein Schulfest soll später folgen.
ROTTWEIL. Nach langen Bauarbeiten steht am Droste-Hülshoff-Gymnasium die formelle Einweihung des Neubaus an: Sie ist für den 18. September angekündigt. Für die Schulgemeinschaft soll es außerdem eine eigene Feier im Rahmen der Projekttage geben. Mit der Sanierung und Erweiterung, deren Gesamtvolumen bei rund 20 Millionen Euro liegt, gehört das Vorhaben zu den großen Baumaßnahmen der Stadt.
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Mehr Möglichkeiten für modernes Lernen
Der Anbau gibt dem Gymnasium einen repräsentativen Eingangsbereich und eine Aula, die im Schulalltag Platz für zwei Musiksäle bietet. Offene Lernbereiche, sogenannte Marktplätze, stehen den Schülerinnen und Schülern für eigenständiges Arbeiten zur Verfügung. Außerdem entfallen für manche Unterrichtsstunden die Wege in Räume der Nachbarschulen.
Die Schule bleibt nach Angaben von Schulleiter Stefan Maier auch nach Sanierung und Erweiterung dreizügig. Das bedeutet, dass es weiterhin drei Klassen pro Jahrgang gibt. Die neuen Räume schaffen damit vor allem zusätzliche Möglichkeiten für moderne Unterrichtsformen. Nach der langen Bauzeit freut sich die Schule laut Maier zudem darauf, wieder einen richtigen Pausenhof zu haben.
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Sanierung und Neubau in mehreren Etappen
Der Umbau begann mit dem offiziellen Spatenstich für den ersten Bauabschnitt Mitte Januar 2020. Zunächst wurden die beiden bestehenden Gebäudeteile A und B saniert. Dort sind unter anderem Klassenräume, ein Werkraum mit Selbstlernzentrum, das Rektorat, das Lehrerzimmer und die Verwaltung untergebracht.
Im Frühjahr 2023 folgte der Spatenstich für den Teilneubau als dritten Bauabschnitt. Im November desselben Jahres wurde Richtfest gefeiert. Damals hatte die Stadt die Fertigstellung noch für Ende 2024 angekündigt. Die Einweihung findet damit deutlich später statt als seinerzeit vorgesehen.
Maier bewertet den Ablauf der Bauarbeiten insgesamt positiv. Schwierig sei die eingeschränkte Nutzung des Schulgeländes gewesen, Lärm dagegen nie ein großes Thema. Die Gründe für die zeitliche Verschiebung werden in dem vorliegenden Bericht zur Einweihung nicht erläutert.
Wärmepumpe und Sonnenstrom
Zum Neubau gehört auch ein neues Energiekonzept. Eine Wärmepumpe dient der Beheizung und Kühlung, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach soll einen Teil des Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen decken. Die Stadt verbindet mit den modernen Räumen und dem hohen energetischen Standard bessere Bedingungen für das Lernen.
Die rund 20 Millionen Euro beziehen sich auf die gesamte Sanierung und Erweiterung, nicht allein auf den Anbau. Beim Richtfest im November 2023 hatte die Stadt für den Neubau 8,36 Millionen Euro und für die Gesamtmaßnahme gut 17 Millionen Euro veranschlagt. Eine aktuelle Aufschlüsselung der Gesamtsumme nach Bauabschnitten liegt für diesen Entwurf nicht vor.
Ein weiterer Bauabschnitt steht noch aus
Mit der Einweihung sind die Arbeiten am DHG noch nicht in allen Teilen abgeschlossen. Als vierter Bauabschnitt ist der Abriss eines Gebäudes im hinteren Schulbereich vorgesehen. Zunächst soll jedoch am benachbarten Albertus-Magnus-Gymnasium gearbeitet werden. Nach dem im Mai veröffentlichten Plan soll der zum Abriss vorgesehene Gebäuderiegel zwischenzeitlich Schülerinnen und Schüler des AMG aufnehmen, wenn deren Schule saniert wird. Auf diese Weise soll eine millionenschwere Containerlösung vermieden werden.
Für das DHG steht nun zunächst der neue Schulbereich im Mittelpunkt. Die formelle Einweihung am 18. September und das später geplante Fest im Rahmen der Projekttage sollen dabei zwei getrennte Anlässe sein.
