Benachrichtigung
NRWZ-Dossier · Waldbrand Schramberg

Das Feuer am Tösberg und seine Folgen

Rund 20 Hektar betroffene Waldfläche, bis zu 400 Einsatzkräfte und Helfer – und eine mehr als vierwöchige Straßensperrung. Nach der Sicherung des Hangs ist die L 108 zwischen Schramberg und Lauterbach wieder befahrbar.

L 108 wieder freigegeben Zusätzliche Stahldrahtnetze sichern den Hang gegen Steinschlag. Laut Freigabemeldung fahren die Busse ab Mittwoch wieder nach regulärem Fahrplan; die Schüler-Sonderlinien entfallen.
20 ha betroffene Waldfläche laut damaliger Schadensbilanz
bis zu 400 Einsatzkräfte und Helfer beim Brand
28 Wasserabwürfe während des Löscheinsatzes
400.000 € erste Schadensschätzung der Polizei, keine abschließende Gesamtkostenbilanz

Hintergrundbild aus der Berichterstattung zum Brand. Die Kennzahlen beziehen sich auf das Brandereignis, nicht auf die spätere Hangsicherung.

Aktualisiert · Straßenfreigabe nach Hangsicherung

Die L 108 ist wieder offen

Nach gut vier Wochen Vollsperrung ist die Verbindung zwischen Schramberg und Lauterbach wieder für den Verkehr freigegeben. Stadt und Landkreis haben die Öffnung nach eigenen Angaben mit dem Regierungspräsidium abgestimmt.

Bei einem Vor-Ort-Termin vor der Freigabe zeigte sich, dass an zwei Stellen im Hang zusätzliche Sicherungen nötig waren. Die Firma Sachtleben brachte deshalb im oberen Hangbereich weitere hochfeste Stahldrahtnetze gegen Steinschlag an.

Anschließend begutachtete das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) den Hang erneut. Nach der in der Freigabemeldung wiedergegebenen Einschätzung gewährleisten die getroffenen Maßnahmen die erforderliche Sicherheit für den Straßenverkehr.

Busse ab Mittwoch, 16.09.2026, wieder regulär

Laut Freigabemeldung fahren ab 16. September '26 alle Busse wieder nach regulärem Fahrplan. Die während der Sperrung eingerichteten Sonderlinien für Schülerinnen und Schüler entfallen ebenfalls ab Mittwoch.

Straßenfreigabe ist keine Freigabe der Brandfläche

Die Meldung bestätigt die Öffnung der L 108. Eine Aufhebung des zuvor angeordneten Betretungsverbots für die Brandfläche oder eine Freigabe der betroffenen Fuß- und Wanderwege geht daraus nicht hervor. Bestehende Absperrungen und behördliche Hinweise vor Ort sind weiterhin zu beachten.

Straßenverkehr

Direkte Verbindung wieder nutzbar

Die durch die Vollsperrung unterbrochene Verbindung zwischen Schramberg und Lauterbach ist wieder befahrbar. Die sperrungsbedingte weite Umleitung ist damit für diese Strecke nicht mehr erforderlich.

Sicherung

Nachbesserung an zwei Stellen

Zusätzliche hochfeste Stahldrahtnetze ergänzen den Steinschlagschutz im oberen Hangbereich. Zuvor waren Forstarbeiten, die Beräumung von losem Fels und der Aufbau der Schutzmaßnahmen erforderlich.

Einordnung

Freigabe nach Begutachtung

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr verweist auf die Belastung durch die Umleitung und die notwendige Sicherheitsbewertung. Landrat Christoph Keckeisen betont den Aufwand für die Untersuchung und Sicherung des Hangs nach dem Brand.

NRWZ-Berichte

Berichte zum Waldbrand und seinen Folgen

Straßenfreigabe, Hangsicherung, Einsatzverlauf und die Lehren aus dem Brand. Bei älteren Artikeln bitte das Veröffentlichungsdatum beachten: Frühere Sperrungshinweise beschreiben den damaligen Stand.

Rückblick · Der Löscheinsatz im August

Wasser, Wege und Steinschlag als zentrale Probleme

Der Brand brach am Sonntag, 16. August 2026, gegen 17.30 Uhr westlich des Junghansareals aus. Trockenheit, Wind und die Steillage erschwerten den Einsatz.

Der steile Hang ließ kaum direkte Angriffe zu. Material musste hinaufgetragen und gefährdete Bereiche mussten geräumt werden. Ein 30.000-Liter-Behälter war rasch geleert. Auch das Hydrantennetz stieß an Grenzen.

Ein Hochleistungs-Fördersystem aus Reutlingen lieferte 3000 bis 5000 Liter pro Minute. Am Montag halfen 28 Wasserabwürfe eines Löschhubschraubers dabei, zwei kaum erreichbare Hotspots unter Kontrolle zu bringen.

Bergwacht sichert Feuerwehrkräfte im Steilhang
Arbeiten im Steilhang während des Einsatzes. Foto: Bergwacht Rottweil
17.37 Uhr erste Alarmierung am 16. August
30.000 Liter erster Wasservorrat
3000–5000 l/min Hochleistungs-Fördersystem
1 Verletzter helfender Landwirt laut damaliger Berichterstattung

Chronologie

Vom ersten Notruf bis zur Straßenfreigabe

Die Entwicklung seit dem Brand im August 2026. Sperrungen und Gefahrenhinweise innerhalb der Chronologie sind dem jeweiligen damaligen Stand zugeordnet.

16. August, 17.37 Uhr

Alarmierung

Schon auf der Anfahrt ist starke Rauchentwicklung sichtbar. Die Alarmstufe wird erhöht.

16. August, abends

Rasche Ausbreitung

Die L 108 wird gesperrt, die 110-kV-Leitung abgeschaltet. Kräfte aus mehreren Landkreisen rücken an.

Nacht zum 17. August

Hunderte Kräfte

Rund 330 Kräfte sind gleichzeitig vor Ort. Insgesamt sind laut damaliger Berichterstattung bis zu 400 Einsatzkräfte und Helfer beteiligt.

17. August

28 Wasserabwürfe

Zwei kaum erreichbare Hotspots werden aus der Luft bekämpft.

17. August, nachmittags

Brand unter Kontrolle

Die Ausbreitung ist gestoppt, Nachlöscharbeiten beginnen.

18. August

Erste Schadensschätzung

Die Polizei nennt rund 20 Hektar betroffene Waldfläche und einen Sachschaden von etwa 400.000 Euro. Das ist eine erste Schätzung, keine abschließende Bilanz einschließlich aller Folgekosten.

19. August

Kontrollierte Nachlöscharbeiten

Die Feuerwehr arbeitet sich abschnittsweise durch das Gelände, um Glutnester zu finden. Steinschlaggefahr wird als Grund für die anhaltende Straßensperrung genannt.

20. August

Ministerin vor Ort

Marion Gentges spricht über Löschwasser, Zugänge und Spezialfahrzeuge.

21. August

Offizielles Betretungsverbot

Das Landratsamt Rottweil erlässt eine Verfügung: Die Brandfläche im Gewann Tösberg darf bis auf Weiteres nicht betreten werden. Eine Aufhebung dieser Verfügung ist in der späteren Straßenfreigabemeldung nicht enthalten.

23. August

Erneute Rauchentwicklung

Im oberen Bereich des Brandgebiets steigt nochmals Rauch auf. Die Feuerwehr verhindert ein neues Ausbrechen des Feuers.

25. August

Entschädigung für Landwirte

Die Stadt Schramberg informiert: Landwirte, die beim Löscheinsatz mit eigenen Wasser- und Güllefässern halfen, können Sachschäden erstattet bekommen.

27. August

Rettungsdienst muss umdisponieren

Wegen der damals anhaltenden Sperrung der L 108 müssen Rettungswagen für Lauterbach aus Hornberg und Schiltach kommen.

29. August bis 2. September

Spezialfahrzeuge und politische Reaktionen

Das Land übergibt neue geländegängige Tanklöschfahrzeuge für Waldbrandeinsätze; eines wird in Schönwald stationiert. Bei der Einweihung des erweiterten Feuerwehrstandorts in Sulgen wird der Waldbrand als prägendes Ereignis genannt. Die Brandursache ist zu diesem Zeitpunkt weiterhin ungeklärt.

Vor der Straßenfreigabe

Zusätzliche Sicherungen an zwei Stellen

Ein Vor-Ort-Termin zeigt weiteren Sicherungsbedarf. Die Firma Sachtleben ergänzt im oberen Hangbereich hochfeste Stahldrahtnetze gegen Steinschlag.

Nach gut vier Wochen Vollsperrung

L 108 wieder befahrbar

Nach erneuter Begutachtung durch das LGRB wird die Straße in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium freigegeben. Die Fachleute sehen die erforderliche Sicherheit für den Straßenverkehr durch die Maßnahmen gewährleistet.

Ab Mittwoch, 16.09.2026, laut Freigabemeldung

Busverkehr kehrt zum regulären Fahrplan zurück

Alle Busse fahren wieder nach Fahrplan. Die Sonderlinien für Schülerinnen und Schüler entfallen.

Folgen und aktueller Stand

Was wieder möglich ist – und was offenbleibt

L 108

Verbindung wieder offen

Die Straße zwischen Schramberg und Lauterbach ist nach Abschluss der ergänzenden Sicherungsmaßnahmen wieder für den Verkehr freigegeben.

Umleitung

Direkter Weg wieder befahrbar

Während der Vollsperrung führte die weite Umleitung unter anderem über Hardt und Fohrenbühl. Mit der Öffnung der L 108 steht die direkte Verbindung wieder zur Verfügung.

Brandfläche und Wege

Keine pauschale Freigabe

Die neue Meldung betrifft die Landesstraße. Sie enthält keine Bestätigung, dass das Betretungsverbot der Brandfläche aufgehoben oder sämtliche betroffenen Fuß- und Wanderwege freigegeben wurden.

Busverkehr

Ab Mittwoch wieder regulär

Laut Freigabemeldung verkehren die Busse ab Mittwoch wieder nach regulärem Fahrplan. Die Schüler-Sonderlinien entfallen ebenfalls ab diesem Tag.

Strom · Rückblick

Leitung wieder in Betrieb

Die während des Brandes abgeschaltete Leitung wurde nach der damaligen Berichterstattung wieder in Betrieb genommen. Die Abschaltung blieb für Kunden unbemerkt.

Brandursache

Keine neue Erkenntnis in der Freigabemeldung

Der bisherige Dossierstand nennt eine ungeklärte Ursache und keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung. Die neue Mitteilung zur Straßenöffnung enthält keine Aktualisierung der Ermittlungen.

Schadenssumme und Sicherungskosten nicht verwechseln

Die im Dossier genannten 400.000 Euro stammen aus der ersten polizeilichen Schadensschätzung nach dem Brand. Die Freigabemeldung nennt keine abschließenden Kosten für Forstarbeiten, Felsberäumung und Hangsicherung.

Die Lehren

Was nach dem Brand diskutiert wurde

Bessere Waldzugänge, mehr spezialisierte Fahrzeuge, Wasserrückhalt und gemeinsame Übungen wurden nach dem Einsatz als Handlungsfelder benannt. Die Debatte darüber ist von der inzwischen erfolgten Straßenfreigabe zu unterscheiden.

Zugänge sichern

Wege können über die Erreichbarkeit eines Brandherds entscheiden.

Spezialfahrzeuge verteilen

Kleinere geländegängige Fahrzeuge könnten Anfahrtszeiten verkürzen.

Wasser zurückhalten

Trockenheit und schwache Zuflüsse verschärften die Probleme beim Einsatz.

Gemeinsam üben

Feuerwehr und Forst sollen Abläufe gemeinsam betrachten.

Ministerin Marion Gentges beim Ortstermin in Schramberg nach dem Waldbrand
Ortstermin nach dem Brand. Foto: Peter Arnegger

FAQ

Häufige Fragen

Ist die L 108 zwischen Schramberg und Lauterbach wieder offen?

Ja. Nach gut vier Wochen Vollsperrung wurde sie nach Angaben von Stadt und Landkreis in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium wieder freigegeben. Vorausgegangen waren ergänzende Sicherungsmaßnahmen und eine erneute Begutachtung durch das LGRB.

Warum hat die Sperrung so lange gedauert?

Nach dem Brand bestand Steinschlaggefahr. Forstarbeiten, die Beräumung von losem Fels und der Aufbau von Schutzmaßnahmen mussten aufeinander abgestimmt werden. Vor der Freigabe war an zwei Stellen eine zusätzliche Sicherung des oberen Hangs erforderlich.

Was wurde am Hang zusätzlich gesichert?

Die Firma Sachtleben brachte im oberen Hangbereich weitere hochfeste Stahldrahtnetze gegen Steinschlag an. Nach der anschließenden Begutachtung bewertete das LGRB die Maßnahmen als ausreichend für die erforderliche Sicherheit des Straßenverkehrs.

Wann fahren die Busse wieder regulär?

Laut Freigabemeldung fahren ab 26. September 2026 alle Busse wieder nach regulärem Fahrplan. Die Sonderlinien für Schülerinnen und Schüler entfallen ebenfalls ab Mittwoch.

Darf ich wieder durch die Brandfläche oder über alle Wanderwege gehen?

Das lässt sich aus der Straßenfreigabe nicht ableiten. Für die Brandfläche war am 21. August ein Betretungsverbot angeordnet worden. Eine Aufhebung dieses Verbots oder eine vollständige Freigabe der betroffenen Fuß- und Wanderwege ist in der neuen Meldung nicht enthalten. Beachten Sie die Absperrungen und behördlichen Hinweise vor Ort.

Ist der Waldbrand gelöscht?

Nach dem im Dossier dokumentierten Verlauf wurde die Ausbreitung am 17. August gestoppt. Es folgten Nachlöscharbeiten und weitere Einsätze gegen Glutnester beziehungsweise erneute Rauchentwicklung. Die spätere Straßensperrung wurde mit der Steinschlaggefahr begründet, nicht mit einem weiterhin laufenden Großbrand.

Wie groß ist die betroffene Fläche?

Nach der damaligen polizeilichen Schadensbilanz sind rund 20 Hektar Wald betroffen.

Wie viele Kräfte waren beteiligt?

Nach der im Dossier zusammengefassten Einsatzberichterstattung waren insgesamt bis zu 400 Einsatzkräfte und Helfer beteiligt.

Was ist über die Brandursache bekannt?

Der bisherige Dossierstand nennt eine ungeklärte Ursache. Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung waren darin nicht dokumentiert. Die neue Freigabemeldung enthält keine zusätzlichen Angaben zur Ursache oder zum Stand der Ermittlungen.

Sind die 400.000 Euro bereits die gesamten Kosten?

Nein, die Zahl bezeichnet die erste Schadensschätzung der Polizei nach dem Brand. Sie ist keine abschließende Gesamtkostenbilanz. Zu den Kosten der späteren Sicherungsarbeiten macht die Freigabemeldung keine Angaben.

Stand und Transparenz

Aktuelle Lage und historischer Verlauf getrennt

Redaktionell überarbeitet am 15. September 2026. Die Straßenfreigabe und die angekündigte Rückkehr zum regulären Busfahrplan sind eingearbeitet. Frühere Sperrungsinformationen bleiben in der Chronologie als damaliger Stand erhalten.

  • Aktualisierung: Der Redaktion vorliegende Meldung zur Freigabe der L 108 nach Angaben von Stadt Schramberg und Landkreis Rottweil. Sie beschreibt die zusätzlichen Stahldrahtnetze, die erneute LGRB-Begutachtung und die Abstimmung mit dem Regierungspräsidium.
  • Busverkehr: Die Freigabemeldung kündigt den regulären Fahrplan und den Wegfall der Schüler-Sonderlinien „ab Mittwoch“ an. In der für diese Überarbeitung bereitgestellten Fassung fehlt eine Datumszeile; ein konkretes Kalenderdatum wurde deshalb nicht ergänzt.
  • Historische Angaben: Bisherige NRWZ-Berichterstattung vor Ort sowie Angaben von Polizei, Feuerwehr, Stadt Schramberg, Landratsamt, Bergwacht und Stadtwerken. Historische Kennzahlen wurden nicht als neue Abschlussbilanz ausgegeben.
  • Weiterhin nicht geklärt: Eine Aufhebung des Betretungsverbots für die Brandfläche, die vollständige Freigabe betroffener Fuß- und Wanderwege, neue Erkenntnisse zur Brandursache und eine abschließende Kostenbilanz gehen aus der Freigabemeldung nicht hervor.

Diese Seite ist ein redaktionelles Informationsangebot der NRWZ. Die Aktualisierung fasst die bereitgestellte Meldung in eigenen Worten zusammen. Für konkrete Wegefreigaben und örtliche Einschränkungen sind die behördlichen Hinweise maßgeblich.

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