L 108 zwischen Schramberg und Lauterbach wieder frei
Nach gut vier Wochen Vollsperrung ist die L 108 zwischen Schramberg und Lauterbach wieder befahrbar. Zusätzliche Stahldrahtnetze sichern...
WeiterlesenRund 20 Hektar betroffene Waldfläche, bis zu 400 Einsatzkräfte und Helfer – und eine mehr als vierwöchige Straßensperrung. Nach der Sicherung des Hangs ist die L 108 zwischen Schramberg und Lauterbach wieder befahrbar.
Hintergrundbild aus der Berichterstattung zum Brand. Die Kennzahlen beziehen sich auf das Brandereignis, nicht auf die spätere Hangsicherung.
Aktualisiert · Straßenfreigabe nach Hangsicherung
Nach gut vier Wochen Vollsperrung ist die Verbindung zwischen Schramberg und Lauterbach wieder für den Verkehr freigegeben. Stadt und Landkreis haben die Öffnung nach eigenen Angaben mit dem Regierungspräsidium abgestimmt.
Bei einem Vor-Ort-Termin vor der Freigabe zeigte sich, dass an zwei Stellen im Hang zusätzliche Sicherungen nötig waren. Die Firma Sachtleben brachte deshalb im oberen Hangbereich weitere hochfeste Stahldrahtnetze gegen Steinschlag an.
Anschließend begutachtete das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) den Hang erneut. Nach der in der Freigabemeldung wiedergegebenen Einschätzung gewährleisten die getroffenen Maßnahmen die erforderliche Sicherheit für den Straßenverkehr.
Laut Freigabemeldung fahren ab 16. September '26 alle Busse wieder nach regulärem Fahrplan. Die während der Sperrung eingerichteten Sonderlinien für Schülerinnen und Schüler entfallen ebenfalls ab Mittwoch.
Die Meldung bestätigt die Öffnung der L 108. Eine Aufhebung des zuvor angeordneten Betretungsverbots für die Brandfläche oder eine Freigabe der betroffenen Fuß- und Wanderwege geht daraus nicht hervor. Bestehende Absperrungen und behördliche Hinweise vor Ort sind weiterhin zu beachten.
Die durch die Vollsperrung unterbrochene Verbindung zwischen Schramberg und Lauterbach ist wieder befahrbar. Die sperrungsbedingte weite Umleitung ist damit für diese Strecke nicht mehr erforderlich.
Zusätzliche hochfeste Stahldrahtnetze ergänzen den Steinschlagschutz im oberen Hangbereich. Zuvor waren Forstarbeiten, die Beräumung von losem Fels und der Aufbau der Schutzmaßnahmen erforderlich.
Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr verweist auf die Belastung durch die Umleitung und die notwendige Sicherheitsbewertung. Landrat Christoph Keckeisen betont den Aufwand für die Untersuchung und Sicherung des Hangs nach dem Brand.
NRWZ-Berichte
Straßenfreigabe, Hangsicherung, Einsatzverlauf und die Lehren aus dem Brand. Bei älteren Artikeln bitte das Veröffentlichungsdatum beachten: Frühere Sperrungshinweise beschreiben den damaligen Stand.
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WeiterlesenRückblick · Der Löscheinsatz im August
Der Brand brach am Sonntag, 16. August 2026, gegen 17.30 Uhr westlich des Junghansareals aus. Trockenheit, Wind und die Steillage erschwerten den Einsatz.
Der steile Hang ließ kaum direkte Angriffe zu. Material musste hinaufgetragen und gefährdete Bereiche mussten geräumt werden. Ein 30.000-Liter-Behälter war rasch geleert. Auch das Hydrantennetz stieß an Grenzen.
Ein Hochleistungs-Fördersystem aus Reutlingen lieferte 3000 bis 5000 Liter pro Minute. Am Montag halfen 28 Wasserabwürfe eines Löschhubschraubers dabei, zwei kaum erreichbare Hotspots unter Kontrolle zu bringen.

Chronologie
Die Entwicklung seit dem Brand im August 2026. Sperrungen und Gefahrenhinweise innerhalb der Chronologie sind dem jeweiligen damaligen Stand zugeordnet.
Schon auf der Anfahrt ist starke Rauchentwicklung sichtbar. Die Alarmstufe wird erhöht.
Die L 108 wird gesperrt, die 110-kV-Leitung abgeschaltet. Kräfte aus mehreren Landkreisen rücken an.
Rund 330 Kräfte sind gleichzeitig vor Ort. Insgesamt sind laut damaliger Berichterstattung bis zu 400 Einsatzkräfte und Helfer beteiligt.
Zwei kaum erreichbare Hotspots werden aus der Luft bekämpft.
Die Ausbreitung ist gestoppt, Nachlöscharbeiten beginnen.
Die Polizei nennt rund 20 Hektar betroffene Waldfläche und einen Sachschaden von etwa 400.000 Euro. Das ist eine erste Schätzung, keine abschließende Bilanz einschließlich aller Folgekosten.
Die Feuerwehr arbeitet sich abschnittsweise durch das Gelände, um Glutnester zu finden. Steinschlaggefahr wird als Grund für die anhaltende Straßensperrung genannt.
Marion Gentges spricht über Löschwasser, Zugänge und Spezialfahrzeuge.
Das Landratsamt Rottweil erlässt eine Verfügung: Die Brandfläche im Gewann Tösberg darf bis auf Weiteres nicht betreten werden. Eine Aufhebung dieser Verfügung ist in der späteren Straßenfreigabemeldung nicht enthalten.
Im oberen Bereich des Brandgebiets steigt nochmals Rauch auf. Die Feuerwehr verhindert ein neues Ausbrechen des Feuers.
Die Stadt Schramberg informiert: Landwirte, die beim Löscheinsatz mit eigenen Wasser- und Güllefässern halfen, können Sachschäden erstattet bekommen.
Wegen der damals anhaltenden Sperrung der L 108 müssen Rettungswagen für Lauterbach aus Hornberg und Schiltach kommen.
Das Land übergibt neue geländegängige Tanklöschfahrzeuge für Waldbrandeinsätze; eines wird in Schönwald stationiert. Bei der Einweihung des erweiterten Feuerwehrstandorts in Sulgen wird der Waldbrand als prägendes Ereignis genannt. Die Brandursache ist zu diesem Zeitpunkt weiterhin ungeklärt.
Ein Vor-Ort-Termin zeigt weiteren Sicherungsbedarf. Die Firma Sachtleben ergänzt im oberen Hangbereich hochfeste Stahldrahtnetze gegen Steinschlag.
Nach erneuter Begutachtung durch das LGRB wird die Straße in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium freigegeben. Die Fachleute sehen die erforderliche Sicherheit für den Straßenverkehr durch die Maßnahmen gewährleistet.
Alle Busse fahren wieder nach Fahrplan. Die Sonderlinien für Schülerinnen und Schüler entfallen.
Folgen und aktueller Stand
Die Straße zwischen Schramberg und Lauterbach ist nach Abschluss der ergänzenden Sicherungsmaßnahmen wieder für den Verkehr freigegeben.
Während der Vollsperrung führte die weite Umleitung unter anderem über Hardt und Fohrenbühl. Mit der Öffnung der L 108 steht die direkte Verbindung wieder zur Verfügung.
Die neue Meldung betrifft die Landesstraße. Sie enthält keine Bestätigung, dass das Betretungsverbot der Brandfläche aufgehoben oder sämtliche betroffenen Fuß- und Wanderwege freigegeben wurden.
Laut Freigabemeldung verkehren die Busse ab Mittwoch wieder nach regulärem Fahrplan. Die Schüler-Sonderlinien entfallen ebenfalls ab diesem Tag.
Die während des Brandes abgeschaltete Leitung wurde nach der damaligen Berichterstattung wieder in Betrieb genommen. Die Abschaltung blieb für Kunden unbemerkt.
Der bisherige Dossierstand nennt eine ungeklärte Ursache und keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung. Die neue Mitteilung zur Straßenöffnung enthält keine Aktualisierung der Ermittlungen.
Die im Dossier genannten 400.000 Euro stammen aus der ersten polizeilichen Schadensschätzung nach dem Brand. Die Freigabemeldung nennt keine abschließenden Kosten für Forstarbeiten, Felsberäumung und Hangsicherung.
Die Lehren
Bessere Waldzugänge, mehr spezialisierte Fahrzeuge, Wasserrückhalt und gemeinsame Übungen wurden nach dem Einsatz als Handlungsfelder benannt. Die Debatte darüber ist von der inzwischen erfolgten Straßenfreigabe zu unterscheiden.
Wege können über die Erreichbarkeit eines Brandherds entscheiden.
Kleinere geländegängige Fahrzeuge könnten Anfahrtszeiten verkürzen.
Trockenheit und schwache Zuflüsse verschärften die Probleme beim Einsatz.
Feuerwehr und Forst sollen Abläufe gemeinsam betrachten.

FAQ
Ja. Nach gut vier Wochen Vollsperrung wurde sie nach Angaben von Stadt und Landkreis in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium wieder freigegeben. Vorausgegangen waren ergänzende Sicherungsmaßnahmen und eine erneute Begutachtung durch das LGRB.
Nach dem Brand bestand Steinschlaggefahr. Forstarbeiten, die Beräumung von losem Fels und der Aufbau von Schutzmaßnahmen mussten aufeinander abgestimmt werden. Vor der Freigabe war an zwei Stellen eine zusätzliche Sicherung des oberen Hangs erforderlich.
Die Firma Sachtleben brachte im oberen Hangbereich weitere hochfeste Stahldrahtnetze gegen Steinschlag an. Nach der anschließenden Begutachtung bewertete das LGRB die Maßnahmen als ausreichend für die erforderliche Sicherheit des Straßenverkehrs.
Laut Freigabemeldung fahren ab 26. September 2026 alle Busse wieder nach regulärem Fahrplan. Die Sonderlinien für Schülerinnen und Schüler entfallen ebenfalls ab Mittwoch.
Das lässt sich aus der Straßenfreigabe nicht ableiten. Für die Brandfläche war am 21. August ein Betretungsverbot angeordnet worden. Eine Aufhebung dieses Verbots oder eine vollständige Freigabe der betroffenen Fuß- und Wanderwege ist in der neuen Meldung nicht enthalten. Beachten Sie die Absperrungen und behördlichen Hinweise vor Ort.
Nach dem im Dossier dokumentierten Verlauf wurde die Ausbreitung am 17. August gestoppt. Es folgten Nachlöscharbeiten und weitere Einsätze gegen Glutnester beziehungsweise erneute Rauchentwicklung. Die spätere Straßensperrung wurde mit der Steinschlaggefahr begründet, nicht mit einem weiterhin laufenden Großbrand.
Nach der damaligen polizeilichen Schadensbilanz sind rund 20 Hektar Wald betroffen.
Nach der im Dossier zusammengefassten Einsatzberichterstattung waren insgesamt bis zu 400 Einsatzkräfte und Helfer beteiligt.
Der bisherige Dossierstand nennt eine ungeklärte Ursache. Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung waren darin nicht dokumentiert. Die neue Freigabemeldung enthält keine zusätzlichen Angaben zur Ursache oder zum Stand der Ermittlungen.
Nein, die Zahl bezeichnet die erste Schadensschätzung der Polizei nach dem Brand. Sie ist keine abschließende Gesamtkostenbilanz. Zu den Kosten der späteren Sicherungsarbeiten macht die Freigabemeldung keine Angaben.
Stand und Transparenz
Redaktionell überarbeitet am 15. September 2026. Die Straßenfreigabe und die angekündigte Rückkehr zum regulären Busfahrplan sind eingearbeitet. Frühere Sperrungsinformationen bleiben in der Chronologie als damaliger Stand erhalten.
Diese Seite ist ein redaktionelles Informationsangebot der NRWZ. Die Aktualisierung fasst die bereitgestellte Meldung in eigenen Worten zusammen. Für konkrete Wegefreigaben und örtliche Einschränkungen sind die behördlichen Hinweise maßgeblich.
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