NRWZ-Dossier · Waldbrand Schramberg

Das Feuer am Tösberg

Rund 20 Hektar Wald, bis zu 400 Einsatzkräfte, ein Löschhubschrauber und eine weiterhin gesperrte Straße: alle Berichte und Folgen im Überblick.

20 habetroffene Waldfläche
bis zu 400Einsatzkräfte und Helfer
28Wasserabwürfe
400.000 €geschätzter Schaden laut Polizei

Stand 20. August 2026

Der Großeinsatz ist beendet – die Gefahr am Hang nicht

Das Feuer im steilen Töswald ist unter Kontrolle. Nachlöscharbeiten und Kontrollen laufen weiter. Die L 108 bleibt wegen Steinschlaggefahr gesperrt.

Der Brand brach am Sonntag, 16. August, gegen 17.30 Uhr westlich des Junghansareals aus. Trockenheit, Wind und Steillage ließen das Feuer rasch wachsen. Am Montag brachten 28 Wasserabwürfe zwei kaum erreichbare Hotspots unter Kontrolle.

Aktuell wichtig: Straße, Fußweg und Wanderwege im betroffenen Bereich meiden. Gelockerte Felsen, Geröll und instabile Bäume können weiterhin Steinschlag auslösen.

NRWZ-Berichte

Alle aktuellen Artikel zum Waldbrand

Einsatzverlauf, Sperrung, Stromleitung, Reaktionen und die Lehren aus dem Brand.

Der Einsatz

Wasser, Wege und Steinschlag als zentrale Probleme

Der steile Hang ließ kaum direkte Angriffe zu. Material musste hinaufgetragen und gefährdete Bereiche geräumt werden.

Ein 30.000-Liter-Behälter war rasch geleert. Auch das Hydrantennetz stieß an Grenzen. Ein Hochleistungs-Fördersystem aus Reutlingen lieferte 3000 bis 5000 Liter pro Minute.

Bergwacht sichert Feuerwehrkräfte im Steilhang
Arbeiten im Steilhang. Foto: Bergwacht Rottweil
17.37 Uhrerste Alarmierung
30.000 Litererster Wasservorrat
3000–5000 l/minHochleistungs-Fördersystem
1 Verletzterhelfender Landwirt

Chronologie

Vom ersten Notruf bis zu den Nachlöscharbeiten

16. August, 17.37 Uhr

Alarmierung

Schon auf der Anfahrt ist starke Rauchentwicklung sichtbar. Die Alarmstufe wird erhöht.

Sonntagabend

Rasche Ausbreitung

L 108 und 110-kV-Leitung werden gesperrt beziehungsweise abgeschaltet. Kräfte aus mehreren Landkreisen rücken an.

Nacht zum Montag

Hunderte Kräfte

Rund 330 Kräfte sind gleichzeitig vor Ort; insgesamt werden bis zu 400 Helfer beteiligt.

17. August

28 Wasserabwürfe

Zwei kaum erreichbare Hotspots werden aus der Luft bekämpft.

Montagnachmittag

Brand unter Kontrolle

Die Ausbreitung ist gestoppt, Nachlöscharbeiten beginnen.

18. August

Erste Schadensschätzung

Polizei nennt rund 20 Hektar verbrannte Fläche und einen Sachschaden von etwa 400.000 Euro.

19. August

Kontrollierte Nachlöscharbeiten

Feuerwehr arbeitet sich abschnittsweise durch das Gelände, um Glutnester zu finden. Steinschlaggefahr wird als Grund für anhaltende Straßensperrung genannt.

20. August

Ministerin vor Ort

Marion Gentges spricht über Löschwasser, Zugänge und Spezialfahrzeuge.

21. August

Offizielles Betretungsverbot

Landratsamt Rottweil erlässt Verfügung: Brandfläche im Gewann Tösberg darf bis auf weiteres nicht betreten werden.

23. August

Erneute Rauchentwicklung

Im oberen Bereich des Brandgebiets steigt nochmals Rauch auf. Feuerwehr verhindert neues Ausbrechen des Feuers.

25. August

Entschädigung für Landwirte

Stadt Schramberg informiert: Landwirte, die beim Löscheinsatz mit eigenen Wasser- und Güllefässern halfen, können Sachschäden erstattet bekommen.

27. August

Rettungsdienst muss umdisponieren

Wegen anhaltender Sperrung der L 108 müssen Rettungswagen für Lauterbach nun aus Hornberg und Schiltach kommen.

29. August bis 2. September

Spezialfahrzeuge und politische Reaktionen

Land übergibt neue geländegängige Tanklöschfahrzeuge für Waldbrandfall; eines wird in Schönwald stationiert. Bei Einweihung des erweiterten Feuerwehrstandorts in Sulgen wird Waldbrand als prägendes Ereignis genannt. Brandursache bleibt ungeklärt.

Folgen

Sperrung, Steinschlag und Umleitungen

L 108

Verbindung gesperrt

Die Straße zwischen Schramberg und Lauterbach bleibt wegen Steinschlaggefahr geschlossen.

Umleitung

Über Hardt und Fohrenbühl

Der Verkehr wird großräumig umgeleitet.

Wanderwege

Hang nicht betreten

Auch Wege im Brandbereich sind gesperrt.

Busverkehr

Strecke nicht bedienbar

Fahrgäste sollten aktuelle Fahrplaninformationen prüfen.

Strom

Leitung wieder in Betrieb

Die Abschaltung blieb für Kunden unbemerkt.

Ursache

Ermittlungen laufen

Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung ergaben sich bislang nicht.

Die Lehren

Was sich nach dem Brand ändern könnte

Bessere Waldzugänge, mehr spezialisierte Fahrzeuge, Wasserrückhalt und gemeinsame Übungen stehen zur Debatte.

Zugänge sichern

Wege können über die Erreichbarkeit eines Brandherds entscheiden.

Spezialfahrzeuge verteilen

Kleinere geländegängige Fahrzeuge könnten Anfahrtszeiten verkürzen.

Wasser zurückhalten

Trockenheit und schwache Zuflüsse verschärften die Probleme.

Gemeinsam üben

Feuerwehr und Forst sollen Abläufe gemeinsam betrachten.

Ministerin Marion Gentges in Schramberg
Ortstermin nach dem Brand. Foto: Peter Arnegger

FAQ

Häufige Fragen

Ist der Waldbrand gelöscht?

Nach etwa 25 Stunden galten die eigentlichen Löscharbeiten als abgeschlossen. In den Tagen danach flammten an verschiedenen Stellen immer wieder Brände auf, diese sind mittlerweile sämtlich gelöscht.

Wie groß ist die Fläche?

Rund 20 Hektar Wald sind betroffen.

Warum bleibt die L 108 gesperrt?

Fels, Geröll und Bäume sind teilweise instabil.

Wie viele Kräfte waren beteiligt?

Insgesamt bis zu 400 Einsatzkräfte und Helfer.

Was ist über die Ursache bekannt?

Die Polizei ermittelt; Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung gibt es bislang nicht.

Stand und Transparenz

Diese Seite wird aktualisiert

Stand: 20. August 2026. Maßgeblich sind die neuesten NRWZ-Berichte und Hinweise der Behörden.

Quellen: NRWZ-Berichterstattung vor Ort, Polizei, Feuerwehr, Stadt Schramberg, Landratsamt, Bergwacht und Stadtwerke.

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