Poser im Visier: Kontrolle der Polizei in Rottweil. Symbolbild. Foto: Peter Arnegger

Burnouts und Vollgas: Polizei schnappt 19-jährigen Poser in Rottweil

Ein Mercedes AMG, ein junger Fahrer und eine Vorliebe fürs Auffallen: Ein 19-Jähriger hat am Donnerstagabend im Rottweiler Industriegebiet Saline und später in Zimmern ob Rottweil mit aggressiver Fahrweise, Vollbremsungen und Burnouts für Aufsehen gesorgt. Ein Videofahrzeug des Verkehrsdienstes filmte alles mit – nun muss sich der Mann wegen mehrerer Ordnungswidrigkeiten verantworten.

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Mit quietschenden Reifen und Rauchschwaden hat ein 19-Jähriger am Donnerstagabend in Rottweil die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich gezogen – und die kam prompt.

Rottweil. Gegen 19.45 Uhr fiel einer zivilen Streife des Verkehrsdienstes Zimmern ob Rottweil im Industriegebiet Saline ein Mercedes AMG auf. Der 19-jährige Fahrer bremste seinen Wagen immer wieder bis zum Stillstand ab, um anschließend unnötig stark zu beschleunigen – klassisches „Posing“, also Fahren mit dem Ziel, Aufmerksamkeit zu erregen.

Als die Beamten dem Fahrzeug mit ihrem Videofahrzeug folgten, fuhr der 19-Jährige wiederholt dicht auf. Dann bog er unvermittelt ab, gab Gas und entkam zunächst unerkannt.

Doch die Geschichte hatte ein Nachspiel: Rund zwei Stunden später entdeckte dieselbe Streife den Mercedes erneut – diesmal in der Ortsdurchfahrt von Zimmern ob Rottweil. Dort beschleunigte der junge Fahrer so stark, dass die Reifen auf dem Asphalt Rauchschwaden hinterließen. In der Marxstraße in Rottweil stoppten die Beamten das Fahrzeug schließlich.

Der 19-Jährige muss sich nun wegen mehrerer Ordnungswidrigkeiten verantworten. Die Polizei weist darauf hin, dass sie Posing-Verhalten künftig weiter konsequent ahnden wird – sowohl bei angekündigten als auch bei unangekündigten Kontrollen. Nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor die häufigste Ursache tödlicher Verkehrsunfälle.

Stichwort: Posing

„Posing“, also eine Fahrweise, bei der es dem Fahrer vor allem darum geht, Aufmerksamkeit zu erregen – oft ohne Rücksicht auf die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer – wird von der Polizei auch weiterhin verstärkt kontrolliert. Nicht angepasste Geschwindigkeit bleibt die Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle auf unseren Straßen. Aus diesem Grund werden Polizeibeamte auch weiterhin sowohl angekündigte als auch nicht angekündigte Verkehrskontrollen durchführen, um die Teilnahme am Straßenverkehr für alle Verkehrsteilnehmer sicherer zu machen.

Quelle: Polizei

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Autor / Quelle:Polizeibericht (pz)
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