Wer im Herbst Bäume oder Sträucher pflanzen möchte, sollte auf heimische Arten und einen passenden Standort achten. Der BUND Baden-Württemberg empfiehlt dafür vor allem die Monate Oktober und November. Wichtig sind zudem ein ausreichend großes Pflanzloch, gründliches Angießen und Schutz vor starkem Wind.
Der Herbst bietet sich an, um den Garten mit Bäumen und Sträuchern zu ergänzen. Nach Angaben des BUND Baden-Württemberg sollten Gartenbesitzer dabei möglichst heimische Arten auswählen. Sie bieten Insekten und anderen Wildtieren mehr Nahrung, Nistmöglichkeiten und Verstecke als viele nicht heimische Pflanzen.
Als Alternativen zu Kirschlorbeer, Sommerflieder und anderen häufig gepflanzten Gehölzen nennt der BUND unter anderem Liguster, Hainbuche, Berberitze, Weißdorn, Feldahorn, roten Hartriegel und Schlehe. Auch Obst- und Nussbäume sowie Beerensträucher können einen ökologischen Nutzen haben und zugleich eine Ernte ermöglichen.
Der Kirschlorbeer gilt laut BUND als potenziell invasive Art. Er wächst schnell, kommt mit trockenen Sommern zurecht und kann sich aus Gärten in die Natur ausbreiten. Dort kann er heimische Pflanzen verdrängen. Außerdem seien Blätter und Früchte giftig und könnten deshalb für Kinder und Haustiere gefährlich sein. In der Schweiz darf die Pflanze seit September 2024 nicht mehr verkauft, verschenkt oder eingeführt werden. Bereits in Gärten stehende Pflanzen müssen dort nicht entfernt werden.
Auch beim Schmetterlingsflieder sei der ökologische Nutzen begrenzt, erklärt der BUND. Zwar locke er Schmetterlinge an, ihre Raupen fänden daran aber keine Nahrung. Nach Angaben des Umweltverbands ernähren heimische Sträucher im Durchschnitt mehr als 20 Vogelarten, exotische Gehölze dagegen etwa vier.
Der Standort entscheidet
Vor dem Kauf sollte geklärt werden, ob der Garten sonnig, halbschattig oder schattig ist. Auch die Beschaffenheit des Bodens sowie der Platzbedarf für Krone und Wurzeln spielen eine Rolle. Weißdorn und Wildrosen bevorzugen laut BUND sonnige Standorte. Haselnuss und Pfaffenhütchen kommen auch mit Halbschatten zurecht, während die Heckenkirsche an schattigen Plätzen wachsen kann.
So gelingt das Einpflanzen
Als idealen Zeitraum nennt der BUND Oktober und November. Gepflanzt werden sollte an einem milden, trockenen Tag. Das Pflanzloch sollte etwa eineinhalbmal so groß wie der Wurzelballen sein. Die Wurzeln dürfen am Rand nicht anstoßen.
Nach dem Einsetzen sollte die Erde wieder festgetreten werden. Ein etwa fünf Zentimeter hoher Rand verhindert, dass Gießwasser abläuft. Eine Mulchschicht rund um den Stamm hält den Boden feucht und locker. Der BUND empfiehlt, neu gepflanzte Gehölze mit etwa 20 bis 30 Litern Wasser anzugießen. Junge Bäume können zusätzlich mit Stützen gegen starken Wind gesichert werden.
Nach dem Einpflanzen benötigen heimische Bäume und Sträucher zunächst wenig Pflege. Der BUND rät, auf Mineraldünger zu verzichten. Gegossen werden müsse vor allem dann, wenn es längere Zeit sehr trocken bleibt.
