Reifenwechsel 2025: Wann Sommerreifen wirklich draufkommen – und was viele falsch machen

Zu früh gewechselt kann gefährlich werden. Was wirklich entscheidet, wann Sommerreifen draufkommen – und was viele beim Reifencheck übersehen.

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Die ersten milden Frühlingstage locken viele Autofahrer direkt in die Werkstatt. Doch wer zu früh wechselt, riskiert seine Sicherheit. Der ACV Automobil-Club Verkehr gibt klare Antworten – und warnt vor typischen Fehlern.

Frühjahr bedeutet für Millionen Autofahrer: Reifenwechsel. Doch zwischen dem ersten Sonnenschein und dem richtigen Zeitpunkt liegt oft mehr, als viele denken. Zu früh gewechselt kann lebensbedrohlich sein, zu spät kostet Geld und Nerven. Was wirklich zählt, ist weder ein Kalenderblatt noch eine alte Faustregel – sondern das Thermometer. Und ein paar Dinge, die viele beim Blick auf ihre alten Sommerreifen übersehen.

Die „O bis O“-Regel täuscht

Ostern bis Oktober – diese Faustregel kennen die meisten. Aber sie ist keine gesetzliche Vorgabe, sondern lediglich eine grobe Orientierungshilfe. Entscheidend ist die tatsächliche Temperatur: Sommerreifen entwickeln ihre optimale Wirkung erst ab dauerhaft sieben Grad plus. Wer bei Nachtfrost bereits auf Sommerreifen fährt, bremst schlechter – und merkt es meist zu spät.

In höher gelegenen Regionen kann das Frühjahr trügerisch sein. Im Flachland oder in Städten ist der Wechsel dagegen oft schon früher möglich. Ein Blick auf die Wettervorhersage der nächsten zwei Wochen lohnt sich vor jedem Wechsel.

Warum Sommerreifen im Sommer deutlich sicherer sind

Sommerreifen bestehen aus einer härteren Gummimischung, die bei Wärme stabilen Halt auf dem Asphalt bietet. Winterreifen würden bei Hitze schneller verschleißen und reagieren bei höheren Geschwindigkeiten träger. Dazu kommen spezielle Profilrillen, die Regenwasser effizient ableiten und so das Risiko von Aquaplaning reduzieren. Das Ergebnis: direkteres Lenkgefühl, kürzere Bremswege, mehr Kontrolle.

Profiltiefe checken – viele Reifen sind schon zu alt

Vor dem Aufziehen unbedingt den Zustand prüfen. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimeter Profiltiefe. Der ACV empfiehlt jedoch mindestens drei Millimeter – vor allem bei Nässe macht dieser Unterschied beim Bremsweg deutlich bemerkbar. Wer die Mindesttiefe unterschreitet, riskiert außerdem ein Bußgeld.

Auch das Alter zählt: Gummi verliert mit der Zeit Elastizität, selbst wenn das Profil noch gut aussieht. Reifen, die älter als sechs Jahre sind, sollten in einer Fachwerkstatt geprüft werden. Nach spätestens acht Jahren ist ein Austausch ratsam – nach zehn Jahren Pflicht, unabhängig vom Profil.

Das Alter lässt sich einfach ablesen: Die vierstellige DOT-Nummer auf der Reifenflanke zeigt Produktionswoche und -jahr. „3524″ bedeutet: hergestellt in der 35. Woche 2024.

Selbst wechseln oder Werkstatt?

Wer selbst Hand anlegen will, braucht einen stabilen Wagenheber und einen Drehmomentschlüssel. Wichtig: immer achsweise wechseln, damit Brems- und Lenkverhalten gleichmäßig bleiben. Reifen mit besserem Profil gehören aus Sicherheitsgründen an die Hinterachse. Nach rund 50 Kilometern die Radschrauben nochmals nachziehen.

Wer die Werkstatt bevorzugt: Viele Betriebe übernehmen auch die Einlagerung der Winterreifen. Die Kosten liegen je nach Region meist zwischen 30 und 80 Euro pro Saison.

Nach dem Wechsel: Reifendruck nicht vergessen

Ein häufig übersehener Schritt: der Reifendruck. Die empfohlenen Werte stehen in der Tankklappe, im Türrahmen oder im Fahrzeughandbuch. Falscher Druck verlängert den Bremsweg und erhöht den Verschleiß. Bei vielen neueren Fahrzeugen muss nach dem Wechsel außerdem das Reifendruckkontrollsystem neu initialisiert werden.

Hinweis: Dieser Text ist aus Inhalten von NRWZ.de sowie mithilfe externer Quellen, ggf. unterstützt von künstlicher Intelligenz, verfasst worden.
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