„Gewerbegebiet Buck“ am Stallberg in Rottweil geplant

Gemeinderats-Ausschuss

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Lage des neuen Gewerbegebiets: Begrenzt durch die B 14 (links die Salinenkreuzung) und die Bahnlinie nach Schwenningen. Grafik: Stadt Rottweil

Gewerbe statt Knast: Am Stallberg, wo bis vor einigen Jahren der Standort für das neue Gefängnis vorgesehen war, soll das Gewerbegebiet „Buck“ entstehen. Dies jedenfalls beschloss der Bauausschuss des Rottweiler Gemeinderats.

Rottweil – Das Gebiet umfasst 8,5 Hektar. Im Flächennutzungsplan ist an der Stelle bereits ein Gewerbegebiet ausgewiesen. „Da geht’s um Arbeitsplätze, da geht es auch um Gewerbesteuer“, betonte Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf. Die vorhandenen Gewerbegebiete wie Saline und Berner Feld seien fast erschöpft, berichtete er. Immer wieder aber gebe es Anfragen nach Gewerbeflächen. Diese kämen teils von hier ansässigen Betrieben, die sich erweitern wollten. Aber auch von Auswärtigen, die sich in Rottweil ansiedeln wollten. Auch wenn gerade die Wirtschaft nicht so gut laufe, sei es wichtig, sich „antizyklisch“ zu verhalten und Gewerbeflächen zu haben, wenn sie dringend benötigt werden. Die Flächen seien überwiegend in privater Hand, die Verhandlungen über einen Erwerb liefen, berichtete der OB. Es sei aber nicht unbedingt erforderlich, dass der Stadt alle Grundstücke gehören.

Herausforderungen

Rainer Christ von der Ingenieurfirma BIT stellte das Gelände vor. So sei der Höhenunterschied von 16 Metern ebenso eine „Herausforderung“ wie der dort vorhandene Gipskeuper. Die Erschließung einschließlich der Versorgungsleitungen erfolge über die Rheinwaldstraße – ausschließlich.

Dies war dann auch Gegenstand von Nachfragen aus dem Ausschuss. Der Durchlass unter der B 14 sei mit 6,50 Metern breit genug, erklärte Christ. Anregungen, als zusätzlichen Zugang in das Gebiet eine eigene Abfahrt von der B 14 zu legen, wiegelte OB Ruf ab: Gespräche mit dem Baulastträger würden zu viel Zeit in Anspruch nehmen – bei offenem Ausgang.

„Die Archäologie ist abgearbeitet“, berichtete Christ, „die Ampeln stehen auf Grün.“ Biotope gebe es in dem Gebiet keine. Untersuchen müsse man aber noch zwei Bombentrichter und ein Blindgänger-Standort wie auch das Vorkommen von Feldlerchen.

Der Ausschuss beschloss die Aufstellung des Bebauungsplans einmütig. Die endgültige Entscheidung trifft dann aber das Plenum des Gemeinderats am kommenden Mittwoch, 18. März. Wenn dieses wie erwartet zustimmt, kann nach Zeitplan die Satzung im Frühjahr 2027 beschlossen werden.

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