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Dienstag, 7. Juli 2020
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    Schlechte Busverbindung: Stadt Rottweil sieht keine Möglichkeit für Zimmerner Schüler (NRWZ.de+)

    Die Diskussion um die schlechte Schulbussituation in Zimmern u.d.B. geht weiter. Der Zollern-Alb-Kurier hat die Rottweiler Stadtverwaltung um eine Stellungnahme gebeten.

    Der Leiter der Verkehrsbehörde des Landratsamts Zollernalb, Hardy Losekamm, führte jüngst im Gespräch mit dem ZOLLERN-ALB-KURIER aus, dass schon öfter Eltern aus Zimmern im Landratsamt vorgesprochen hätten. Er sehe allerdings die Stadt Rottweil in der Verantwortung, so Losekamm. Im Falle der Zimmerner Schüler sei der Schulträger, also die Stadt Rottweil, gefordert.

    Der Pressesprecher der Stadt Rottweil, Tobias Hermann, weist darauf hin, dass die drei Rottweiler Schulen Droste-Hülshoff-Gymnasium (DHG), Leibniz-Gymnasium (LG) und Albertus-Magnus-Gymnasium (AMG) natürlich auch den Schülern aus Zimmern offen stünden. „Über 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler kommen aus der Umgebung“, so Hermann.

    Stadt Rottweil bezuschusst den Betrieb der Schulen

    Die Stadt bezuschusse alleine den Betrieb der Schulen mit fünf Millionen Euro pro Jahr aus dem städtischen Haushalt. Die Investitionskosten für den Bau und die Sanierungen seien in diesem Betrag noch nicht berücksichtigt, heißt es in der Mitteilung der Stadt Rottweil.

    Allerdings sei der von mehreren Zimmerner Eltern, den Gemeinderäten, Bürgermeister Elmar Koch und dem neuen Bürgermeister Jürgen Leichtle ins Spiel gebrachte Vorschlag, der Rottweiler Stadtbus könnte von Vaihingerhof einen Abstecher nach Zimmern machen, bevor er zurück nach Rottweil fährt, nicht möglich.

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    Bus von Vaihingerhof nach Zimmern nicht möglich

    Letzlich sind aktuell 16 Zimmerner Schüler betroffen, die die Strecke über Schömberg, Wellendingen und dann Rottweil auf sich nehmen müssen, obwohl die direkte Strecke über Vaihingerhof viel schneller ist. Die Hin- und Rückfahrt von Zimmern nach Vaihingerhof beträgt gerade einmal zwei Kilometer, die Wendemöglichkeit an der Zimmerner Bushaltestelle ist sehr gut ausgebaut.

    „Die beiden Landkreise Rottweil und Zollern-Alb-Kreis haben für die jeweiligen Landkreis verbindliche Nahverkehrspläne beschlossen“, heißt es in der Stellungnahme der Stadt Rottweil. In beiden Plänen sei festgelegt, dass die Anbindung von Zimmern nach Rottweil über den Umstieg in Schömberg erfolgt. Deshalb sei es auch dem Rottweiler Stadtbus nicht möglich, eine Direktverbindung von Zimmern nach Rottweil einzurichten. „Eine Genehmigung hierfür wurde bereits vor vielen Jahren abgelehnt“, heißt es in der Erklärung des Pressesprechers.

    Möglichkeiten des Schulträgers sind sehr gering

    Die Möglichkeiten, als Schulträger auf die Stadtbus GmbH, die den Schülertransport organisiert, sind offensichtlich sehr gering. Die Stadtbus GmbH sei ein eigenwirtschaftlich tätiges Privatunternehmen, das sich sowohl an die Regularien des Nahverkehrsplans als auch an die vergebenen Konzessionen zu halten habe.

    „Die bisherige Lösung sehen wir als durchaus praktikabel an“, heißt es seitens der Stadt Rottweil. Der richtige Ansprechpartner für die Zimmerner seien die zuständigen Kreisgremien. „Im Weiteren ist es der Stadtbus GmbH nicht möglich, Zimmern u.d.B. im regulären Fahrplan einzubinden. Dies wäre nur über einen zusätzlichen kostenintensiven Einsatz eines zusätzlichen Fahrzeugs möglich; ein unverhältnismäßig hoher Kostenaufwand, den wir als Stadt nicht vertreten können“, heißt es in der städtischen Mitteilung.

    Zimmern sollte selbst Geld in die Hand nehmen

    Nach Ansicht der Stadt Rottweil wäre es auch für die Gemeinde Zimmern möglich, „für gesonderte Busverkehre Geld in die Hand zu nehmen“.

    Dem Vorwurf der Landkreisverwaltung des Zollernalbkreises, dass Rottweil vor fünf Jahren an einem Regiobus, der den Süden des Landkreises enger an Rottweil anbindet, kein Interesse gehabt habe, will Tobias Hermann nicht so stehen lassen. Die Ablehnung des Regiobusses sei im Rottweiler Kreistag und nicht durch die Stadt Rottweil erfolgt. Die Einrichtung von überregionalen Busverkehren könne nicht Aufgabe der Stadt sein. „Die Entscheidung haben wir jedoch auch bedauert“, so Hermann.

     

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