Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf (rechts) und Bürgermeisterin Ines Gaehn verschaffen sich ein Bild vom Baustart des Rampenwegs im Stadtgraben. Das Bild zeigt sie zusammen mit von links Micha Sonnenfroh (Landesgartenschau Rottweil 2028 gGmbH) sowie Christoph Düner und Christoph Müller von der HTB Baugesellschaft m.b.H. – im Hintergrund ist der Schreitbagger bereits im Einsatz. Foto: Stadt Rottweil / Hermann, pm

Schreitbagger im Stadtgraben: Rottweil baut barrierefreien Weg zur Innenstadt

Landesgartenschau 2028 in Rottweil: Ein Rampenweg soll Neckartal und Innenstadt verbinden. Eine österreichische Spezialfirma errichtet den 1,50 Meter breiten Weg mit Mikropfählen – und einer maximalen Steigung von acht Prozent.

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Ein ungewöhnliches Baugerät ist derzeit im Rottweiler Stadtgraben im Einsatz: Ein sogenannter Schreitbagger – ausgestattet mit vier Beinen statt einem herkömmlichen Raupen- oder Radfahrwerk – erschließt das steile Hanggelände zwischen Neckartal und historischer Innenstadt. Gebaut wird dort der künftige Rampenweg, eine barrierearme Verbindung zwischen dem Oberen und dem Unteren Stadtgraben.

Rottweil. Die Erdarbeiten laufen bereits seit Januar, teilt die Stadtverwaltung mit. Mit der Ausführung beauftragt ist die österreichische Spezialtiefbaufirma HTB – in Rottweil kein unbekanntes Unternehmen: Die Firma baute bereits die Hängebrücke am Testturm. Der Abschluss der Maßnahme ist für April geplant.

Der Grund für den Spezialbagger liegt in der Topografie: Zwischen Hangkante und Hangfuß beträgt der Höhenunterschied rund zwölf Meter. Wegen der schwierigen Bodenverhältnisse wird der Weg auf einer Konstruktion aus Mikropfählen und Betonplatten errichtet. Mit einer maximalen Steigung von acht Prozent soll er auch für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer sowie Eltern mit Kinderwagen gut nutzbar sein. Die Planung entstand in Abstimmung mit der städtischen Behindertenbeauftragten Ruth Gronmayer.

Besonderes Augenmerk legten die Planer auf den vorhandenen Baumbestand: Im Bereich einer Blutbuche wird der Weg über einen Stahlsteg geführt, um den Baum zu schonen. Asphaltbelag, Geländer und Pollerleuchten sollen eine sichere Nutzung auch abends gewährleisten.

Neben seiner Funktion als komfortable Verbindung zwischen Stadtgarten und Neckartal ist der Rampenweg auch als Ausweichroute konzipiert: Fällt der geplante Aufzug bei der Hochbrücke aus, bleibt so eine barrierefreie Alternative erhalten.

„Mit dem Rampenweg schaffen wir eine wichtige zusätzliche Verbindung aus dem Stadtgraben in unsere Innenstadt“, sagte Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf. Bürgermeisterin und Landesgartenschau-Geschäftsführerin Ines Gaehn ergänzte, man freue sich über einen Baupartner mit „viel Erfahrung am Berg“.

Der Rampenweg ist Teil der Vorbereitungen für die Landesgartenschau Rottweil 2028. Weitere Informationen gibt es unter www.landesgartenschau-rottweil.de.

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Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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