Der Kreisverband der Senioren-Union Rottweil hat bei einer öffentlichen Veranstaltung im Hotel Haas mit dem Landtagsabgeordneten Stefan Teufel über zentrale politische Themen gesprochen. Dabei ging es vor allem um Wirtschaft, Bildung und Sicherheit.
Rottweil. Nach dem Neujahrsempfang der CDU im Kraftwerk Rottweil mit einer Rede des damaligen Spitzenkandidaten Manuel Hagel zur Landtagswahl hatte die Senioren-Union Kreisverband Rottweil zu einer öffentlichen Veranstaltung eingeladen. Gastredner war der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag und Wahlkreisabgeordnete Stefan Teufel (MdL).
Der Vorsitzende Rainer Hezel berichtete zu Beginn über aktuelle Aktivitäten des Verbands sowie über gut besuchte politische Veranstaltungen, unter anderem in Fellbach sowie mit dem CSU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Holetschek in Vöhringen.
Teufel dankte den Wahlhelferinnen und Wahlhelfern aller Generationen für ihren Einsatz im Wahlkampf. In seinem Vortrag und der anschließenden Diskussion stellte er zentrale Zukunftsthemen in den Mittelpunkt: Wirtschaft, Bildung und Sicherheit.
Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung zitierte Teufel den früheren Außenminister Walter Rathenau mit den Worten „Die Wirtschaft ist unser Schicksal“. Angesichts politisch und wirtschaftlich schwieriger Zeiten sei es notwendig, die Wirtschaftskraft durch gemeinsame Anstrengungen von Staat, Unternehmen und Bürgern zu stärken. Dazu gehörten eine leistungsfähige Energieversorgung mit einem breiten Energiemix, ein zügiger Netzausbau sowie Forschung etwa im Bereich der Batterietechnologie.
Auch die Zusammenarbeit der Länder Baden-Württemberg, Hessen und Bayern in der sogenannten Drei-Löwen-Allianz solle dazu beitragen, wirtschaftliche Stärke und Innovationskraft zu sichern. Zur Unterstützung junger Familien verwies Teufel zudem auf die bereits gesenkte Grunderwerbsteuer und diskutierte Perspektiven weiterer Entlastungen beim Eigentumserwerb.
Als Grundlage politischer Arbeit bezeichnete er das christliche Menschenbild, die rechtsstaatliche Ordnung und die soziale Marktwirtschaft. Diese Werte seien entscheidend für den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Generationen und für eine stabile Entwicklung im Land.
Im Bereich Bildung hob Teufel das duale Ausbildungssystem als besonderes Merkmal Baden-Württembergs hervor. Ziel bleibe eine wohnortnahe Beschulung auch im ländlichen Raum. Als Beispiel nannte er Entwicklungen im Landkreis Rottweil, etwa am Standort Sulgen.
In der Bildungspolitik müsse neben der staatlichen Betreuung auch der Erziehungsauftrag der Familien gestärkt werden. Besonders wichtig sei eine frühzeitige Sprachförderung bereits im Kindergarten. Diskutiert wurde in diesem Zusammenhang auch ein mögliches drittes verpflichtendes und kostenloses Kindergartenjahr. Zudem würdigte Teufel das Engagement ehrenamtlicher Lesepaten.
Angesichts der hohen Zahl von Badeunfällen bei Kindern sprach sich Teufel außerdem für eine stärkere Förderung des Schwimmunterrichts aus. Initiativen wie die Bereitstellung mobiler Schwimmbecken durch die Josef-Wund-Stiftung könnten dabei einen wichtigen Beitrag leisten.
Auch das Thema Sicherheit spielte eine zentrale Rolle. In den vergangenen Jahren seien Polizei und Sicherheitsbehörden personell und technisch ausgebaut worden, um Herausforderungen wie Jugendkriminalität oder Cyberkriminalität besser begegnen zu können.
Nach einer lebhaften Diskussion dankte der Vorsitzende Rainer Hezel dem Referenten Stefan Teufel für den Vortrag und den Austausch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
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