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Donnerstag, 12. Dezember 2019
Start Rott­weil War­um in Rott­weil die Poli­zei den Ver­kehr anhält

Warum in Rottweil die Polizei den Verkehr anhält

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An drei Stel­len wer­den aktu­ell Ver­kehrs­teil­neh­mer in Rott­weil von Poli­zei­be­am­ten ange­hal­ten.  Der Hin­ter­grund ist ein ganz bana­ler: eine Art Ver­kehrs­zäh­lung.

Betei­ligt sind an der für vier Stun­den ange­setz­ten Akti­on Schü­ler des Dros­­te-Hül­s­hoff-Gym­­na­­si­ums*, die Poli­zei und das Ord­nungs­amt. An drei Stel­len wird der Ver­kehr ange­hal­ten, wer­den die Fah­rer befragt. 

Bei der rund eimi­nü­ti­gen Befra­gung geht es um das Mobi­li­täts­kon­zept, das die Stadt der­zeit erar­bei­tet. Die Ver­wal­tung will her­aus­fin­den, wie die Fahr­be­zie­hun­gen sind – woher die Men­schen kom­men und wohin sie fah­ren wol­len. In Zusam­men­ar­beit mit der Poli­zei wer­den die Ver­kehrs­teil­neh­mer ange­hal­ten und befragt. 

”Die Leu­te sol­len und dür­fen sich wei­ter ganz nor­mal durch die Stadt bewe­gen”, erklärt der städ­ti­sche Pres­se­spre­cher Tobi­as Her­mann auf Nach­fra­ge der NRWZ. Dies sei wich­tig, da bei der Akti­on ein mög­lichst rea­li­täts­na­hes Ergeb­nis her­aus­kom­men sol­le. Es wäre dem­nach nicht im Sin­ne der Ver­wal­tung, wenn Fah­rer heu­te, ange­sichts der Befra­gung, die Innen­stadt aus­nahms­wei­se umfah­ren wür­den.

Die Akti­on sei für heu­te ter­mi­niert wor­den, ”weil wir mög­lichst noch vor den Feri­en Ergeb­nis­se haben wol­len”, so Her­mann. Das Mobi­li­täts­kon­zept gilt in Ver­wal­tung und Gemein­de­rat als dring­lich.

Die Poli­zei ist betei­ligt, weil nur Poli­zei­be­am­te Fah­rer anhal­ten dür­fen. Die Befra­gung selbst über­neh­men die DHG-Schü­­ler. 

”Im länd­li­chen Raum stellt die Mobi­li­tät auf­grund der gro­ßen Distan­zen ein Grund­be­dürf­nis dar”, erklärt dazu die Stadt­ver­wal­tung. Die Men­schen nutz­ten die Ver­kehrs­mit­tel sehr indi­vi­du­ell. ”Was für den einen das Fahr­rad sein kann, ist für den ande­ren der ÖPNV oder das eige­ne Auto”, so die Stadt­ver­wal­tung. Aus Grün­den der Fle­xi­bi­li­tät stei­ge die Anzahl der zuge­las­se­nen Fahr­zeu­ge seit vie­len Jah­ren unauf­halt­sam an. Somit erhö­he sich der Ver­kehrs­druck auf den Stra­ßen, durch die Anzahl der vie­len Fahr­zeu­ge stei­ge der Ener­gie­ver­brauch und eben­so die Emis­sio­nen. ”Um die­se Emis­sio­nen zu ver­min­dern, soll­te jeder Bür­ger wenn mög­lich auch die vor­han­de­nen alter­na­ti­ven Mobi­li­täts­for­men nut­zen”, argu­men­tiert die Stadt­ver­wal­tung.
 
Der Ver­kehrs­ver­bund Rott­weil (VVR) ver­bin­det der­weil die Gemein­den und Städ­te im Land­kreis Rott­weil. ”Die­ser bie­tet unter ande­rem sehr attrak­ti­ve Ange­bo­te, Ver­bin­dun­gen und Ser­vice (sogar ein Begrü­ßungs­pa­ket für Neu­bür­ger). Ein Besuch auf der Home­page lohnt sich also”, so die Ver­wal­tung.
 
Mit der elek­tro­ni­schen Fahr­plan­aus­kunft efa kön­nen sich Nut­zer Bus- und Zug­ver­bin­dun­gen anzei­gen las­sen. Auch die Fuß­we­ge von den Hal­te­stel­len zu Ihren Auf­­en­t­halts- und Ziel­ort wer­den ange­zeigt.
 
Mit dem Mobi­li­täts­netz­werk „flinc“ sei zugleich eine Kom­bi­na­ti­on aus öffent­li­chem Nah­ver­kehr und Mit­fahr­ge­le­gen­hei­ten mög­lich. Ein Ange­bot, das vom Mit­ma­chen lebe. ”Machen Sie auch mit und fah­ren Sie doch mal flinc”, ruft die Stadt zur Nut­zung des Ser­vices auf.

1,7 Mil­lio­nen Euro hat die Stadt im Haus­halts­plan für die­ses Jahr für das Mobi­li­täts­kon­zept ste­hen, bis 2022 ste­hen ins­ge­samt 4,5 Mil­lio­nen zur Ver­fü­gung.

Seit Jah­ren sind The­men wie Innen­stadt­ver­kehr, Park­kon­zept, neu­es Park­haus und Leit­sys­tem in Rott­weil im Gespräch. Zuletzt ging es nicht vor­an, war ein geplan­tes Park­haus nahe der Vil­la Dut­ten­ho­fer wie­der auf der Kip­pe, gibt es immer noch kein Park­deck auf der frü­he­ren Groß’schen Wie­se.

*Wir hat­ten zunächst fälsch­li­cher­wei­se das Lei­b­­niz-Gym­­na­­si­um genannt. 

 

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