Wer ab 15. Mai ins Freibad „Badschnass“ in Tennenbronn gehen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Der normale Einzelpreis wird von 4,50 auf fünf Euro angehoben. Der ermäßigte Preis steigt von zwei auf drei Euro. Für die Saisonkarte werden zehn beziehungsweise 15 Euro mehr fällig. Besonders gravierend wird es für Rentnerinnen und Rentner: Ihre Ermäßigung entfällt. Sie zahlen beim Einzelpreis statt bisher zwei künftig fünf Euro.
Schramberg. Im Ausschuss für Umwelt und Technik hatte Stadtwerkeleiter Peter Kälble die Eintrittspreiserhöhungen mit den gestiegenen Kosten und dem hohen Abmangel bei den Bädern begründet. Die Stadtwerke – und damit die Stadt Schramberg – zahlen pro Badegast etwa 15 Euro drauf. Die letzte Preiserhöhung ist zudem drei Jahre her.
Mehreinnahmen bis 30.000 Euro erwartet
Kälble erwartet durch die Preiserhöhungen und den Wegfall der Rentnerermäßigung Mehreinnahmen von etwa 25.000 bis 30.000 Euro. Im Ausschuss für Umwelt und Technik hatte Tennenbronns Ortsvorsteher Manfred Moosmann darauf hingewiesen, dass die Rentner dank Früh- und Spättarif und mit der 100-Euro-Wertkarte immer noch für 2,40 Euro schwimmen gehen könnten.
Gäste mit Konuskarte werden künftig von ihren Gastgebern am Anreisetag eine Ermäßigungskarte fürs „Badschnass“ erhalten, kündigte Wirtschaftsförderer Ralf Heinzelmann an. Man arbeite noch an einer digitalen Lösung. Jürgen Reuter (Aktive Bürger) hakte nach, wie man mit den Wohnmobilisten verfahre. Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr erwiderte, bisher zahlten diese noch keine Gebühren, deshalb hätten sie auch keine Gästekarte.
AfD-Rätin Birgit Kronenbitter bat um getrennte Abstimmung bei der Rentnerermäßigung. Gegen die Abschaffung votierten sie selbst sowie Jürgen Reuter (Aktive Bürger), Maximilian Neudeck, Stefan Grimm und Udo Neudeck (alle Freie/Neue Liste). Der Stimme enthielten sich Sabine Haas (CDU) und Volker Liebermann (ÖDP). Die Preiserhöhungen insgesamt befürworteten alle Rätinnen und Räte bis auf Jürgen Reuter.
Unter Anfragen, Anregungen am Ende der öffentlichen Sitzung fragte Gemeinderat Thomas Brugger (CDU), ob sich eine Abdeckung der Schwimmbecken nicht lohnen würde. Auch schlug er vor, die Stadtwerke sollten prüfen, ob man für die Erwärmung des Badewassers nicht Solarthermie einsetzen könnte. Eisenlohr versprach, in der nächsten Sitzung werde Kälble darauf antworten.
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