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Freitag, 18. September 2020

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Landrat und Oberbürgermeisterin würdigen das Engagement der ehrenamtlichen THW-Helfer

Michel und Eisenlohr holen Jubiläumsbesuch nach

Das Technische Hilfswerk (THW) ist in Schramberg eine feste Größe in der Blaulichtfamilie. Im Jahr 1959 gegründet, feierte der THW-Ortsverband im November 2019 in der Villa Junghans zum 60-jährigen Bestehen einen sehr gelungenen Festabend mit zahlreichen Gästen. Doch zwei wichtige Gäste konnten damals nicht dabei sein: Landrat Wolf-Rüdiger Michel und Schrambergs Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr.

Auch der Digitalfunk war Thema beim Rundgang durch die THW-Unterkunft.

Bereits mit ihrer damaligen Entschuldigung hatten Landrat und OB angekündigt, den Besuch nachzuholen. Dieses Versprechen haben sie am Mittwoch gemeinsam eingelöst. Das örtliche THW hatte den Besuch gründlich vorbereitet: Die Einsatzfahrzeuge waren aus den Garagen gefahren worden und standen ebenso zur Besichtigung bereit, wie das dafür in den Garagen aufgestellte Material, wie etwa die leistungsstarken Pumpen der örtlichen Fachgruppe Wasserschaden / Pumpen. Neben dieser Gruppe gibt es in Schramberg, die bei allen Ortsverbänden des THW angesiedelte Fachgruppe N, die für die Notversorgung und die Notinstandsetzung zuständig ist. Die erste Bergungsgruppe 1 rettet Menschen und Tiere und birgt Sachwerte aus Gefahrenlagen. Gemeinsam mit dem Zugtrupp, der die Einsätze führt, bilden sie den Technischen Zug.

Anlass für die Gründung des THW in Schramberg war das Hochwasser am 21. Mai 1959, wie Ortsbeauftragter Rüdiger Munzinger in einem kurzen Überblick über die vergangenen sechs Jahrzehnte berichtete. Damals bat Bürgermeister Konstantin Hank den Gemeinderat Franz Flaig, einen Ortsverband des seit 1950 bundesweit bestehenden THWs zu gründen. Die erste einfache Ausstattung umfasste damals Schaufel und Schubkarre, die im Keller der St. Maria-Kirche untergebracht waren. Das erste Einsatzfahrzeug gab es im Jahr 1963. Von da ab wurde es immer größer und moderner. Das Amt des Ortsbeauftragten übergab Flaig im Jahr 1983 an Volker Schäfer, in dessen Amtszeit 1984 die Gründung der Jugendgruppe fiel. 1989 übernahm Ferdinand Moosmann die Aufgabe des Ortsbeauftragten, die er 1995 an Walter Gentner weitergab. Dessen Nachfolger wurde im Jahr 2003 Rüdiger Munzinger. Seit fünf Jahren wird er von Walter Gentner unterstützt, der die Aufgabe des stellvertretenden Ortsbeauftragten übernommen hat.

Ein Blick von der Einsatzzentrale in den Hof des THW.

Doch trotz dieser Arbeitsteilung ist der zunehmende bürokratische Aufwand spürbar. Munzinger sagt dazu: „Eigentlich ist ein Hauptamtlicher im Ortsverband notwendig.“ Dabei verwies er darauf, dass dies auch bei der Feuerwehr kommen werde. Der Leiter der THW-Regionalstelle in Villingen-Schwenningen, Markus Woywod, verwies in diesem Zusammenhang auf die Themen Sicherheit und Gesundheitsschutz. Zur Regionalstelle gehören neben dem THW in Schramberg zwölf weitere Ortsverbände zwischen Konstanz, Hochrhein und Schramberg als nördlichstem Ortsverband innerhalb der Regionalstelle.

Auch wenn die 2003 fertiggestellte THW-Unterkunft im Industrie Lienberg seinerzeit eine deutliche Verbesserung darstellte und auch heute noch ist, fehlt es bereits wieder an Platz. Zwei weitere Garagen sollten her, um alles unterzubringen. Auf dem Grundstück gelagert werden auch die 18 Module der Bailey-Brücke, die bis zu 54 Meter lang werden kann.

Erläuterungen zu Fahrzeugen und Material gab es aus erster Hand.

 

Landrat Wolf-Rüdiger Michel und Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr würdigten die Arbeit des THW und der gesamten Blaulichtfamilie. Michel verwies mit Blick auf das überwiegend von Ehrenamtlichen getragene THW (nur zwei Prozent der Aktiven sind hauptamtlich), dass in Baden-Württemberg mehr Menschen ehrenamtlich tätig sind, als im Vergleich im Rest von Deutschland. „Wir haben eine bessere ehrenamtliche und hauptamtliche Struktur in der Blaulichtfamilie als anderswo.“ Und weiter: „Die Bevölkerung kann ruhig schlafen, weil es Sie gibt.“ Deutlich machte der Landrat, dass das Ehrenamt nicht nur vom Dank lebt: „Es ist wichtig, dass die Infrastruktur auf der Höhe der Zeit ist.“ Er freue sich mit den Verantwortlichen des benachbarten THW-Ortsverbands Rottweil, dass es dort mit dem Neubau der Unterkunft bald losgeht. „Das Grundstück ist bereit“, so Michel.

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr hatte als Geschenk eine gerahmte Stadtansicht mitgebracht: „Ich bin heilfroh, dass Sie bei uns in Schramberg sind. Es ist gut zu wissen, dass es Leute wie Sie gibt.“

Die Leistungsstarken Pumpen des THW kommen unter anderem bei Hochwasser zum Einsatz.

Nach den Worten des THW-Ortsbeauftragten Rüdiger Munzinger wurden die Fahrzeuge in den Jahren 2004 bis 2013 erneuert. Hierfür wird der Bedarf an das Bundesbeschaffungsamt gemeldet, dass dann jeweils 50 Fahrzeuge ausschreibe. In diesem Zusammenhang erläuterte Munzinger, dass es sich beim THW um eine dem Bundesinnenministerium unterstellte Bundesanstalt handelt, die auch vom Bund finanziert wird. Im Jahr 2019 hat das Schramberger THW 70.000 Euro für Neu- und Ersatzbeschaffungen erhalten.

Bundesweit zählt das THW 80.000 Helfer in acht Landesverbänden, die sich in 668 Ortsverbände gliedern. In Schramberg gibt es derzeit 40 aktive Helfer und zehn Jugendliche. Bemerkbar gemacht hat sich die Aussetzung des Wehrdienstes. Da es früher möglich war, statt den Wehrdienst abzuleisten, sich zehn Jahre beim THW zu verpflichten, haben dies viele junge Männer genutzt. Die Zahl der aktiven Helfer lag seinerzeit in Schramberg bei 70 bis 80. Die Regionalstelle in Villingen umfasst 13 Ortsverbände in den fünf Landkreisen Rottweil, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar, Konstanz und Waldshut-Tiengen.

THW-Ortsbeauftragter Rüdiger Munzinger (links) und sein Stellvertreter Walter Gentner (rechts) freuen sich über das Geschenk von OB Dorothee Eisenlohr (Mitte).

 

Froh ist der THW-Ortsbeauftrage Rüdiger Munzinger, dass „die Arbeitgeber erkannt haben, dass ehrenamtliche THW-Helfer motivierte Arbeitnehmer sind, die zusätzliches Fachwissen mit in die Firma bringen.“ Bei Einsätzen der THW-Helfer haben die Arbeitgeber laut Munzinger keine finanziellen Nachteile. Dabei gehören auch Einsätze im Ausland dazu. Innerhalb der EU kann das THW innerhalb von 24 bis 48 Stunden eingesetzt werden. Geleistet werden auch humanitäre Einsätze außerhalb der EU. Ein Schwerpunkt der aktuellen Schulungen sind Waldbrände. Landrat Michel ergänzte: „Die Arbeitgeber wissen das bürgerschaftliche Engagement zu schätzen.“ Er dankte für die namhaften Spenden an Schutzausrüstungen und Masken vor allem von Firmen aus dem Raum Schramberg.

Über die Geschichte des Schramberger THW hat die NRWZ umfangreich berichtet. Hier geht’s zum Artikel über den Jubiläumsabend.

 

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