Dunningen – Die Handball-Herren der SG Dunningen/Schramberg haben in der Landesliga mit 28:33 (11:15) bei der SG Freudenstadt/Baiersbronn verloren. Durch die Niederlage rutschen die Luchse in der Tabelle zunächst ins breite Mittelfeld ab.
Nach der jüngsten Auswärtsniederlage bei der SG Freudenstadt/Baiersbronn stellt sich für die SG Dunningen/Schramberg die Frage, wohin die Reise in den kommenden Wochen geht. Anders als in den Wochen zuvor starteten die Dunninger und Schramberger hellwach in die Begegnung und gingen nach einem Gegenstoß mit 1:0 in Führung. Auch wenn die Gastgeber postwendend ausglichen, waren die Luchse von Beginn an im Spiel. Bis zum 4:4 in der 9. Spielminute entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Auch offensiv fand die SGDS zunächst ihre Lösungen, wobei Julian Roming vier der ersten sechs Treffer beisteuerte.
In der Folge erhöhte die SG Freudenstadt/Baiersbronn jedoch die Schlagzahl. Vor allem aus seiner kompakten Deckung heraus wusste der Verbandsliga-Absteiger Kapital zu schlagen. Gut auf die Angriffszüge der SGDS vorbereitet, brachten die Hausherren die Luchse immer wieder ins Stocken. So erzielten die Gäste bis zur 17. Spielminute lediglich einen weiteren Treffer, wodurch Freudenstadt/Baiersbronn auf 8:5 davonziehen konnte.
Auch wenn die SGDS zwischenzeitlich auf 7:8 verkürzte, taten sich die Luchse im Angriff weiterhin schwer. Insgesamt agierten die Gäste zu brav und zu behäbig, um den Hausherren dauerhaft Paroli bieten zu können. Stattdessen setzte sich Freudenstadt/Baiersbronn bis zur Pause wieder ab, führte beim Stand von 13:8 bereits mit fünf Toren und nahm schließlich einen Vier-Tore-Vorsprung mit in die Halbzeitpause (15:11).
Der zweite Spielabschnitt begann ähnlich ausgeglichen wie der erste. Beide Mannschaften agierten zunächst auf Augenhöhe und erzielten im Gleichschritt ihre Treffer. Ab der 38. Minute hatten die Gäste dann ihre mit Abstand beste Phase der Begegnung. Aus einer agilen, aggressiven und ballorientierten Deckung heraus ging es ein ums andere Mal mit Tempo in Richtung Tor der Hausherren. Ballgewinne wurden konsequent in eigene Treffer umgemünzt, und auch im Positionsangriff gegen die geschlossene Abwehr wusste sich die SGDS nun durchzusetzen.
Vor allem Tim Haas zeigte sich in dieser Phase treffsicher und steuerte vier seiner insgesamt sechs Treffer zur Aufholjagd bei. Binnen sechs Minuten egalisierte die SGDS den 15:18-Rückstand und stellte in der 44. Spielminute auf 20:20. Wenig später ging die SG Dunningen/Schramberg sogar selbst mit zwei Toren in Führung (23:21, 47.). Die Luchse hatten die Partie nun scheinbar im Griff.
Doch nach einer Auszeit der Heimmannschaft folgte ein Bruch im Spiel der Gäste. Vor allem in der Deckung bekam die SGDS nun ungewohnt große Probleme. Gegen die flinken Hausherren hatte man ein ums andere Mal das Nachsehen und lief nach 51 Minuten beim Stand von 24:25 erneut einem Rückstand hinterher. Eine entscheidende Rolle spielte dabei Patrick Sandelmann. Immer wieder strahlte er selbst Gefahr aus, band damit die Dunninger und Schramberger Defensive und setzte seine Nebenleute wirkungsvoll in Szene. So gelang es den Hausherren, das Momentum wieder auf ihre Seite zu ziehen und die Partie in der Schlussphase zu ihren Gunsten zu drehen. Eigene technische Fehler und Fehlwürfe auf Seiten der SGDS spielten Freudenstadt/Baiersbronn zusätzlich in die Karten, sodass die Gastgeber in den folgenden Minuten auf drei Tore davonziehen konnten.
Auch eine offene Deckung in der Schlussphase brachte nicht mehr die erhoffte Wende. Im Gegenteil: Freudenstadt/Baiersbronn nutzte die zunehmend müden Beine der Dunninger und Schramberger, um den Vorsprung weiter auszubauen und schließlich einen 33:28-Heimsieg einzufahren.
Rückblickend ist die Niederlage aus Sicht der SGDS verdient. Zu schwankend war die Leistung über die vollen 60 Minuten, um bei einem Spitzenteam der Liga bestehen zu können. Daran müssen die Luchse schnell arbeiten, wenn sie künftig wieder häufiger als Sieger vom Feld gehen wollen.
Für die SG Dunningen/Schramberg spielten im Tor Tim Grözinger und Marcel Krause. Im Feld standen Marvin Werner, Julian Roming (5 Tore), Marco Meyer (4), Angelo Broghammer (2), Tobias Fleig, Lukas Loga, Felix Hirt (2), Laurin Kugler (6), Maximilian Bantle, Hannes Haas (2), Tim Haas (6), Tim Reule (1) und Louis Förstner.