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BBS-Investor verliert Kentucky Fried Chicken

Ilkem Sahin im Dezember 2023 bei der "Men of the Year"-Verleihung der Zeitschrift GQ.
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Wenig Glück mit seinen Investments in Deutschland hat der türkische Geschäftsmann Ilkem Sahin. Er hatte bei uns den insolventen Räderhersteller BBS aufgekauft und dann erneut in die Insolvenz rauschen lassen.

Schiltach/Frankfurt. Wie die NRWZ im September berichtete, war BBS aber kein Einzelfall. Neben einer Schokoladenfabrik, einer Spezialpapierfabrik in Hessen und einer Bioeisfirma in Hamburg hatte Sahin einen Fernsehsender im Rhein-Main-Gebiet gekauft.

Der Sender hat Anfang November den Sendebetrieb eingestellt. Auch hier hatte Sahin erst im April das Unternehmen aus der Insolvenz gekauft. Zuletzt sei er Löhne und Honorare schuldig geblieben, ja sogar die Stromrechnung habe er nicht beglichen. Die Folge: 20 Stunden hat der Sender im Sommer nicht gesendet.

Hühnerklein und Pizza bleiben in der Schachtel

Und er hatte große Fast-Food-Pläne. Sahins türkischer Konzern besitzt in der Türkei die Markenrechte für Kentucky Fried Chicken, Pizza Hut und andere US-Schnellimbissmarken. Im Mai hatte Sahin angekündigt, er wolle in Deutschland „stark expandieren“. Daraus wird nichts, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet.

Der Mutterkonzern Yum! Brands habe sich von Sahin getrennt, vergangene Woche seien die Franchise-Nehmer entsprechend informiert worden. Yum! Brands wolle ab Mitte Dezember die Geschäfte in Deutschland in eigener Regie übernehmen, schreibt das Blatt.

Ende November hatte die „Wirtschaftswoche“ erstmals über die vielen Sahin-Firmen in Deutschland berichtet. Damals ging es auch um Vorwürfe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der ISH-Zentrale in Ratingen. Laut foodservice sei es um Drohungen und nicht bezahlte Lieferantenrechnungen gegangen. Der Konzern habe diese „unbelegten Behauptungen“ zurückgewiesen.

Nun haben die Markenrechteinhaber in den USA offenbar die Notbremse gezogen.

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