Beim Landeswettbewerb „Start-up BW Local“ für gründungsfreundliche Kommunen stehen im Finale der Kategorie Unternehmensnachfolge gleich zwei Bewerbungen aus der Region: die Gründungs- und Nachfolgeinitiative Neckar-Eschach (EGON) mit Deißlingen sowie die Regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg, die gemeinsam mit dem Landkreis Rottweil und weiteren Partnern antritt. Das Landesfinale findet am 23. November in Stuttgart statt.
Hinter EGON stehen die Gemeinden Niedereschach und Dauchingen im Schwarzwald-Baar-Kreis sowie Deißlingen im Landkreis Rottweil. Die Regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg tritt gemeinsam mit dem Schwarzwald-Baar-Kreis, den Landkreisen Tuttlingen und Rottweil sowie dem Verein Gründergarten Schwarzwald-Baar-Heuberg an.
Beide Bewerbungen gehören zu den fünf Teilnehmern, die in der Sonderkategorie Unternehmensnachfolge das Prädikat „Gründungsfreundliche Kommune 2026/2027“ erhalten haben. Die anderen drei sind Sindelfingen, Heidelberg und Walldorf. Ins Landesfinale schaffte es neben den beiden regionalen Bewerbungen nur Sindelfingen.
Das Land hat insgesamt 23 Kommunen und Kommunalverbünde ausgezeichnet. Sie hatten ihre Konzepte zur Gründungsförderung zuvor vor einer Jury präsentiert. Drei Juroren mit eigener Gründungserfahrung wählten die Preisträger und Finalisten aus: Stefanie Knebel (Gründerin von AudiotexTour, Schramberg), Phillip Jungk (Vision Domes, Mannheim) und Pia Nowotny (Martha’s Gastronomiebetriebe, Stuttgart).
Bewertet wurde, ob die Maßnahmen am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet sind, ob sie die Zielgruppen passend ansprechen und ob die Vorhaben umsetzbar und nachhaltig sind. Bei Teilnehmern, die schon früher ausgezeichnet wurden, zählten zusätzlich die bisherigen Ergebnisse.
Die Unternehmensnachfolge ist in dieser Runde eine eigene Wettbewerbskategorie. Das Ministerium verweist auf die wachsende Bedeutung des Generationenwechsels in der Wirtschaft. Kommunen könnten Unternehmen und mögliche Nachfolger miteinander vernetzen und passende Angebote entwickeln.
Das Landesfinale findet am 23. November in der Rotunde der L-Bank in Stuttgart statt, bei der Jahrestagung der baden-württembergischen Wirtschaftsförderer. Die Finalisten pitchen dort um die ersten drei Plätze. Die Preisgelder von 5.000, 7.500 und 10.000 Euro vergibt das anwesende Fachpublikum per Voting.
In den beiden anderen Kategorien, nach Einwohnerzahl getrennt, stehen Albstadt, der Verbund aus Salach, Deggingen, Schlat, Kuchen, Albershausen und Schlierbach sowie Wiesloch (bis 85.000 Einwohner) und der Landkreis Emmendingen, Ludwigsburg und Mannheim (ab 85.000 Einwohner) im Finale.
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sagte, der Wettbewerb mache sichtbar, wie vielfältig und engagiert die Gründungsförderung vor Ort gestaltet werde. Das Wirtschaftsministerium führt „Start-up BW Local“ seit 2018 alle zwei Jahre durch, gemeinsam mit Gemeindetag, Städtetag, Landkreistag, Industrie- und Handelskammertag und Handwerk BW.