Heckler und Koch vs Marinelli: Kommt Heeschen?  

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Im Verfahren des ehemaligen Geschäftsführers von Heckler und Koch Nicola Marinelli unternimmt das Landgericht einen weiteren Anlauf, den Zeugen und früheren Hauptanteilseigner von HK, Andreas Heeschen, als Zeugen zu hören.

Marinelli verlangt seit seiner Entlassung Ende 2015 als Chef des Unternehmens aus Oberndorf eine halbe Million Euro Abfindung, weil er wegen eines Besitzerwechsels seinen Posten bei HK verloren habe. Er habe eine solche Klausel in seinem Vertrag. Marinelli war erst im Sommer 2015 nach Oberndorf gekommen.

Schon seit damals hatte Marinelli erklärt, nicht Andreas Heeschen sondern Nicolas Walewski sei der eigentliche Haupteigentümer. Um dies zu beweisen, müsste Heeschen vor dem Landgericht aussagen. Bislang war es dem Gericht aber nicht gelungen, Heeschen eine Zeugenladung zuzustellen. Inzwischen hat Walewskis CDE aber ganz offiziell die Mehrheit am Oberndorfer Rüstungshersteller übernommen.

Vergebliche Ladungsversuche

„Die Kammer für Handelssachen hat im bezeichneten Verfahren Termin zur Fortsetzung der mündlichen Verhandlung und Beweisaufnahme bestimmt auf Dienstag, 17. November 2020, 14 Uhr, Saal 013“, teilt der Sprecher des Landgerichts und Vizepräsident Dr. Thilo Rebmann  mit. „In diesem Termin wird noch einmal der Versuch unternommen, einen bisher nicht zu ladenden Zeugen zu vernehmen.“

Mehrere Anläufe, Heeschen zu erreichen und als Zeugen zu laden, waren gescheitert – wobei Heeschen erklärt hat, er wäre zur Zeugenaussage bereit. „Ich entziehe mich weder der postalischen Zustellung noch einer offiziellen Ladung als Zeuge vor dem Landgericht Rottweil“, zitierte ihn die Welt. Der jüngste Gerichtstermin im März 2020 war ebenfalls gescheitert.

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Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.