SCHRAMBERG – Mit einer positiven Nachricht startet Kern-Liebers ins neue Jahr: „Der Auftragseingang hat sich stabilisiert. Und zwar weltweit und insbesondere in China“, so der Vorsitzende der Geschäftsführung Udo Schnell bei einem Pressegespräch. Schrambergs größter Arbeitgeber hatte im vergangenen Herbst mit starken Rückgängen bei den Aufträgen zu kämpfen.
Schnell erinnert daran, dass die Automobilfirmen nach der Sommerpause „stark auf die Bremse getreten“ hätten: „Vermutlich zu stark.“ Vorstandsmitglied Hannes Steim nennt einen weiteren Grund für die besseren Auftragseingänge: „Die chinesische Regierung hat die Subventionen für E-Autos deutlich reduziert. Die Leute kaufen wieder Autos mit Verbrennungsmotor.“ Das zeigten auch die jüngsten Verkaufszahlen etwa von Volkswagen, die wieder deutlich nach oben gingen.
Weniger positiv sieht es dagegen in der Sparte Textil aus, hier hätten sich der Auftragseingang und die Lage noch nicht stabilisiert, so Schnell. Die Textilmaschinenhersteller seien weiter zurückhaltend.
Mit neuen Produkten für den Automobilbereich will Kern-Liebers künftig punkten. Dabei gehe es um neue Technologien wie die Brennstoffzellen und Hochleistungselektronik, kündigt Steim an. Besonders weit sei man bei einem Produkt für die Brennstoffzelle: „Wir liefern gerade die Null-Serie.“
Dabei gehe es um Brennstoffzellen, die beispielsweise für Krankenhäuser, Aufzüge oder Rechenzentren Strom liefern sollen. Diese Brennstoffzellen könnten später auch in Bussen oder Autos eingebaut werden, hofft Schnell: „Das schwappt vom Non-Automotive- in den Automotive-Bereich rüber.“
Stefan Tschugmell übernimmt Carl Haas
Für den Bereich Kunststoffverbundteile weltweit wird Stefan Tschugmell bei Kern-Liebers verantwortlich sein. Zugleich wird er Geschäftsführer von Carl Haas in Schramberg. Er übernimmt demnächst die Aufgabe von Hannes Steim. Dieser hatte übergangsweise den Posten zusätzlich zu seinen Aufgaben im Vorstand von Kern-Liebers inne.

Tschugmell arbeitet seit viereinhalb Jahren für Kern-Liebers und war bisher für Drahtfedern verantwortlich. Kunststoffverbundteile seien „in den neuen Trendfeldern Automotive sehr wichtig“, so Kern-Liebers-Chef Udo Schnell. Das Unternehmen wolle diesen Bereich weltweit ausbauen.
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