Die SPD wird mit dem SPD-Kreisvorsitzenden des Kreises Rottweil, Mirko Witkowski in den Bundestagswahlkampf ziehen. Er erhielt 33 von 46 Stimmen. Auf den Kreisvorsitzenden des Kreises Tuttlingen Enrico Becker entfielen 12 Stimmen, ein Delegierter enthielt sich.
Unter erschwerten Bedingungen wegen der Corona-Pandemie trafen sich die SPD-Delegierten aus den beiden Kreisverbänden Rotttweil und Tuttlingen am gestrigen Samstag im Konzerthaus in Trossingen. Von den 61 Delegierten aus den SPD-Ortsvereinen in den Landkreisen Rottweil und Tuttlingen waren 46 erschienen. Alle haben abgestimmt und gültige Stimmzettel abgegeben.
Mirko Witkowski schilderte seine Sozialisation als Sozialdemokrat. Sein Fazit: „Es braucht Parlamentarier, die wissen, wie es Menschen geht, die nicht das Privileg haben, mit dem goldenen Löffel im Mund aufzuwachsen.“ Becker hatte sich schwerpunktmäßig mit der Digitalisierung befasst.
Schwierige Bedingungen
Die Nominierungsversammlung sollte ursprünglich am 7. November stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie hatte die SPD die versammlung auf den 19. Dezember verschoben. Man habe zwar eine nochmalige Verschiebung zwar diskutiert, dann aber doch verworfen, da auch für Januar keine wirkliche Verbesserung der Coronasituation zu erwarten ist. Der Landesparteitag, auf dem die SPD- Landesliste zusammengestellt wird, findet am Sonntag, 24. Januar, in Göppingen statt.
Die SPD habe zwar auch erwogen eine Briefwahl oder Urnenwahl an mehreren Orten abzuhalten. Dies sei „leider nicht zulässig“, so Witkowski. Der Bundeswahlleiter weise ausdrücklich darauf hin, „dass die Nominierung eines Bundestagskandidaten nur in einer Präsenzveranstaltung an einem Ort stattfinden kann.“
Neben der Wahl des Bundestagskandidaten trafen sich die SPD-Delegierten der beiden Kreisverbände noch getrennt zu jeweils eigenen Kreisdelegiertenkonferenzen. Dort wählten sie ihre Delegierten für den Listenparteitag. Für den SPD-Kreisverband Rottweil sind dies Sebastian Holzhauer, Torsten Stumpf und Mirko Witkowski.
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