Sechs Wochen vor dem angestammten Septembertermin ist am Sonntag in der Altstadt das traditionsreiche Pelagius-Fest gefeiert worden. Die Vorverlegung sollte die Überschneidung mit der Ferienzeit vermeiden und war ein voller Erfolg: Das mit musikalischem Großaufgebot begangene feierliche Hochamt zog zahlreiche Gläubige an, auch aus der Region.
Pfarrer Timo Weber nutzte das Gleichnis vom Himmelreich, das wie ein Schatz sei, den man im Acker vergraben finde, um den Blick auf Schätze des Glaubens im Hier und Jetzt zu lenken. So seien etwa die vielen ehrenamtlichen in der Altstadt ein solcher Schatz, die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores und die lebendige Gemeinde insgesamt, erklärte Weber. Es gelte, sich über diese und andere Schätze des Glaubens zu freuen und dafür dankbar zu sein, betonte der Seelsorger.
Der Kirchenchor St. Pelagius ließ unter der begeisternden Leitung von Axel Zimmermann zusammen mit Instrumentalisten aus Tübingen und Rottweil als Hauptteil der wie immer sehr ambitionierten musikalischen Gestaltung die festlich-beschwingte „Missa in C“ (KV 220) von Wolfgang Amadeus Mozart erklingen, die nach einem zwitschenden Motiv im Sanctus den Beinamen „Spatzenmesse“ trägt.
Als Gesangssolisten wirkten Janina Ruh (Sopran), Birgit Wagner-Ruh (Alt), Andreas Linsenmann (Tenor) und Jochen Hermann (Bass) mit. Monika Siegel spielte das Orgelpositiv, Klaus Bauer die große Orgel. Im abschließenden monumentalen „Großer Gott“ verbanden sich die zahlreichen Gottesdienstbesucher, Chor und Orchester zu einem kraftvollen Lobgesang, der durch das offene Portal der Pelagiusbasilika weithin zu hören war.
Dem erhebenden Gottesdienst schloss sich ein schönes Fest im Garten des Gemeindehauses an, bei dem die Pelagiusjugend Altstadt eine tragende Rolle übernahm und viel Organisatiuonstelent bewies. Bei herrlichem Wetter nutzten viele, noch ganz erfüllt vom festlichen Hochamt, die Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein. Die Neckar-Musikanten rundeten die herzliche Gesamtatmosphäre pfiffig ab.
