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Übergewicht: Diese gesundheitlichen Risiken werden oft unterschätzt

Herz, Stoffwechsel, Gelenke und Psyche: Warum langanhaltendes Übergewicht den gesamten Körper belasten kann – und weshalb eine frühzeitige medizinische Beratung sinnvoll ist.

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(PR). Übergewicht und Adipositas können den gesamten Körper belasten und mit unterschiedlichen gesundheitlichen Risiken verbunden sein. Wer über längere Zeit deutlich übergewichtig ist, kann ein erhöhtes Risiko für Begleiterkrankungen und körperliche Beschwerden entwickeln. Auch die psychische Gesundheit kann betroffen sein. Deshalb ist es wichtig, mögliche Ursachen für das eigene Übergewicht ernst zu nehmen, ärztlich abklären zu lassen und Schritt für Schritt an einer Verbesserung der eigenen Lebenssituation zu arbeiten.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen treten häufiger auf

Herz-Kreislauf-Probleme gehören zu den häufig genannten Risiken bei Menschen mit starkem Übergewicht. Ein Grund dafür ist, dass das Herz dauerhaft mehr leisten muss, um den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen. Laut der Deutschen Adipositas-Gesellschaft können unter anderem Bluthochdruck, ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Herzinsuffizienz mit Adipositas in Verbindung stehen.

Auch das Schlaganfallrisiko kann steigen. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe nennt dabei unter anderem Bluthochdruck und ungünstige Cholesterinwerte als wichtige Risikofaktoren. Diese Entwicklungen entstehen meist nicht plötzlich, sondern über einen längeren Zeitraum. Umso wichtiger ist es, Warnzeichen ernst zu nehmen und regelmäßige ärztliche Kontrollen wahrzunehmen.

Erkrankung an Diabetes mellitus

Diabetes mellitus wird ebenfalls häufig im Zusammenhang mit Adipositas genannt. Dabei kann der Körper Insulin entweder nicht mehr ausreichend produzieren oder die Körperzellen reagieren weniger empfindlich darauf. In der Folge kann der Blutzuckerspiegel schlechter reguliert werden. Das kann sich auf Energiehaushalt, Hunger- und Sättigungsgefühl sowie auf weitere Stoffwechselprozesse auswirken.

Das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung beschreibt in diesem Zusammenhang unter anderem hormonelle Veränderungen und eine Überlastung bestimmter Zellen als mögliche Faktoren. Besonders bei länger bestehendem Übergewicht kann es deshalb sinnvoll sein, Blutzuckerwerte und weitere Stoffwechselparameter ärztlich prüfen zu lassen.

In einzelnen Fällen kann im Rahmen einer medizinischen Behandlung auch eine Wegovy Spritze ärztlich besprochen werden. Eine solche Therapie ist nicht für jeden Menschen geeignet und sollte immer individuell geprüft werden. Entscheidend bleibt eine professionelle Einordnung, die auch Ernährung, Bewegung, Vorerkrankungen und mögliche Begleiterscheinungen berücksichtigt.

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Gelenkbelastung und Bewegungseinschränkungen

Langanhaltendes Übergewicht kann auch den Bewegungsapparat stärker belasten. Besonders Knie, Hüfte, Rücken und Sprunggelenke tragen im Alltag viel Gewicht und können dadurch häufiger Beschwerden entwickeln. Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen können wiederum dazu führen, dass körperliche Aktivität schwerer fällt.

Mit der Zeit kann sich dadurch ein ungünstiger Kreislauf entwickeln: Bewegung wird vermieden, die Belastbarkeit sinkt weiter und alltägliche Aktivitäten werden anstrengender. Auch Erkrankungen wie Arthrose oder Gicht können bei starkem Übergewicht eine Rolle spielen. Nicht jede Beschwerde hat automatisch dieselbe Ursache, dennoch lohnt sich eine ärztliche Abklärung, wenn Schmerzen länger anhalten oder die Beweglichkeit deutlich eingeschränkt ist.

Eine vorsichtige, individuell angepasste Steigerung der Bewegung kann hilfreich sein. Dabei muss es nicht direkt intensiver Sport sein. Schon gelenkschonende Aktivitäten wie Spaziergänge, Schwimmen, Radfahren oder gezielte Physiotherapie können für viele Menschen ein sinnvoller Einstieg sein.

Gestörtes Verhältnis zu Essen

Neben körperlichen Risiken kann langanhaltendes Übergewicht auch mit einem belasteten Verhältnis zu Essen verbunden sein. In manchen Fällen ist eine Essstörung ein Auslöser, in anderen Fällen entwickelt sich problematisches Essverhalten im Laufe der Zeit. Dadurch kann ein Kreislauf entstehen, der die Gewichtsreduktion zusätzlich erschwert.

Binge Eating zählt laut AOK zu den häufigeren Essstörungen. Typisch sind wiederkehrende Essanfälle, bei denen Betroffene das Gefühl haben, die Kontrolle über die Nahrungsaufnahme zu verlieren. Auch emotionales Essen, ein gestörtes Hunger- und Sättigungsgefühl oder Essen als Reaktion auf Stress, Scham oder Überforderung können eine Rolle spielen.

Das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit verweist zudem auf äußere Einflussfaktoren wie Vergleiche mit anderen Menschen oder gesellschaftlichen Druck. Solche Belastungen können die psychische Gesundheit beeinträchtigen und unter anderem depressive Verstimmungen oder Rückzug begünstigen. Deshalb sollte Übergewicht nicht nur als Frage von Disziplin betrachtet werden, sondern auch im Zusammenhang mit Lebensumständen, Gewohnheiten und möglicher psychischer Belastung.

Wer den Eindruck hat, zur Risikogruppe zu gehören oder alleine nicht weiterzukommen, sollte professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen. In einer ärztlichen Beratung kann auch eingeordnet werden, ob eine Behandlungsoption wie die Ozempic Spritze im individuellen Fall überhaupt infrage kommt. Eine solche Entscheidung sollte nie isoliert getroffen werden, sondern immer im Rahmen eines strukturierten Konzepts mit medizinischer Begleitung, Ernährungsumstellung und langfristig tragfähigen Gewohnheiten.

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