Fast 400 Einsatzkräfte waren zeitweise gefordert. Am Montagabend laufen noch Nachlöscharbeiten im steilen Gelände. Landrat Christoph Keckeisen spricht von einem „Musterbeispiel“ für das Zusammenspiel der Helfer.
Schramberg. Nach mehr als 24 Stunden intensiven Einsatzes ist die Lage beim Brand in Schramberg unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten werden sich allerdings noch bis in die Dämmerung ziehen. Auch während der Nacht und in den kommenden Tagen soll das Brandgebiet weiter kontrolliert werden.
Am frühen Abend hat die Taskforce Vegetationsbrandbekämpfung mit Unterstützung der Bergwacht und örtlicher Einsatzkräfte die Arbeit im zentralen, besonders steilen Gelände aufgenommen. Dort geht es darum, verbliebene Glutnester aufzuspüren und abzulöschen. Auch an den Flanken des Brandgebiets laufen noch kleinere Nachlöscharbeiten.
Aktuell sind noch 124 Einsatzkräfte mit 37 Fahrzeugen vor Ort. Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren nach Angaben von Landrat Christoph Keckeisen fast 400 Helferinnen und Helfer beteiligt.





Keckeisen dankt den Einsatzkräften
Keckeisen traf in den frühen Abendstunden gemeinsam mit Kreisbrandmeister Philipp Glunz an der Einsatzstelle ein. Beide hatten ihren Urlaub unterbrochen, um sich vor Ort ein Bild von der Situation zu machen. Auch Schrambergs Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr hatte ihren Urlaub für den Einsatz verschoben. Über die gesamte Dauer war der Erste Landesbeamte Hermann Kopp vor Ort.
Keckeisen zeigte sich vor allem vom Zusammenspiel der zahlreichen Kräfte beeindruckt. „Ein Riesenkompliment, mein ganz großer Dank an alle, die jetzt 24 Stunden alles gegeben haben, um die Situation so hinzukriegen, wie sie jetzt ist“, sagte der Landrat.












Feuerwehren, Hilfsorganisationen, THW und auch Landwirte hätten gemeinsam dazu beigetragen, die Lage zu bewältigen. Letztere unterstützten unter anderem bei der Versorgung mit Löschwasser. „Es ist toll zu wissen, dass in einem solchen Fall alles zusammengreift und alles zusammenhilft“, sagte Keckeisen.
Auch die Arbeit der Einsatzleitung mit Schrambergs Kommandant Patrick Wöhrle an der Spitze würdigte der Landrat ausdrücklich. Die Koordination von Hunderten Einsatzkräften sei eine enorme Herausforderung gewesen. Mit Blick auf das Ergebnis sprach Keckeisen von einem „Musterbeispiel“ für das funktionierende Zusammenspiel der Beteiligten.
„Es kann sehr schnell gehen“
Der Einsatz habe zugleich gezeigt, wie schnell sich eine solche Lage entwickeln könne. „Man ist dann der Situation einfach ausgeliefert. Und dann heißt es schnell sein, reagieren und zusammenhelfen“, sagte Keckeisen. Umso erleichterter sei er, dass die Lage inzwischen unter Kontrolle sei.
Der Landrat war mit seiner Familie auf Sylt gewesen, als ihn der Erste Landesbeamte Hermann Kopp am Vorabend über die Entwicklung informierte. Keckeisen entschied sich daraufhin zur Rückreise. Ihm sei es wichtig gewesen, selbst an der Einsatzstelle präsent zu sein.
Warnung gilt vorerst weiter
Für die Bevölkerung in Schramberg gilt die ausgegebene Warnung zunächst weiterhin. Im Stadtgebiet kann es noch zu Geruchsbelästigungen und kleineren Rauchentwicklungen kommen. Fenster und Türen sollen deshalb weiterhin geschlossen bleiben, Lüftungs- und Klimageräte ausgeschaltet werden.
Voraussichtlich im Laufe des Abends soll die Bevölkerungswarnung aufgehoben werden.
Mit dem Ende der Nachlöscharbeiten ist der Einsatz allerdings noch nicht vollständig abgeschlossen: In der Nacht sowie in den folgenden Tagen sind weitere Kontrollen des Brandgebiets vorgesehen, um mögliche erneut aufflammende Glutnester frühzeitig zu entdecken.
