Die Feuerwehr kämpfte bis zum Abend weiter gegen den Wald- und Vegetationsbrand bei Schramberg – doch der Hubschrauber zeigte Wirkung. Während eine Flanke inzwischen weitgehend abgearbeitet wurde, bereiteten am Vormittag zwei schwer zugängliche Brandstellen weiter Probleme. Dort wurde aus der Luft gelöscht. Für die Bevölkerung bestehe aktuell keine unmittelbare Gefahr, sagt Einsatzleiter Patrick Wöhrle. Inzwischen finden Nachlöscharbeiten statt, der Brand ist unter Kontrolle.
Update 18.08.2026, 10 Uhr, die Polizei fasst aus ihrer Sicht wie folgt zusammen: Am Sonntagnachmittag, gegen 17.30 Uhr, teilten Zeugen über den Polizeinotruf einen Brand im Töswald westlich des Junghansareals an der Geißhalde mit. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte von Freiwilliger Feuerwehr und Polizei hatte der Brand bereits eine Ausdehnung von etwa 100 Quadratmetern erreicht. Trotz der unmittelbar eingeleiteten Löschmaßnahmen konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers im steilen und unwegsamen Gelände nicht verhindert werden.
Die Polizei sperrte daraufhin die Lauterbacher Straße (L 108) in beide Richtungen. Eine im Brandbereich verlaufende Hochspannungsleitung wurde über den Netzbetreiber – ohne Auswirkungen auf die Bevölkerung – abgeschaltet. Durch die Feuerwehr wurde eine Bevölkerungswarnung herausgegeben.
Die Brandbekämpfung wurde durch die Freiwillige Feuerwehr mit einem Großaufgebot an regionalen und überregionalen Einsatzkräften durchgeführt. Hierbei kamen unter anderem Spezialfahrzeuge aus benachbarten Landkreisen sowie Spezialisten der Taskforce Vegetationsbrandbekämpfung zum Einsatz. Der Polizeihubschrauber unterstützte die Löscharbeiten durch Aufklärungsflüge aus der Luft sowie den Einsatz eines Löschwasserbehälters.
Der Waldbrand war am Montagnachmittag schließlich unter Kontrolle. Der Brandort wurde über Nacht durchgehend kontrolliert. Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten dabei festgestellte kleinere Glutnester ab. Die Nachlöscharbeiten dauern weiterhin an.
Aufgrund der Einsatzmaßnahmen sowie der durch den Waldbrand ausgelösten erheblichen Steinschlaggefahr bleibt die Lauterbacher Straße bis auf Weiteres in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Die im Brandbereich verlaufende Hochspannungsleitung bleibt bis zu einer abschließenden Prüfung durch den Netzbetreiber außer Betrieb.
Durch den Waldbrand ist bislang eine Fläche von etwa 20 Hektar betroffen. Der Schaden beläuft sich auf circa 400.000 Euro.
Das Polizeirevier Schramberg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung ergaben sich bislang nicht.

Update 21 Uhr: „Nur noch“ Nachlöscharbeiten. „Die Taskforce Vegetationsbrandbekämpfung hat nun mit Unterstützung der Bergwacht und örtlichen Kräften die Arbeit im zentralen steilen Gelände aufgenommen, um dort Nachlöscharbeiten durchzuführen“, meldete die Pressestelle der Kreisfeuerwehr, besetzt mit Rottweiler Kameraden, am Abend. An den Flanken fänden ebenfalls noch kleinere Nachlöscharbeiten statt, die sich noch mehrere Stunden bis in die Dämmerung hinziehen könnten. Aktuell – mit Stand früher Abend – seien noch 124 Einsatzkräfte mit 37 Fahrzeugen im Einsatz. In der Nacht und in den folgenden Tagen sollen weitere Kontrollen stattfinden. „In den frühen Abendstunden sind Kreisbrandmeister Philipp Glunz und Landrat Christoph Keckeisen an der Einsatzstelle eingetroffen – dieser lobt die Arbeit aller Einsatzkräfte ausführlich. Sie haben wie Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr jeweils ihren Urlaub unterbrochen, um sich ein Bild der Lage vor Ort zu verschaffen“, heißt es weiter. Über nahezu die gesamte Einsatzdauer vor Ort war der Erste Landesbeamte Hermann Kopp. Die Bevölkerungswarnung wird laut der Mitteilung voraussichtlich im Laufe des Abends aufgehoben, zum jetzigen Zeitpunkt gilt jedoch weiterhin: Es ist mit Geruchsbelästigung und kleineren Rauchentwicklungen im Stadtgebiet Schramberg zu rechnen. Halten Sie Fenster- und Türen geschlossen und schalten sie Lüftungs- und Klimageräte aus.
Update 16.10 Uhr: Beim Waldbrand in Schramberg ist offenbar weitere Entspannung zu vermelden. „Die Einsatzkräfte konzentrieren sich aktuell auf Nachlöscharbeiten. Die örtlichen Einheiten werden nun deutlich reduziert und abgelöst, einzelne Einsatzabschnitte werden aufgelöst und die zusätzliche Wasserversorgung vom Fluss Schiltach zurückgebaut“, heißt es seitens des Presseteams. Die Löschmaßnahmen mit dem Hubschrauber seien abgeschlossen. Eine Neuerung: Es kommt im weiteren Verlauf die TaskForce Vegetationsbrandbekämpfung aus Freiburg mit speziellem Gerät zum Einsatz. Diese gilt als behördenübergreifendes, kommunales Modellprojekt, um auf die durch den Klimawandel steigenden Risiken von Hitzesommern und Trockenheit zu reagieren. Die speziellen Feuerwehrautos dieser Enheit sind an die Erfordernisse von Einsätzen wie in Schramberg angepasst.

Der Landtagsabgeordnete Stefan Teufel war am Vormittag vor Ort. Nicht, um sich zu zeigen, sondern „um zu helfen“, wie er der NRWZ sagte. Im Anschluss versandte er eine Mitteilung: „Mein großer Dank gilt allen, die seit Stunden im Einsatz sind: unseren Feuerwehren, dem THW, dem DRK, der Polizei, dem Forst, den Landwirten und allen weiteren Helferinnen und Helfern. Besonders hervorheben möchte ich auch die Drohne des Landkreises Rottweil. Sie liefert aus der Luft wichtige Informationen über die Lage und unterstützt die Einsatzleitung damit sehr wertvoll bei der Koordination der Löscharbeiten.“
Neben seinem CDU-Kollegen Teufel war auch der Grünen-Landtagsabgeordnete Artur Eichin vor Ort. „Ich danke allen Feuerwehrleuten, Rettungskräften und Landwirten für ihren Einsatz gegen die Flammen. Auch der Bevölkerung mein Respekt für die große Hilfsbereitschaft in jeder Form“, erklärte er anschließend.

Update, 13.45 Uhr: „Der Einsatz des Hubschraubers mit Löschwasserbehälter hat Wirkung gezeigt, die beiden unzugänglichen Hotspots im Steilhang sind nun unter Kontrolle.“ Diese gute Nachricht kommt vom Presseteam, das von Kräften der Feuerwehr Rottweil gebildet wird und das eng an der Einsatzleitung dran ist. Das bedeutet konkret, dass eine weitere Ausbreitung des Feuers Richtung Talstadt Schramberg aktuell sehr unwahrscheinlich ist. Demnach finden weiterhin Löscharbeiten statt, in ersten Bereichen wird zu Nachlöscharbeiten übergegangen, „das Feuer ist aber noch nicht aus“, heißt es weiter. Wegen der hohen Steinschlaggefahr „mussten die bodengebundenen Löscharbeiten teilweise unterbrochen werden, wurden aber inzwischen wieder aufgenommen“. Eine im Brandbereich verlaufende 110kV Stromleitung wurde bereits gestern ohne Auswirkungen für die Bevölkerung abgeschaltet. Die betroffene Fläche wird inzwischen auf 15-20 Hektar geschätzt, die weiteren Maßnahmen sollen mindestens noch bis in die Abendstunden andauern. Die Rauch- und Geruchsbelästigung hat glücklicherweise durch den Regen stark abgenommen, die Bitte, die Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klima- und Lüftungsgeräte auszuschalten, gilt aber weiterhin.
Der Waldbrand bei Schramberg beschäftigt die Einsatzkräfte auch am Montagvormittag weiter. Nach Angaben von Patrick Wöhrle, Stadtbrandmeister und Einsatzleiter der Feuerwehr, konzentrieren sich die Arbeiten inzwischen vor allem auf zwei Problemstellen an der linken Flanke des Brandgebiets. Weil das Gelände dort für Einsatzkräfte zu gefährlich ist, sollen die Löscharbeiten aus der Luft unterstützt werden.
Der Einsatz hatte am Sonntag um 17.37 Uhr mit der Alarmierung „Waldbrand Stufe 1“ begonnen. Schon während der Anfahrt seien weitere Notrufe eingegangen. Zudem sei die Rauchentwicklung deutlich sichtbar gewesen, berichtet Wöhrle. Daraufhin wurde die Alarmstufe auf Waldbrandstufe 2 erhöht und weitere Kräfte wurden alarmiert.
Beim Eintreffen fanden die Einsatzkräfte einen Waldbrand vor, der sich zunächst auf einer Länge von etwa zehn bis 15 Metern und rund 20 bis 30 Meter hangaufwärts ausgebreitet hatte. Das Feuer entwickelte sich nach Angaben des Einsatzleiters jedoch schnell weiter – sowohl in Richtung Lauterbach als auch in Richtung der Wohnbebauung von Schramberg.
Die Feuerwehr alarmierte daraufhin umfangreich nach. Neben Kräften aus dem gesamten Stadtgebiet kamen Einheiten aus dem Landkreis Rottweil und aus benachbarten Landkreisen zum Einsatz. Die Brandbekämpfung wurde über beide Flanken aufgenommen.
Probleme mit der Wasserversorgung
Im Verlauf des Abends bereitete auch die Wasserversorgung Schwierigkeiten. Deshalb wurde eine Wasserförderungskomponente der Berufsfeuerwehr Reutlingen angefordert. Zusätzlich kamen spezielle Waldbrand-Tanklöschfahrzeuge aus Reutlingen und Freiburg zum Einsatz.
Mit Einbruch der Dunkelheit mussten die Maßnahmen im schwierigen Gelände teilweise zurückgefahren werden. Die rechte Flanke entwickelte sich über Nacht nach Angaben Wöhrles glücklicherweise nicht wesentlich weiter.
Angespannter blieb die Situation auf der linken Flanke. Dort breitete sich das Feuer weiter aus und rückte damit auch näher an bebaute Bereiche heran. Die Feuerwehr bereitete deshalb einen massiven Löschangriff zum Schutz der Wohnbebauung vor. Gleichzeitig versuchten spezielle Waldbrandfahrzeuge, die Vegetation zu bewässern und damit die Brandlast zu reduzieren.
Rechte Flanke wird weiter abgearbeitet
Am Montagvormittag arbeiten zwei Züge die rechte Flanke von oben und unten ab. Unterstützt werden sie dabei von zwei Waldbrand-Tanklöschfahrzeugen. Die gesamte betroffene Fläche soll kontrolliert und verbliebene Glutnester sollen abgelöscht werden.
Deutlich schwieriger ist die Lage weiterhin auf der linken Seite. Dort gibt es laut Wöhrle zwei größere Problemstellen. Eine befindet sich im oberen Bereich nahe Masten einer 110-kV-Leitung. Die Stromversorgung in diesem Bereich wurde abgeschaltet, weitere Sicherungsmaßnahmen an der Leitung laufen.
Eine zweite Brandstelle befindet sich in einem besonders steilen Bereich weiter unten. Gerade dort stellt sich die Frage, wie Einsatzkräfte überhaupt sicher an die Brandherde herankommen können.
Einsatz der Bergwacht war im Gespräch – Risiko zu groß
Auch ein Einsatz der Bergwacht sei diskutiert worden, sagte Stadtbrandmeister Wöhrle. Die Bergwacht im Kreis Rottweil verfügt über entsprechende Waldbrandsicherungsseile, mit denen Einsatzkräfte in schwierigem und steilem Gelände gesichert werden können.
Auf Nachfrage der NRWZ bestätigte Kreispressesprecher Sven Haberer, dass diese Möglichkeit tatsächlich geprüft worden sei. Gegen einen solchen Einsatz sprach am Sonntag jedoch die Entwicklung des Feuers selbst: Der Wind fachte den Brand an und sorgte dafür, dass sich die Flammen im Gelände schnell ausbreiten konnten.
Für angeseilte Einsatzkräfte hätte das eine besondere Gefahr bedeutet. Feuerwehrleute oder Kräfte der Bergwacht hätten sich im Steilhang nicht schnell genug zurückziehen können, wenn sich das Feuer plötzlich in ihre Richtung entwickelt hätte. Im schlimmsten Fall hätten die Flammen die im Gelände gesicherten Einsatzkräfte eingeholt. Dieses Risiko wollte die Einsatzleitung nicht eingehen.
Am Montag stellt sich die Gefahrenlage wiederum anders dar. Durch den einsetzenden Regen wird der Hang zunehmend instabil. Erdreich und Gestein können sich lösen und ins Rutschen geraten. Damit wird auch dort ein Einsatz am Boden zu gefährlich. Einsatzkräfte müssen deshalb aus Teilen des eigentlichen Brandgebiets herausgehalten beziehungsweise zurückgezogen werden.
Löschangriff aus der Luft
Die beiden schwer zugänglichen Problemstellen sollen deshalb aus der Luft bekämpft werden. Bereits am Sonntag hatte die Polizei die Einsatzleitung mit einer Wärmebildkamera aus der Luft unterstützt. Diese Erkundung wurde am Montagmorgen fortgesetzt.
Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse entschied die Einsatzleitung, die schwer zugänglichen Bereiche aus der Luft zu bekämpfen. Gleichzeitig werden Einsatzkräfte aus gefährdeten Bereichen zurückgezogen. Neben möglichen Hangbewegungen muss insbesondere mit Steinschlag gerechnet werden.
Die Arbeiten an der rechten Flanke sollen parallel weiterlaufen, allerdings ausschließlich in Bereichen, in denen die Einsatzkräfte sicher arbeiten können.
Keine unmittelbare Gefahr für Bevölkerung
Für die Bevölkerung besteht nach Angaben Wöhrles aktuell keine unmittelbare Gefahr. Die Feuerwehr ruft die Menschen dennoch weiterhin dazu auf, möglichst zu Hause zu bleiben, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen abzuschalten. Damit soll verhindert werden, dass Rauch und Ruß in Gebäude gelangen.
Weitere Maßnahmen für die Bevölkerung seien derzeit nicht erforderlich. Die Einsatzkräfte würden alles daransetzen, eine weitere Ausbreitung des Wald- und Vegetationsbrandes in Richtung der Wohnbebauung zu verhindern.
11.20 Uhr: Regen setzt ein. „Endlich“, heißt es an der Einsatzstelle.
Zugleich ist der Hubschrauber eingetroffen und lässt die erste Ladung Wasser ab.
Weiterer Verlauf
10.35 Uhr, die Presseabteilung berichtet: „Aktuell nimmt der Hubschrauber der Polizei mit Löschwasserbehälter die Arbeit auf. Aufgrund der steilen Hanglage sind Löscharbeiten für die bodengebundenen Einsatzkräfte dort nicht möglich. Im Bereich der rechten Flanke ist das Feuer aktuell unter Kontrolle. Für die Bevölkerung besteht aktuell nach wie vor keine Gefahr, aufgrund der Rauchentwicklung sollen Fenster und Türen weiterhin geschlossen bleiben und Klima- und Lüftungsgeräte ausgeschalten werden.
Es wurden weitere Einsatzkräfte durch eigenständige Löschzüge ausgetauscht, so dass weiterhin ca. 330 Kräfte vor Ort sind.“
Mit Stand 10.15 Uhr wird immerhin der Regen kräftiger. Der Begleithubschrauber steht über der Einsatzstelle. Vom Löschhubschrauber ist noch nichts zu sehen. Der Landtagsabgeordnete Stefan Teufel ist ebenso vor Ort wie Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr und der Erste Landesbeamte Hermann Kopp. Sie informieren sich bei Sven Haberer von der Kreisfeuerwehr. Unterdessen sitzt Einsatzleiter Wöhrle im Hubschrauber über der Stadt und beurteilt das Gebiet aus der Luft.


Ein Löschhubschrauber ist angefordert worden und soll in Kürze eintreffen. Wie Einsatzleiter Wöhrle erklärte, sei „die linke Flanke“ des Einsatzgebiets „nach wie vor kritisch“. Es ist die Seite, an der das Feuer auf die Stadt Schramberg selbst zuläuft. Das steile, unwegsame Gelände behindert die Löscharbeiten massiv. Kräfte aus dem ganzen Land werden zusammengezogen.
Der Hubschrauber, der mit einem Löschsack ausgestattet ist, soll an einem örtlichen Teich im Überflug Wasser fassen. Er wird von einem zweiten Hubschrauber begleitet.
Mit Stand 10 Uhr qualmt der Wald vermeintlich ruhig vor sich hin. Allerdings stecken Glutnester im Gelände, die Potenzial für ein erneutes Ausbrechen des Feuers hätten – und vom Boden nicht abgelöscht werden können, weil sie schlicht zu Fuß nicht erreichbar sind.
Update: Zum aktuellen Zeitpunkt, Montag 8 Uhr, sind etwa 80 Fahrzeuge im Einsatz, darunter spezielle Waldbrand-Tanklöschfahrzeuge aber auch zahlreiche Landwirte. „Die rund 330 im Einsatz befindlichen Einsatzkräfte wurden im Laufe der Nacht sukzessive ausgetauscht, sodass insgesamt etwa 400 Einsatzkräfte beteiligt sind und waren“, heißt es in der jüngsten Medienmitteilung. Für 8.40 Uhr ist eine neuerliche Stellungnahme des Einsatzleiters angekündigt.
Am Morgen nach dem Brandausbruch gehen die Löscharbeiten weiter. Kräfte der Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis, aber etwa auch Berufsfeuerwehrleute aus Freiburg und, seit dem Abend, Reutlingen sind in Schramberg versammelt. Einsatzleiter Patrick Wöhrle hat sich am Morgen noch ein Bild von der Lage vom Hubschrauber aus gemacht. Jetzt, gegen acht Uhr, ist Besprechung und Abgleich zwischen den verschiedenen Organisationen von Feuerwehr bis Forst, von Polizei bis Ordnungsamt, von DRK, THW und Fachberatern. Einige der Kräfte sind ausgetauscht worden – so ist für den stellvertretenden Kreisbrandmeister Markus Fehrenbacher nun sein Amtskollege Manuel Suhr da. Er hat die Rechtsaufsicht, wie es heißt, würde also eingreifen, wenn etwas schief läuft. Er sieht dafür wie schon Fehrenbacher am Vorabend keinen Grund. „Alles Profis, hier“, so Suhr zur NRWZ.
Die Feuerwehr hat eine Standleitung für die Wasserversorgung gelegt, das THW einen Wasserbehälter aufgebaut, Löschfahrzeuge stehen bereit.
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Keine Entspannung, die Arbeit bleibt kräftezehrend
Update, 17.08.2026, 6 Uhr: Die Pressestelle der Feuerwehr meldet, es gebe weiterhin keine Entspannung der Lage. „Die Feuerwehren der Region sind weiterhin mit einem starken Aufgebot beim Waldbrand in Schramberg im Einsatz“, heißt es in einer am Morgen versandten Mitteilung. Die Löschmaßnahmen zeigten Erfolg, „von einer Entspannung der Lage kann jedoch noch keine Rede sein“. Der Einsatz werde sich voraussichtlich noch über den ganzen Montag erstrecken.
Die Warnung der Bevölkerung vor Geruchsbelästigung hat weiterhin Bestand, einschließlich der Bitte, Fenster und Türen geschlossen zu halten, sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.
„Aktuell werden die eingesetzten Kräfte sukzessive abgelöst, da viele mittlerweile bereits seit 12 Stunden im Einsatz sind. Entsprechend werden weiterhin zusätzliche Feuerwehren aus dem Umland hinzugezogen“, so das Medienteam am Morgen.
Evakuierungsamaßnahmen bislang nur Gedankenspiel
Update, 17.08.2026, 0.55 Uhr: Die Polizei meldete: „Der Brand hat sich mittlerweile auf eine Fläche von ca. 400 x 300 Metern ausgedehnt. Laut Angaben der Feuerwehr besteht weiterhin keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung. Es wird gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.“
Das Wort „Evakuierung“ tauchte am späten Abend gelegentlich an der Einsatzstelle auf. Alles hängt davon ab, ob es den Feuerwehrkräften gelingt, den Brand an den sogenannten natürlichen Schneisen, etwa einem Waldweg, aufzuhalten. Sie tun alles genau dafür – und gaben sich zuversichtlich. Vorsichtig optimistisch. Dennoch existieren Planungen für den Fall, dass das Feuer doch weiter in Richtung Schramberg ziehen könnte. Aber: Aktuell ist keine Evakuierung von Wohngebäuden geplant.
Einzelne Erfolge in dynamischer Lage
Update, 17.08.2026, 0.15 Uhr: Die aus Rottweil hinzugezogenen Pressesprecher haben vor wenigen Minuten erklärt, dass die Lage beim Waldbrand in Schramberg weiterhin dynamisch bleibe. Doch: „In einzelnen Abschnitten konnten Erfolge erzielt und eine Ausbreitung verhindert werden.“ Die Einsatzdauer könne noch nicht abgeschätzt werden, daher werden die Einsatzkräfte nach und nach abgelöst, nach aktuellem Stand waren und sind insgesamt 67 Fahrzeuge und rund 250 Einsatzkräfte aller Hilfsorganisationen vor Ort.
Einschätzungen vom Einsatzleiter und von der Oberbürgermeisterin
SCHRAMBERG – Ein größerer Waldbrand hält am Sonntagabend bis weit in die Nacht hinein zahlreiche Einsatzkräfte bei Schramberg in Atem. Das Feuer ist im Bereich der Verbindungsstraße zwischen Lauterbach und Schramberg ausgebrochen. Nach Angaben von Schrambergs Stadtbrandmeister Patrick Wöhrle wurde die Feuerwehr um 17.37 Uhr mit dem Stichwort „Brand 1“ alarmiert.
Schon bei der Anfahrt sei eine starke Rauchentwicklung erkennbar gewesen. Beim Eintreffen habe sich das Feuer bereits auf einer Länge von etwa zehn bis 15 Metern und 20 bis 30 Meter hangaufwärts in den Wald ausgebreitet. Daraufhin wurde die Alarmstufe auf „Wald 2“ erhöht. Damit wurden weitere Kräfte angefordert.
Die Frage nach der Brandursache wird derweil möglicherweise nie geklärt werden können. Wie der Leiter des Polizeireviers Schramberg, Jürgen Lederer, der NRWZ sagte, werde es nach diesem Brand wohl keine Spurenlage mehr geben. Es gebe Zeugen, die namentlich bekannt seien und noch einvernommen werden würden – diejenigen Menschen, die den Brand als erste gemeldet haben – doch wenn etwa eine unachtsam weggeworfene Zigarettenkippe schuld sei, wäre das nicht mehr festzustellen.
Acht bis zehn Hektar betroffen
Am Abend schätzte die Einsatzleitung die betroffene Fläche auf rund acht bis zehn Hektar. Dabei handele es sich ausdrücklich um eine grobe Schätzung. Die Lage sei weiterhin dynamisch und könne noch nicht als stabil bezeichnet werden.
Die Brandbekämpfung ist in mehrere Einsatzabschnitte gegliedert. Einsatzkräfte gehen sowohl vom unteren Bereich an der Straße als auch von der Mitte und von der Bergseite gegen die Flammen vor. Während die rechte Flanke in Richtung Lauterbach vergleichsweise stabil sei, bereitet insbesondere die andere Seite des Brandgebiets weiter Probleme.
Teilweise müssen die Einsatzkräfte von einem direkten Löschangriff zu einer Verteidigungsstrategie übergehen. Dabei sollen insbesondere vorhandene Schneisen und geschotterte Forstwege genutzt werden, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.



Löschwasser wird im Pendelverkehr gebracht
Eine besondere Herausforderung ist die Wasserversorgung. Neben dem Hydrantennetz wird Löschwasser mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr an die Einsatzstelle gebracht. Unterstützung kommt auch vom Bauhof und von Landwirten. Diese transportieren unter anderem mit Güllefässern große Mengen Wasser in das Einsatzgebiet.
Nach Angaben Wöhrles waren am Abend rund 35 Feuerwehrfahrzeuge und etwa 200 Einsatzkräfte vor Ort. Hinzu kommen rund 50 Kräfte von THW, DRK und Polizei. Auch der Forst unterstützt die Einsatzleitung.
Ein Polizeihubschrauber liefert regelmäßig Bilder aus der Luft, um die Entwicklung des Feuers beurteilen zu können. Zusätzlich ist eine Drohneneinheit im Einsatz. Weitere spezialisierte Waldbrandfahrzeuge wurden angefordert. Auch Kräfte aus benachbarten Landkreisen unterstützen den Großeinsatz.


Eisenlohr: „Die Lage ist angespannt“
Schrambergs Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr machte am Abend deutlich, dass noch keine Entwarnung gegeben werden könne. „Die Lage ist angespannt“, sagte sie. Die Fläche habe sich im Laufe der vergangenen Stunden weiter ausgebreitet.
Eisenlohr dankte den zahlreichen Helfern aus Schramberg, dem Landkreis Rottweil und den benachbarten Landkreisen. Unterstützung sei sogar aus Reutlingen unterwegs. Ihr Dank gelte der gesamten „Blaulichtfamilie“, darunter Feuerwehr, Polizei, THW und DRK.
Auch Netze BW waren demnach bereits gefordert. Eine Stromleitung in der Nähe des Brandes wurde vorsorglich abgeschaltet beziehungsweise vom Netz genommen.
Besonders hob Eisenlohr die Hilfe der Landwirte hervor, die ihren Sonntagabend opferten und mit wassergefüllten Güllefässern zur Einsatzstelle kämen. Diese Unterstützung sei in der aktuellen Situation wichtig.
Bevölkerung soll Fenster und Türen geschlossen halten
Über die Warn-App NINA wurde die Bevölkerung über den Waldbrand informiert. Nach Angaben der Einsatzleitung besteht derzeit keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung. Die Situation und insbesondere die Rauchentwicklung würden jedoch laufend beobachtet.
Eisenlohr rief die Menschen dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten und sich möglichst in Innenräumen aufzuhalten. Gleichzeitig appellierte sie eindringlich an Schaulustige, das Einsatzgebiet zu meiden. Gaffer würden die Bundesstraße blockieren und damit die Arbeit der Einsatzkräfte erschweren.
Über NINA sollen bei einer Veränderung der Lage weitere Informationen und Warnungen verbreitet werden.
Wie lange der Einsatz dauern wird, war am Sonntagabend noch nicht absehbar. Die Einsatzleitung bereitet sich bereits darauf vor, die Brandbekämpfung auch während der Dunkelheit fortzusetzen. Das THW richtet dazu unter anderem eine mobile Tankstelle im Bereich des Busbahnhofs ein. Für die Versorgung der zahlreichen Einsatzkräfte ist das DRK vor Ort.
Das Ziel für die kommenden Stunden ist klar: Die weitere Ausbreitung des Waldbrandes soll gestoppt und das Feuer spätestens an den vorhandenen Forstwegen und natürlichen Schneisen eingegrenzt werden.
Der Abend
Eine Aufforderung der Feuerwehr: „Im Bereich Schramberg-Tal, Sulgen, Tennenbronn und Lauterbach bitten wir aufgrund der Rauch- und Geruchsbelästigung Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klima- und Lüftungsanlagen auszuschalten.“
Über der Talstadt steht eine große Rauchwolke. Sie ist nach den vorliegenden Informationen bereits aus mehr als zehn Kilometern Entfernung sichtbar, etwa auf Höhe von Dunningen. Das Feuer zieht unterdessen vom Schramberg Richtung Tennenbronn. Von unten wie von oben versuchen Feuerwehrleute, es in den Griff zu bekommen. Die Flammen lodern jedoch immer wieder hoch. Auch rund eine Stunde nach der ersten Alarmierung fordert die Leitstelle weitere Kräfte nach. Etwa aus Rottweil, Schiltach, Oberndorf, Dunningen und St. Georgen.

“Wir haben alles aus der Gegend in Bewegung gesetzt“, so der stellvertretende Kreisbrandmeister Markus Fehrenbacher. Es werde von zwei Seiten angegriffen, bestätigte er. Eine Starkstromleitung sei abgestellt worden, ergänzte der Schiltacher Kommandant. Zu einem Stromausfall komme es deshalb bislang nicht.
„Aufgrund der Wettersituation in Verbindung mit starkem Wind ist mit einer schnellen Ausbreitung zu rechnen. Das Feuer wird aktuell von drei Flanken bekämpft, um es schnellstmöglich unter Kontrolle zu bekommen“, erklärte inzwischen Andrea Schmider, Pressesprecherin des Landkreises. Feuerwehrkräfte seien „aus dem ganzen Landkreis Rottweil und auch
darüber hinaus mit derzeit 32 Fahrzeugen und über 160 Einsatzkräften im Einsatz“, sagte sie weiter.
Aktuell (Stand: 20.45 Uhr) ziehen die Flammen weiter Richtung Schramberg-Tal. Das Gelände ist so steil, dass es nicht möglich ist, die direkt zu bekämpfen. Die Einsatzkräfte kommen schlicht nicht hin. Allerdings sollen an einer natürlichen Grenze, einem Waldweg zwischen dem Feuer und den ersten Häusern der Stadt, die Flammen gestoppt werden können.
Die Einsatzkräfte stellen sich auf eine lange Nacht ein. Das THW hat Beleuchtung aufgebaut.
Ein Leser berichtet, die riesige Rauchsäule sei auch aus Trossingen sichtbar gewesen. Die Stadt liegt rund 25 Kilometer von Schramberg entfernt.

Stand am Abend
Eine Drohne des Landkreises überfliegt das Brandgelände. Fehrenbacher geht von einer betroffenen Fläche von rund zwei Hektar aus. Es gebe aktuell keine Verletzten, bestätigte er. Der Einsatzleiter , Schrambergs Stadtbrandmeister Patrick Wöhrle, wird durch die Führungsgruppe unterstützt. Schrambergs Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr ist vor Ort. Zudem als Erster Landesbeamter in Vertretung des im Urlaub weilenden Landrats Hermann Kopp.
Die Schramberger Bereitschaft des DRK stellt eine Vielzahl an Kräften, in erster Linie, um eine Versorgung der Feuerwehrleute aufzubauen und die Einsatzkräfte medizinisch abzusichern.
Ein Hubschrauber der Polizei überfliegt einen Randbereich des brennenden Waldstücks, eines Wipfels zwischen Schramberg und Lauterbach. Vor Ort werden weiterhin Kräfte zusammengezogen. Mit Stand 19.30 Uhr ist das Feuer nicht unter Kontrolle. Es läuft auf die Talstadt zu. Zwischen den Feuerwehrleuten hindurch.
Der Wind trägt den Rauch bereits in Richtung Sulgen und weitere höher gelegene Gemeinden.
Die B462 zwischen Sulgen und Schramberg dient inzwischen offenbar als Parkplatz für Schaulustige.



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