Benachrichtigung

Schrambergs OB Herzog: Kollegen sind erleichtert

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Am Mittwochnachmittag ereignete sich im Schramberger Rathaus eine Tat, mit der so kaum jemand gerechnet hätte. Ein 26-Jähriger begegnet einem Rathausmitarbeiter, schreit: „Rufen Sie die Polizei!“ und sticht auf den Mitarbeiter mit einem Messer ein. Wir haben berichtet. Am Tag danach hat die NRWZ Oberbürgermeister Thomas Herzog einige Fragen zur Tat und zur Verarbeitung im Rathaus gestellt:

Herr Herzog, nach der Attacke im Rathaus, wie ist die Stimmung unter den Mitarbeitern am Tag danach?

Herzog: Die Stimmung ist gedrückt. Selbstverständlich ist heute das schreckliche Geschehen im Haus Thema Nummer eins. Dennoch sind alle Kolleginnen und Kollegen sehr erleichtert, dass das Opfer außer Lebensgefahr ist und sich auf dem Wege der Besserung befindet.

Haben Sie professionelle Hilfe bei der Bewältigung möglicher Traumata bei Ihren Mitarbeitern angefordert oder war das nicht erforderlich?

Ja, ich habe professionelle Hilfe bei der Bewältigung des Geschehens für meine Mitarbeiter angefordert. Heute Vormittag waren drei Mitglieder des Notfallnachsorgedienstes des DRK anwesend, die anschließend den Mitarbeitern für persönliche Gespräche zur Verfügung standen.

 Wie haben Sie den Angriff erlebt, der ja unmittelbar vor Ihrem Dienstzimmer stattfand?

Ich war zu diesem Zeitpunkt mit einer Bürgerin in meinem Zimmer. Vom eigentlichen Tatgeschehen habe ich nichts mitbekommen. Ich habe dann den Hilferuf des Kollegen gehört.

Welche Vorkehrungen gibt es im Schramberger Rathaus gegen solche Angriffe?

Vorkehrungen für genau diese Form von Angriffen gibt es nicht. Damit rechnet niemand. Es gibt eine Notruftaste an fast allen Telefonen im Haus, die man drücken kann, wenn man das Gefühl hat, eine Situation wird unangenehm. Über diese Taste werden speziell ausgebildete Kollegen im Rathaus benachrichtigt, um eventuell deeskalierend tätig zu werden.

Haben Sie eine Erklärung für das Verhalten des Mannes?

Eine Erklärung für das Verhalten des Mannes habe ich nicht. Nach den neuesten Ermittlungen handelt es sich wohl um eine Zufallsbegegnung von Täter und Opfer.

... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. 2026 hat er die NRWZ auf eigenen Antrieb verlassen, auch, um sich einem eigenen journalistischen Projekt zu widmen. Mehr über ihn hier.

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