Benachrichtigung

Aufgrund politischer Gesinnung aus dem öffentlichen Dienst ausgeschlossen

Der DGB-Kreisverband zeugte eine eindrucksvolle Ausstellung im Rottweiler Soolbad. Foto: DGB
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Anlässlich des 1. Mais fand im „Oberen Soolbad in der Oberamteigasse 10 in Rottweil eine eindrucksvolle Ausstellung zum Thema „Berufsverbote in der Bundesrepublik“ statt.

Rottweil – Zwischen 12 und 15 Uhr hatten Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich intensiv mit einem vielfach verdrängten Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt der Ausstellung standen die sogenannten „Berufsverbote“, die seit den 1950er Jahren und insbesondere nach dem sogenannten Radikalenerlass von 1972 Menschen aufgrund ihrer politischen
Gesinnung oder Aktivitäten aus dem öffentlichen Dienst ausschlossen.

Eindrucksvolle Ausstellungstafeln dokumentierten historische Entwicklungen, konkrete Einzelschicksale und die massiven Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen – von Studierenden und Lehrkräften bis hin zu Juristen und Kulturschaffenden. Mit großem Interesse und teils sichtlicher Betroffenheit setzten sich die Besucherinnen und Besucher mit der Thematik auseinander. Die Ausstellung verdeutlichte, wie wichtig die Auseinandersetzung mit diesem Thema ist – gerade in Zeiten, in denen demokratische Werte und Grundrechte wieder verstärkt verteidigt werden müssen.

Besonders eindrucksvoll war die Anwesenheit von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die selbst von Berufsverboten betroffen waren. In persönlichen Gesprächen schilderten sie ihre Erlebnisse und gaben authentische Einblicke in die Auswirkungen staatlicher Repression. Ihre Anwesenheit verlieh der Ausstellung eine tief bewegende, persönliche Dimension.

Die Ausstellung wurde von der Niedersächsischen Initiative gegen Berufsverbote konzipiert und wird von zahlreichen zivilgesellschaftlichen Gruppen, Archiven und Einzelpersonen unterstützt. Eine ergänzende Ausstellung mit Fokus auf Baden-Württemberg erweiterte den Blick auf regionale Besonderheiten und Fälle.

Das DGB-Team am 1. Mai. Foto: DGB
Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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