Die erste, kleine, Hürde auf dem Weg zu einer Wiederbelebung der Bahnstrecke Schramberg-Schiltach ist genommen: Eine Potenzialanalyse habe ergeben, dass auf der Strecke „deutlich mehr als 500 Fahrgäste am Tag“ zu erwarten seien. Diese 500 sind Voraussetzung dafür, dass das Land eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gibt.
Das hat auf Nachfrage der NRWZ der für öffentliche Ordnung und Sicherheit zuständige Dezernent Oliver Brodmann berichtet. Die Studie habe der Nahverkehrsberater des Landkreises Rottweil Hartmut Jaißle für den Kreistag erarbeitet. Dieser tage am Montag. „Deshalb haben wir die genauen Ergebnisse noch nicht publik gemacht.“ Jaißles Heidelberger Büro NahverkehrsBeratung Südwest berät schon seit langem den Kreis Rottweil in Nahverkehrsfragen. Die Potenzialanalyse habe „Hand und Fuß“, so Brodmann.
„Eigentlich ein Wahnsinn“
Im Schiltacher Gemeinderat hatte man das Thema Machbarkeitsstudie höchst kontrovers debattiert, berichtet der „Schwarzwälder Bote“. Etliche Rätinnen und Räte hielten die Idee einer Reaktivierung der Bahnstrecke wie die meisten Schiltacher für “ein Projekt, das nie kommen wird“, zitiert die Zeitung beispielsweise Michael Buzzi. Die 30 Millionen Euro, die die Wiederbelebung nach einer Schätzung von Armin Fenske kosten würde, seien „eigentlich ein Wahnsinn“.
Schlussendlich sah sich der Schiltacher Rat aber an eine in nichtöffentlicher Sitzung beschlossene Zusage gebunden. Er stimmte mehrheitlich einer Beteiligung an der Machbarkeitsstudie zu. Allerdings sollen auch andere innovative Konzepte wie das autonome Fahren in die Studie mit einbezogen werden.
Der Schramberger Gemeinderat hatte sich kürzlich für eine Beteiligung an den Kosten dieser Machbarkeitsstudie entschieden. Am Montag muss noch der Kreistag zustimmen.
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