Reich-, nicht Armstadt? Die Stadt Rottweil hat jedenfalls im vorigen Jahr einen satten Überschuss eingefahren. Zwei Millionen Euro mehr eingenommen als geplant, 3,7 Millionen weniger ausgegeben – das vermeldete Herbert Walter dem Verwaltungsausschuss gern. Der Fachbereichsleiter Haupt- und Finanzverwaltung warnte gleichzeitig vor Begehrlichkeiten, die zu Mehrausgaben führen.
Die Mehreinnahmen kamen vor allem durch die Steuern. 900.000 Euro mehr über die Einkommensteuer, 280.000 mehr Vergnügungssteuer eingenommen als geplant, dazu fast eine halbe Million mehr Zuweisungen ließen die Summe der Einnahmen von geplanten 65,7 auf 67,7 Millionen Euro ansteigen. Die Aufwendungen sanken gegenüber der Planung um 3,7 Millionen Euro. Bei den Ausgaben allerdings lag es zum Teil (1,9 Millionen) an nicht abgerufenen Ausgaben für Gebäude-Unterhaltung. Zudem warten verschobene Investitionen von sechs Millionen Euro auf Finanzierung. Insgesamt aber ein „Rekordergebnis“, wie Walter sagte. Eine Eigenkapitalquote von fast 77 Prozent sei der „Nachweis der soliden Finanzen“.
So ist in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen, dass die Stadt Ende des Jahres 2020 noch 14 Millionen Euro liquide Eigenmittel hat. „Die brauchen wir auch für die Landesgartenschau“, erklärte Walter, warum er von zusätzlichen Ausgaben nichts hält.
Auch Oberbürgermeister Ralf Broß warnte davor, jetzt euphorisch abzuheben.
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