Bei der Mitgliederversammlung der CDU Sulz im Clubhaus des TC Sulz stand neben der Neuwahl des Vorstands vor allem die Zukunft des ländlichen Raums im Fokus. CDU-Kreisvorsitzender Stefan Teufel berichtete über aktuelle Landespolitik, Fördermöglichkeiten für die Region und bundespolitische Reformpläne, die bei den Mitgliedern auf Sorge stießen.
Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der CDU Sulz standen die aktuellen politischen Entwicklungen im Land sowie die Herausforderungen und Chancen für Sulz und die Region. CDU-Kreisvorsitzender Stefan Teufel berichtete den Mitgliedern über zentrale Vorhaben der Landespolitik, aktuelle Förderprogramme sowie politische Debatten, die viele Bürgerinnen und Bürger derzeit beschäftigen.
Teufel betonte, dass die Stärkung des ländlichen Raums eine der wichtigsten Aufgaben der Politik bleiben müsse. Sulz zeige, wie viel Potenzial in den Städten und Gemeinden der Region stecke. Damit Menschen auch künftig gerne dort leben und arbeiten, brauche es starke Kommunen, eine gute Infrastruktur, attraktive Arbeitsplätze, ausreichend Wohnraum und eine verlässliche Daseinsvorsorge. Als Beispiel nannte er das Quartiersprojekt „Drei Täler – Eine Gemeinschaft”, für das Sulz rund 74.000 Euro Landesmittel erhält. Ziel des Projekts ist es, das generationenübergreifende Zusammenleben zu stärken, ehrenamtliches Engagement zu fördern und neue Formen der Nachbarschaftshilfe zu entwickeln.
In seinem Rechenschaftsbericht hob der einstimmig wiedergewählte Stadtverbandsvorsitzende Tobias Bronner die erfolgreich verlaufenen Wahlen der vergangenen Jahre sowie die gute Zusammenarbeit mit Stefan Teufel hervor. Schriftführer Siegfried Dölker ergänzte in seinem letzten Bericht in diesem Amt die Ausführungen des Vorsitzenden. Schatzmeisterin Barbara Klaussner legte den Kassenbericht vor, dem Rechnungsprüfer Ludwig Schrägle eine einwandfreie Kassenführung bescheinigte.
Ein weiteres Thema war die Entwicklung der Region Oberer Neckar. Teufel informierte über aktuelle Fördermöglichkeiten im Rahmen des LEADER-Programms, die Vereinen, Unternehmen, Kommunen und Initiativen die Umsetzung innovativer Projekte ermöglichten.
Breiten Raum nahm die wirtschaftliche Situation ein. Steigende Kosten, Fachkräftemangel und zunehmende Bürokratie belasteten insbesondere Mittelstand und Handwerk. Teufel sprach sich für schnellere Genehmigungsverfahren, weniger Bürokratie und bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen aus. Mit 750.000 Euro sei ein großer Anteil der Fördergelder in das Interkommunale Gewerbegebiet InPark A81 geflossen. Auch das historische Wasserschloss Glatt wurde erwähnt, das vor drei Jahren eine Landesförderung in Höhe von 250.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen erhalten hatte.
Diskutiert wurden zudem aktuelle bundespolitische Entwicklungen. Mehrere Mitglieder äußerten Sorge über angekündigte Reformpläne der Bundesregierung in den Bereichen Altersvorsorge, Gesundheitswesen und Arbeitsmarkt – insbesondere über Überlegungen, Minijobs einzuschränken oder abzuschaffen. Diese seien für Studierende, Rentner, Familien und Betriebe, etwa in der Gastronomie, ein wichtiger Bestandteil des Arbeitsmarktes.
Als langjähriger Sozialpolitiker mahnte Teufel zudem, die medizinische Versorgung im ländlichen Raum dürfe durch die geplante Gesundheitsreform des Bundes nicht geschwächt werden. Krankenhäuser, Hausärzte, Pflegeeinrichtungen und Apotheken seien ein wesentlicher Bestandteil der Daseinsvorsorge.
Im Mittelpunkt der Versammlung stand zudem die Neuwahl des Vorstandes. Diesem gehören künftig an:
- Vorsitzender: Tobias Bronner
- Stellvertretender Vorsitzender: Siegfried Dölker
- Schatzmeisterin: Barbara Klaussner
- Schriftführer: Jens Kilsbach
- Mitgliederbeauftragter: Dr. Heinrich von Stromberg
- Beisitzer: Axel Anger, Andrea Dreher, Willy Harpain, Klaus Kerner, Ralf Kreher, Manfred Maier, Carsten Rinke und Dr. Heinrich von Stromberg
Tobias Bronner ehrte außerdem mehrere Parteimitglieder für ihre langjährige Treue zur CDU: für 25 Jahre Mitgliedschaft Siegfried Dölker und Ralf Kreher, für 40 Jahre Robert Trautwein sowie für 55 Jahre Herwart Kopp und Robert Nübel.
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