Rottweil – Ein E-Auto ist in der Nacht auf Mittwoch auf dem P&R-Parkplatz am Bahnhof in Rottweil vollständig ausgebrannt. Zwar konnte die Feuerwehr den Vollbrand innerhalb kurzer Zeit löschen, der Einsatz dauerte dennoch deutlich länger an: Der Akku des Fahrzeugs musste über einen längeren Zeitraum mit großen Mengen Wasser gekühlt werden. Dafür wurden zusätzliche Einsatzkräfte und weiteres Material an die Einsatzstelle beordert.
Als die ersten Einsatzkräfte gegen 2.20 Uhr eintrafen, stand der auf dem Parkplatz abgestellte Pkw bereits in Vollbrand. Die Feuerwehr leitete sofort die Brandbekämpfung ein. Rund 20 Minuten nach der Alarmierung waren die offenen Flammen gelöscht. Das Fahrzeug selbst war jedoch nicht mehr zu retten und brannte vollständig aus.
Nach übereinstimmenden Informationen von der Einsatzstelle handelt es sich bei dem ausgebrannten Fahrzeug um einen Renault mit Elektroantrieb. Von dem Wagen blieb lediglich die ausgebrannte Karosserie zurück.
Da es sich um ein Elektrofahrzeug handelte, richtete sich der Fokus anschließend auf den Hochvolt-Akku. Dieser musste kontinuierlich gekühlt werden, um ihn auf Umgebungstemperatur herunterzubringen. Beschädigte Lithium-Ionen-Batterien können sich nach einem Brand erneut erhitzen und wieder entzünden. Deshalb entschied die Einsatzleitung, die Wasserversorgung deutlich auszubauen.
Einsatzleiter und Stadtbrandmeister Frank Müller ließ das Großtanklöschfahrzeug der Rottweiler Feuerwehr sowie weitere Kräfte nachalarmieren. Gleichzeitig verlegten die Einsatzkräfte eine Schlauchleitung zum nächstgelegenen Hydranten, um die Versorgung mit Löschwasser dauerhaft sicherzustellen. Nach Angaben Müllers sei für die Kühlung eines beschädigten Akkus über einen längeren Zeitraum eine große Wassermenge erforderlich.
Die Hitze des Feuers beschädigte außerdem einen zwei Stellplätze entfernt abgestellten VW Passat. Nach Informationen vor Ort handelt es sich dabei offenbar um ein Firmenfahrzeug.
Insgesamt war die Feuerwehr mit zwei Löschfahrzeugen, einem Großtanklöschfahrzeug, einem Rüstwagen, einem Kommandowagen und einem Mannschaftstransportwagen im Einsatz. Rund 20 Feuerwehrangehörige arbeiteten an der Brandbekämpfung und der anschließenden Akkukühlung.
Der Rettungsdienst war vorsorglich mit einem Rettungswagen an der Einsatzstelle. Die Polizei war mit einer Streife vor Ort und nahm die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Brandursache auf.
Einsatzleiter Müller ließ im Verlauf der Löscharbeiten auch die örtliche Kläranlage darüber informieren, dass sie verunreinigtes Löschwasser zu erwarten habe.
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