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Verein Ehemalige Synagoge besucht Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Das Dokumentationszentrum in Freiburg widmet sich im ehemaligen Verkehrsamt von 1936 auf drei Etagen der NS-Geschichte der Stadt.

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Die Teilnehmer der Exkursion in Freiburg. Foto: pm

Auf Einladung des Vereins Ehemalige Synagoge nahmen am Samstag, 4. Juli, zehn Interessierte an einer Exkursion nach Freiburg teil. Ziel war das vor einem knappen Jahr eröffnete Dokumentationszentrum Nationalsozialismus.

Rottweil – Auf dem Weg vom Bahnhof dahin versäumte man es nicht, am Platz der Alten Synagoge ein kurzes Gedenken einzulegen. Im Novemberpogrom 1938 zerrstört, erinnert heute eine Gedenkstätte, den Grundriss des ehemaligen Gotteshauses darstellend, neben Informationstafeln an das 1869 errichtete Gebäude.

Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus in Freiburg widmet sich im ehemaligen Verkehrsamt von 1936 auf drei Etagen der NS-Geschichte der Stadt. Objekte und Biografien eröffnen Einblicke in die Zeit des Nationalsozialismus, der Verfolgung und des Widerstands in Freiburg. Als besonders beeindruckend empfanden die Rottweiler Besucher die Exponate im ehemaligen Luftschutzkeller. Hinter Glasfassaden, auf denen die wichtigsten Gebäude Freiburgs umrisshaft dargestellt sind, finden sich Dokumente über die Geschichte dieser Gebäude vor allem während der nationalsozialistischen Zeit.

Hinter der Fassade des Freiburger Münsters etwa das Portrait des NS-affinen antisemitischen Freiburger Erzbischofs Conrad Gröber, der aber andererseits in den Vierzigerjahren auch Gertrud Luckner in Schutz nahm. Diese Caritas-Mitarbeiterin organisierte unter anderem ein Fluchthilfe-Netz für Juden. Nach ihrer Verhaftung im Frühjahr 1943 kam sie ins Konzentrationslager Ravensbrück, das sie aber überlebte.

Am Nachmittag ließ sich die Rottweiler Gruppe durch einen Jugendguide, einen Schüler der zehnten Klasse des Deutsch-Französischen Gymnasiums, zu verschiedenen Stätten jüdischer Geschichte in Freiburg führen. Gleich beim Eingang zum Münster wies er auf die beiden Skulpturen der Ekklesia und der Synagoge hin. Während die Ekklesia als Verkörperung der Kirche stolz und überlegen zur Synagoge hinüberblickt, sind dieser in demütiger Haltung die Augen verbunden. Manches erinnerte bei dieser Führung an das ehemals jüdische Rottweil. Anders als in Rottweil aber erinnert in Freiburg eine Vielzahl von Stolpersteinen an das Schicksal jüdischer und anderer Verfolgter des Naziregimes.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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