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500 Jahre Maria Hochheim: „ein Ort, der Gutes bewirkt“

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Auf ein halbes Jahrtausend Tradition konnte man am Sonntag auf Maria Hochheim zurückblicken. Foto: nrwz

In festlicher Atmosphäre ist am Sonntag ein herausragendes Jubiläum gefeiert worden: 500 Jahre erste Erwähnung des Wallfahrtsortes Maria Hochheim. Zahlreiche Gläubige aus der ganzen Region waren zu dem besonderen Anlass gekommen.

Irslingen – Den Mittelpunkt der Feiern, die auch etliche Reiter mit ihren dem Anlass entsprechend herausgeputzten Pferden anzogen, bildete ein Gottesdienst, den der frühere Weihbischof Dr. Johannes Kreidler zelebrierte. In seiner Predigt deutete er 500 Jahre Wallfahrt auf Maria Hochheim als „Zeichen der Hoffnung“.

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Der Platz vor dem Mesmerhaus war bereits vor der Messe gefüllt. Foto: nrwz

Denn wenn Menschen bei Wallfahrten gemeinsam unterwegs seien und miteinander ins Gespräch kämen, sei dies ein Mittel gegen den sich verbreitenden Hass in der Gesellschaft, argumentierte Kreidler.

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Dr. Johannes Kreidler zelebrierte die Festmesse. Rechts neben ihm am Mikrofon der frühere Pfarrer Hans Schlenker, der seit gut zehn Jahren die Neubelebung von Maria Hochheim unermüdlich voranbringt. Foto: nrwz
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Die Musiker stimmten unter anderem das “Maria Hochheim-Wallfahrtslied” an. Foto: nrwz
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Trotz dunkler Wolken blieb das Wetter stabil. Foto: nrwz

In mehreren Führungen, die auf großen Anklang stießen, erläuterte Architekt Alfons Bürk die Geschichte des Mesmerhauses, dessen neuere Teile jüngst abgerissen wurden und dessen ältere Teile nun saniert werden. Bürk konnte als neuen Befund der Bauforschung berichten, dass sich das Mesmerhaus auf das Jahr 1660 zurückführen lässt.

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Alfons Bürk (rechts) informierte über das Mesmerhaus. Foto: nrwz

Noch wesentlich älter ist die Tradition einer Kapelle oder Kirche auf Maria Hochheim, wie Dr. Andreas Linsenmann in seinem Festvortrag darlegte. Erst seit Kurzem wisse man von einer ersten Erwähnung mit Datum 27. Juni 1526, wie der Historiker darlegte, der pünktlich zum Jubiläum eine aktualisierte und erweiterte Neuauflage des 2020 erschienenen Maria Hochheim-Buches vorstellen konnte.

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Festvortrag in der vollbesetzten Kapelle. Foto: Susanne Mathes

Linsenmann unterstrich, dass keine der 20 Generationen seither den Ort aufgegeben habe – auch wenn es teilweise schwierig war, etwa im Dreißigjährigen Krieg und in der napoleonischen Zeit.

Dieses Vermächtnis sei Ansporn und Verpflichtung, mit Traditionsverbundenheit und neuen Ideen dafür zu sorgen, „dass auch künftige Generationen den Segen und die Freude von Maria Hochheim erfahren können“, sagte der Historiker und zitierte eine Quelle von 1807, in der es hieß, Maria Hochheim, sei ein Ort, der „Gutes bewirkt“ und Himmel und Erde verbindet

Der Festtag selber, der bis in den Abend hinein Anlass für Begegnungen und Austausch bot, belegte dies eindrucksvoll.

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Etliche Reiter waren der Einladung zur Reiterprozession gefolgt. Foto: nrwz
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Für die Pferde gab es nach der Messe einen Karotten-Snack. Foto: Susanne Mathes
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Sechs Geistliche wirkten an der Festmesse zum 500jährigen Jubiläum von Maria Hochheim mit. Foto: nrwz
Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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