Endgültig gebilligt hat der Schramberger Gemeinderat die geplante Umgestaltung eine kleinen Dreieckfläche bei der Edelstahlplastik „9/90“ von Erich Hauser am Eingang zur Stadt. Der Ausschuss für Umwelt und Technik hatte schon Mitte Juli die Vorschläge diskutiert. Bei zwei Enthaltungen hat der gesamte Rat dem Projekt nun seinen Segen gegeben.
Schramberg. In der Spitze des Dreiecks zwischen Hauptstraße und dem kombinierten Geh- und Radweg entlang der Schiltach sollen zwei Bäumchen Schatten spenden. Dazwischen wird eine Sitzbank aus gesägtem Granit stehen. Eine Reihe von Büschen soll den kleinen Bereich Richtung Hauptstraße abschirmen. Für die Umgestaltung rechnet die Stadt mit 28.000 Euro Kosten.
Der kleine Platz soll eine „verstärkte Aufenthaltsqualität“ bieten. So bekämen Kunstinteressierte „die Möglichkeit, das Kunstwerk in Ruhe zu bestaunen“, wie Fachbereichsleiter Joschka Joos in seiner Vorlage schreibt. Durch die Platzierung der Sitzbank sehe man aber auch die St. Maria-Kirche am gegenüberliegenden Ufer der Schiltach, „in der Herr Hauser ebenfalls wirkte“.

Hauser und die Blümchen
Bei der Materialauswahl werde die Stadt zurückhaltend sein. „Eine klassische Bepflanzung mit blühenden Blumen wird nicht vorgeschlagen“, so Joos. Hausers legendärer Wutausbruch vor der Einweihung des Denkmals 1992, als er die liebevoll von der Stadtgärtnerei um seine Stahlplastik angepflanzten Tulpen sah, wirkt offensichtlich auch noch Jahrzehnte nach seinem Tod nach.
In der Aussprache fand Bärbel Pröbstle (SPD-Buntspecht) die kleine Sitzbank sollte anders ausgerichtet sein, damit man die Hauser-Plastik besser sehen könne. Außerdem fragte sie, was aus dem Trampelpfad werde, den sich die Fußgänger vom Doblerplatz zur Schiltach. Diesen werde die geplante Hecke versperren.

Joos meinte, bei dem kleinen Platz habe man nicht so viele Gestaltungsmöglichkeiten. Die Hecke solle dazu dienen, dass Kinder nicht vom Platz auf die Hauptstraße laufen. Die eher „minimalistische Platzgestaltung“ solle auch dem Andenken an Erich Hauser dienen, erläuterte Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr. Der habe bekanntlich „etwas gegen Blümchen“ gehabt.
Bärbel Pröbstle und Reinhard Günter (SPD-Buntspecht) enthielten sich der Stimme.
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