Einsatz von Feuerwehr und DRK in einem auch als Geflüchteten-Unterkunft genutzten Gebäude im Rottweiler Neckartal: Messgeräte zeigten Kohlenmonoxid an, die Feuerwehr räumte das Gebäude. Etwa 20 Menschen mussten es verlassen, das DRK kümmert sich um sie. Ein Mitarbeiter des örtlichen Energieversorgers kam ins Krankenhaus.
Zunächst hatte der Eigentümer des Gebäudes, das gewerblich genutzt wird, einen eigentümlichen Geruch im Keller, bei der Heizung wahrgenommen und die Energieversorgung Rottweil (ENRW) hinzugerufen, wie der Mann der NRWZ sagte. Deren Mitarbeiter hätten dann einen Gasgeruch vermutet und die Feuerwehr alarmiert. Deren Einsatzkräfte rückten unter Atemschutz in das Haus vor – und schon in Eingangsbereich schlugen Messgeräte an. Allerdings nicht auf Gas, sondern auf Kohlenmonoxid. Dieses sei „in höheren Dosen tödlich“, so Einsatzleiter Frank Müller zur NRWZ
Der Rottweiler Stadtbrandmeister stufte den Einsatz hoch – er forderte weitere Atemschutzträger an, ließ zudem das Gebäude räumen. In dessen Obergeschoss sind Geflüchtete untergebracht. An die 20 Menschen, darunter Kinder, haben das Haus verlassen. Sie warten nun die Einsatzarbeiten ab.
Das DRK ist zunächst mit einem Rettungswagen angerückt, dessen Team sich des ENRW-Mitarbeiters annahm, bei dem man davon ausgeht, dass er eine größere Menge Kohlenmonoxids eingeatmet hat. Er gilt laut dem Einsatzleiter der Feuerwehr als Verletzter. Er zeige leichte Symptome, hieß es. Die RTW-Mannschaft habe darauf entschieden, dass er ins Krankenhaus komme, sagte Geiß der NRWZ.
Vor Ort ist auch der DRK-Retter Hans-Christian Geiß als Organisatorischer Leiter Rettungsdienst (OrgL). Er forderte die DRK-Bereitschaft Rottweil nach, deren Helfer die Menschen aus dem Gebäude versorgen sollen. Ein weiterer Rettungswagen steht zudem zur Absicherung der Feuerwehrleute bereit. Michael Häring war als Kreisbereitschaftsleiter des DRK vor Ort.
Die Polizei ist mit zwei Streifen da. Laut dem Rottweiler Feuerwehrsprecher Tobias Frommer waren allein seitens der Feuerwehr 37 Kräfte in sechs Fahrzeugen vor Ort.
Gegen 19.40 Uhr gab die Feuerwehr Entwarnung: Die Heizung war abgestellt, der Gasanschluss ebenso, das Gebäude belüftet, hieß es. Die Messgeräte zeigten nunmehr keinen Ausschlag. Erste Kräfte rückten ab. Die Bereitschaft ist derweil in großer Zahl angerückt. Deren Helfer haben sich medizinisch um die Menschen aus dem Gebäude gekümmert, „wir schauen sie uns an“, so die Devise. Es habe aber aktuell niemand Symptome gezeigt, so ein Retter.
Am Rande gab es Lob für die DRK-Arbeit unter OrgL Geiß: Er habe angemessen und maßvoll nachalarmiert, nicht etwa auf einen Massenanfall an Verletzten (ManV) entschieden, der auch die Anfahrt eines Notarztes und eine bereitere Alarmierung der Bereitschaft sowie weitere Rettungswagen zur Folge gehabt hätte. Zuletzt war in eine solche Alarmierung etwa auch die Bergwacht eingebunden.


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