Aichhalden/Schramberg – Lange hat’s gedauert, jetzt ist der Beschluss da: Die Kreisstraße zwischen Aichhalden und Heiligenbronn wird ausgebaut, ein Radweg kommt begleitend hinzu. Dies hat der Kreistag einstimmig beschlossen.
Die Kreisstraße ist 4,8 Kilometer lang, berichtete Martin Osieja, der Leiter des Straßenbauamts. Sie soll auf eine Breite von sechs Metern ausgebaut werden. Der Radweg soll 2,50 Meter breit werden. Insgesamt sind Kosten in Höhe von 16, 8 Millionen Euro veranschlagt. Doch der Landkreis muss nicht alles davon zahlen, denn Zuschüsse aus zwei Programmen wurden bewilligt. So bleiben am Landkreis noch 8,7 Millionen Euro hängen. Auch die Stadt Schramberg und die Gemeinde Aichhalden tragen zur Gesamtsumme bei.
Der Ausbau endet an der Landstraße 419 Waldmössingen – Sulgen. Für Radfahrer soll der vorhandene Weg ins Waldmössinger Gewerbegebiet als Fortsetzung ausgewiesen werden. Der Kreuzungsbereich wird neu gestaltet – das ist Sache des Landes. Hier hätten die Verantwortlichen des Landkreises und der Gemeinden gern eine Unterführung gehabt, um Radfahrern das sichere Queren der L 419 zu ermöglichen. Doch das Land wird nur eine „Querungshilfe“ bauen sowie eine Linksabbiegespur. „Eine Frage des Geldes“, antwortete Osieja auf eine entsprechende Frage aus der AfD-Fraktion. Michael Lehrer (FWV), Bürgermeister von Aichhalden, berichtete, die Stadt Schramberg wolle eine Verkehrsschau abhalten und „gegebenenfalls“ dort eine Ampel aufstellen.
Laut Planung des Straßenbauamts wird die Ausschreibung demnächst erfolgen – sie wird laut Osieja „anwaltlich begleitet sein“. Baubeginn könne im April des kommenden Jahres sein, Bauende im November 2028. Der Kreistag hatte bereits 2022 beschlossen, die Planung der Maßnahme aufzunehmen.
